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22.04/11:04 |
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| DE000A0BVU93 |
A0BVU9 |
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Phoenix Solar Neueinstieg abwarten 30.07.2009
TradeCentre.de
Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen Anlegern, den Neueinstieg in die Aktie von Phoenix Solar (ISIN DE000A0BVU93 / WKN A0BVU9) abzuwarten.
Auf Phoenix Solar sei bisher stets Verlass gewesen. Das Unternehmen habe die Börse oft mit hohen Planzahlen überrascht, die sogar noch hätten übertroffen werden können. Auch die Prognose für dieses Jahr sei angesichts des Umfeldes mit einem EBIT von 31 Millionen Euro sowie einem Umsatz von 520 Millionen Euro ordentlich gewesen.
Doch die Finanzkrise und deren Auswirkungen auf die Solarindustrie würden auch vor den Toren in Sulzemoos nicht Halt machen. Die Firma werde unter anderem aufgrund des Preisverfalls bei Modulpreisen diese Ertragszahl nicht erreichen. Das sei enttäuschend, da Phoenix Solar von sinkenden Modulpreisen habe profitieren wollen. "Das wird der Fall sein, sobald sich die Preise stabilisieren", sage den Experten CEO Andreas Hänel im Hintergrundgespräch.
Dem Vernehmen nach habe der Preisverfall für Module in den ersten Monaten dieses Jahres bei rund 20 Prozent gelegen. "In den letzten Wochen reduzierten sich die Preise weiter. Es herrscht Deflation in der Solarindustrie. Kunden warten ab, ob sie in ein paar Wochen nicht noch günstiger an ihre Anlage kommen", erkläre der Firmenchef. Konsequenz aus der Zurückhaltung sei für Phoenix Solar eine Abschreibung auf den Lagerbestand.
Bereits im ersten Quartal hätten die Vorräte um 2,2 Millionen Euro abgewertet werden müssen. Per Ende des ersten Quartals hätten sich die Vorräte auf 108 Millionen Euro summiert. Die Position übersteige sogar das Eigenkapital. Laut Hänel könnten die Abwertungen für Q2 höher ausfallen als in Q1. Er betone allerdings auch, dass das zweite Quartal "gar nicht schlecht verlaufen" sei und die Umsätze gegenüber dem ersten Quartal kräftig gewachsen seien.
Neben der stark fallenden Modulpreise, kämpfe das Unternehmen insgesamt mit einem geringeren Volumen an den Solarmärkten. Erfreulich: Im ersten Quartal hätten Kunden für Kraftwerke nahezu keine Finanzierung bekommen. "Das hat sich im zweiten Quartal deutlich verbessert und scheint sich weiter zu entspannen, so dass Kunden wieder eine Finanzierung für Projekte bekommen". Eine neue Prognose habe Hänel für das EBIT noch nicht nennen wollen. "Wir können heute nur sagen, dass wir das Jahr 2009 positiv abschließen wollen".
Trotz der Ertragsdelle in diesem Jahr wolle sich Hänel von seinem Pfad nicht abbringen lassen. Als volumengetriebener Projektentwickler werde das Unternehmen früher oder später vom Preisrückgang der Module profitieren. Um nicht noch einmal diesem Preisverfall ausgesetzt zu sein, wolle Hänel verstärkt auf just-in-time-Lieferungen umstellen. Für 2010 sei der CEO zuversichtlich die Märkte wieder zu verwöhnen. "Wir werden unsere Expansion ins Ausland fortsetzen und Präsenzen in weiteren Länder aufbauen".
Ganz oben auf der Liste stehe der US-Markt. "Wegen der dortigen Förderprogramme ab 2010 wollen wir in diesem Markt vertreten sein und prüfen einen Einstieg", so Hänel. Zudem bekräftige der Firmenchef ausdrücklich die mittelfristige Marschrichtung: 2013 sollten 1,5 Milliarden Euro umgesetzt und eine EBIT-Marge von circa sechs Prozent erzielt werden.
Phoenix Solar zähle unverändert zu den besseren Solaraktien. Die Reduzierung der Prognose dürfte tatsächlich nur ein Einmaleffekt gewesen sein. Strukturell scheine die Firma im Gegensatz zu anderen Solarfirmen kein Problem zu haben.
Die Experten von "TradeCentre.de" raten aber dennoch vor einem Neueinstieg in die Aktie von Phoenix Solar die neue Prognose für das Jahr 2009 abzuwarten. (Analyse vom 30.07.2009) (30.07.2009/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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