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-0,51 % |
21.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0005158703 |
515870 |
- € |
- € |
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Bechtle Kauflimits platzieren 11.08.2009
TradeCentre.de
Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen bei der Aktie von Bechtle (ISIN DE0005158703 / WKN 515870) Kauflimits im Bereich zwischen 12 und 13 Euro zu platzieren.
Der IT-Dienstleister aus dem schwäbischen Neckarsulm habe seine Aktionäre in der Vergangenheit in der Regel mit neuen Rekorden verwöhnt. Selbst in 2008 habe das Unternehmen noch ein sehr starkes Zahlenwerk erzielt. Von der Wirtschaftskrise bleibe der Konzern jedoch nicht verschont. Bereits im ersten Quartal des Jahres 2009 habe die Rezession die Bilanz deutlich beeinflusst. Der Umsatz habe sich um fünf Prozent auf 319 Mio. Euro reduziert. Das Ergebnis vor Steuern habe sich auf 6,1 Mio. Euro halbiert. Netto habe die Gesellschaft 4,3 Mio. Euro nach 8,7 Mio. Euro verdient.
Einziger Lichtblick: Der operative Cashflow habe sich von 4,3 auf über 13 Mio. Euro verbessert. Die Kennzahl sei allerdings auch von einem Sondereffekt geprägt, der mit sechs Mio. Euro den operativen Cashflow positiv beeinflusst habe.
Wie Vorstandschef Thomas Olemotz den Experten von "TradeCentre.de" im Hintergrundgespräch mitgeteilt habe, spüre das Unternehmen die Rezession massiv. "Der Nachfragerückgang ist erheblich. Wir können bisher keine Trendumkehr erkennen", habe der CEO gesagt. Nach eigenen Angaben sei das zweite Quartal ebenfalls schwach verlaufen. "Dennoch schreiben wir weiterhin schwarze Zahlen."
Hoffnung auf eine baldige Besserung der Lage könne Olemotz nicht bieten. "Der Markt wird schwierig bleiben und wird vom weiteren Verlauf der Rezession geprägt sein." Wegen der unsicheren Entwicklung habe der Firmenchef keine Prognose für das Gesamtjahr nennen wollen. "Das Gesamtjahr hängt vom Verlauf des vierten Quartals ab. Das sind für uns stets die besten Monate. Unser Ziel ist in jedem Fall, das Gesamtjahr mit einem positiven Ergebnis abzuschließen."
Große Hoffnungen setze der promovierte Kaufmann auf die öffentlichen Auftraggeber. "Wir sollten vom Konjunkturprogramm der Bundesregierung profitieren." Bisher liege der Anteil öffentlicher Auftraggeber am Gesamtumsatz bei circa 15 Prozent. "Dieser Kundenkreis zeigt sich stabil und sollte weiter wachsen." Sofern öffentliche Auftraggeber das Geld für die Konjunkturprogramme in der zweiten Jahreshälfte ausgeben würden, sollte dies einen positiven Effekt auf das Geschäft von Bechtle haben. Für eine nachhaltige Erholung sei für das Unternehmen entscheidend, dass sich die wichtigste Kundengruppe des Unternehmens, der Mittelstand, wieder fange. "Hier drückt der Schuh."
Ebenfalls stärker betroffen sei das e-Commerce-Geschäft in den Regionen Spanien, Italien, Frankreich. Kaum zu glauben, aber in UK sehe der CEO erste Stabilisierungssignale. Angesichts der wirtschaftlichen Lage komme Bechtle auch um einen Stellenabbau nicht herum. Zur Jahresmitte rechne Olemotz mit etwa 50 Mitarbeitern weniger als noch zum Ende des ersten Quartals. Darüber hinaus setze das Unternehmen auf Kurzarbeit. Sollte sich die konjunkturelle Lage in der zweiten Jahreshälfte nicht verbessern, seien weitergehende Maßnahmen nicht auszuschließen.
Wegen der Rezession könne Olemotz die bisherige Vorgabe für das Jahr 2010 natürlich nicht halten. "Das Ziel einen Umsatz von zwei Mrd. Euro bei einer EBT-Marge von fünf Prozent hat aber weiterhin Bestand. Nur wird sich dies auf der Zeitachse nach hinten verschieben." Das Umsatzniveau könnte Bechtle auch durch Zukäufe erreichen. "Wir bekommen verstärkt Angebote auf den Tisch. Das dürfte in der zweiten Jahreshälfte zunehmen. Wir sind jedoch noch zurückhaltend bei Akquisitionen, da sich die Preise der Marktlage noch nicht angepasst haben. Grundsätzlich sind wir aber offen für Übernahmen", erkläre der CEO. Dank einer sehr soliden Cashposition von rund 80 Mio. Euro könnte sich das Unternehmen Zukäufe locker leisten.
Bechtle sei bilanziell kerngesund. Das Unternehmen sei schuldenfrei und die Eigenkapitalquote liege bei über 65 Prozent. Der Buchwert betrage 314 Mio. Euro und sei höher als der aktuelle Börsenwert von 291 Mio. Euro. Die Aktie sei nicht teuer. Allerdings könnten schwächere Zahlen nochmals für Verkäufe sorgen.
Die Experten von "TradeCentre.de" raten bei der Bechtle-Aktie Kauflimits im Bereich zwischen 12 und 13 Euro zu platzieren. (Analyse vom 11.08.2009) (11.08.2009/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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