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Kontron gutes Investment bei Kursen um 8 Euro


24.07.2009
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten von "TradeCentre.de" ist die Aktie von Kontron (ISIN DE0006053952 / WKN 605395) bei Kursen um 8 Euro nach wie vor ein gutes Investment.

Der weltweit größte Hersteller von Embedded Computer Technologie stemme sich nach Ablauf des ersten Halbjahres im Vergleich zu anderen Technologiefirmen unverändert tapfer gegen die starken Auswirkungen der Rezession. Allerdings hätten sich die Rahmenbedingungen auch für Kontron erschwert. "Wir schwimmen im konjunkturellen Fahrwasser mit. Von einer Entspannung kann derzeit keine Rede sein. Der Konjunkturabschwung ist weiterhin intakt und eine deutliche Erholung erwarte ich frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2010", sage Vorstandschef Ulrich Gehrmann den Experten im Hintergrundgespräch.

Um der Lage schnell entgegenzusteuern, werde das "Profit Improvement-Programm" beschleunigt. "Wir zentralisieren Standorte, verlagern Personal in unsere Produktionsstätte nach Malaysia, verbessern dadurch die Leistungsfähigkeit und reduzieren zudem die Kosten", sage der CEO. Über 100 Leute hätten im Zuge dieser Maßnahmen eingespart werden können. Die Kosteneinsparungen dürften sich auf über fünf Millionen Euro belaufen und sich vollständig im Jahr 2010 entfalten. Im Ergebnis für das Jahr 2009 hätten die Umstrukturierung und Abfindungszahlungen zu einer Sonderbelastung geführt. Nach 0,5 Millionen Euro im 1. Quartal dürften sich die Belastungen im zweiten Quartal auf über eine Million Euro belaufen. "Wir haben im 2. Quartal unsere Umbauten forciert, was sich auf der Ertragsseite niederschlagen wird", erkläre Gehrmann.

Die Umstrukturierung werde dazu führen, dass Kontron bei einer Markterholung sehr schnell von steigenden Margen profitieren werde. "Unser Programm zur Kostensenkung wird sich spürbar auszahlen. Im Jahr 2011 steuern wir eine EBIT-Marge von zwölf Prozent an", so der studierte Betriebswirt. "Wir gewinnen weiter Marktanteile und ich bin zuversichtlich, dass wir diesen von aktuell zwölf auf 15 Prozent ausbauen." Nach eigenen Angaben sei der Outsourcing-Trend so stark wie niemals zuvor. "Unsere Kunden suchen nach kostengünstigen Lösungen. Dafür haben wir eine Flut von Anfragen für Design Wins. Wir müssen allerdings prüfen, was diese Anfragen tatsächlich wert sind." Mittelfristig zeige sich der Kontron-Chef entsprechend sehr zuversichtlich für sein Unternehmen.


Für das Gesamtjahr 2009 werde das Unternehmen entweder im einstelligen Prozentbereich wachsen oder schrumpfen. "Das zweite Halbjahr wird stärker ausfallen als das erste. Aktuell sieht es aber dennoch danach aus, als ob wir im Umsatz in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr leicht sinken. Wegen einer weiterhin geringen Visibilität kann sich dies in der zweiten Jahreshälfte noch ändern." Besonders schwierig sei der Bereich "Automatisierung". "Die Entwicklung ist dramatisch." Auch der Infotainment Sektor sei von der Krise beeinflusst, aber einige Unternehmen im Gaming-Bereich würden sich durchaus positiver entwickeln, während es anderen sehr schlecht gehe. Die beiden Bereiche stünden für rund 40 Prozent des Umsatzes von Kontron.

Alle anderen Segmente würden stabil oder erfreulich laufen, beispielsweise Telekom, Energie und Verteidigung. Regional entwickle sich zum Beispiel der chinesische rund russische Markt sehr gut für die Bayern. An dieser Stelle leide Kontron jedoch unter der Abwertung des Rubels, was sich entsprechend in der Umrechnung auf den Umsatz negativ niederschlage.

Sollte Kontron den Umsatz des Vorjahres unterschreiten, könnte sich die EBIT-Marge auf bis zu sieben Prozent reduzieren. Sondereffekte seien darin jedoch enthalten. Für das 2. Quartal würden die Experten einen höheren Umsatz als im Startquartal (106,6 Millionen Euro Umsatz) erwarten. Dieser werde jedoch unter dem Niveau des sehr starken 2. Quartals des Vorjahres liegen. Nach 126,7 Millionen Euro würden die Experten nunmehr im 2. Quartal Einnahmen von über 110 Millionen Euro erwarten. Das EBIT würden sie ebenfalls über dem 1. Quartal 2009 erwarten; allerdings unter dem Niveau des 2. Quartals des Vorjahres.

In der ersten Periode habe Kontron einen ordentlichen Ordereingang von 123,3 Millionen Euro erzielt. Per Ende März habe der Auftragsbestand bei über 300 Millionen Euro gelegen. "Ich bin zuversichtlich, dass wir ein weiterhin hohes Niveau auch zum Ende des ersten Halbjahres gehalten haben", ergänze Gehrmann. Der Vorstand halte nicht nur Ausschau nach neuen Aufträgen, sondern auch nach potenziellen Übernahmekandidaten. "Wir haben ein paar Wunschkandidaten, die wir gerne übernehmen würden. Unser Markt konsolidiert und die Preise verbilligen sich weiter. Möglicherweise bietet sich der ein oder andere Zukauf für uns noch in diesem Jahr an", erkläre der Firmenchef.

Für die Experten von "TradeCentre.de" ist ihr Altfavorit, die Kontron-Aktie, bei Kursen um 8 Euro weiterhin ein gutes Investment. (Analyse vom 24.07.2009) (24.07.2009/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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