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DE0007472060 747206 -   € -   €
 
 
 

Wirecard erste Position aufbauen


25.05.2009
BÖRSE am Sonntag

Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Die Experten der "BÖRSE am Sonntag" empfehlen langfristig fundamental orientierten Investoren erste Positionen in der Aktie von Wirecard (ISIN DE0007472060 / WKN 747206) aufzubauen.

Mit einem Kursgewinn von über 70% seit Jahresbeginn sei die Aktie von Wirecard eine der stärksten im TecDAX. Infolge dieser beeindruckenden Erholung sei der Titel nun am Zwischenhoch vom September 2008 gelandet. Die zuletzt veröffentlichten Quartalszahlen sowie die optimistische Prognose würden nun zwar die Annahme untermauern, dass es bei Wirecard auch fundamental unverändert in Ordnung sei. Doch aus charttechnischer Sicht scheine die Aktie zunächst eine Pause zu gebrauchen. Damit könnte eine eventuelle Korrektur unter Umständen eine gute Gelegenheit bieten, um sich langfristig zu positionieren.

Der Anbieter von elektronischen Zahlungs- und Risikomanagementlösungen habe mit einer positiven Entwicklung im ersten Quartal 2009 das gute Geschäft des Vorjahres fortsetzen können. Das Unternehmen habe vom Januar bis März den Umsatz um 20,3% auf 49,1 Mio. Euro gesteigert und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sei um 18% auf 11,9 Mio. Euro gestiegen. Die EBIT-Marge sei jedoch leicht von 24,7% auf 24,2% gesunken. Nach Unternehmensangaben sei das aber auf die zunehmend höheren Transaktionsvolumina im Schlussquartal 2008 zurückzuführen, die zum Jahresanfang volumenabhängige Konditionen mit Bestandskunden beeinflusst hätten, was im Verlauf 2009 aber positive Skaleneffekte zur Folge haben werde. Unter dem Strich habe Wirecard im ersten Quartal 9,2 Mio. Euro und somit 15,1% mehr als im Vorjahreszeitraum verdient.

Kernsegment und Haupteinnahmequelle des Unternehmens sei der Bereich Risikomanagement-Dienstleistungen und die Abwicklung von Online-Bezahltransaktionen (Payment Processing & Risk Management) - hier habe man im ersten Quartal mit 46,6 Mio. Euro rund 95% der Konzernerlöse erzielt. Der Segmentumsatz sei dabei gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 22,7% und das EBIT von 7,21 auf 7,4 Mio. Euro gestiegen. In der zweiten Konzernsäule Acquiring & Issuing, die das Geschäft der Wirecard Bank umfasse, sei der Umsatz von 7,8 auf 13,9 Mio. Euro und das EBIT von 2,9 auf 4,5 Mio. Euro gesteigert worden.


Die starken Zuwächse seien auf die Gewinnung vieler Neukunden sowie auf den bei den Bestandskunden stark wachsenden Markt für Onlineprodukte zurückzuführen. Darüber hinaus habe man von der gestiegenen Anzahl an ausgegebenen Prepaid-Kreditkarten sowie einer guten Entwicklung der virtuellen Prepaid-Kreditkarten profitiert.

Bei Wirecard scheint aus fundamentaler Sicht weiterhin alles in bester Ordnung zu sein, so die Experten der "BÖRSE am Sonntag". Trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds würden die Geschäfte offenbar immer noch gut laufen, wie die jüngsten Ergebnisse verdeutlichen würden. Auch die bestätigte Prognose überzeuge, obwohl weitere Aussagen zu den Erwartungen wünschenswert wären und die genannte EBIT-Spanne ziemlich weit gefasst sei. Im Hinblick auf die momentan schwer zu prognostizierende weitere Wirtschaftsentwicklung, weshalb viele Unternehmen sogar komplett auf Prognosen verzichten würden oder bereits genannte kassiert oder gesenkt hätten, sei die bestätigte Ziel-EBIT-Spanne von Wirecard jedoch zufriedenstellend.

Zudem könnte die Hauptversammlung am 16. Juni weitere und etwas konkretere Einblicke liefern. Beim Aktionärstreffen dürfte man darüber hinaus noch über die erstmalige Dividendenausschüttung zufrieden sein. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung im letzten Jahr habe das Unternehmen vor, 0,08 Euro pro Aktie auszuzahlen.

In Anbetracht des kräftigen Anstiegs in den letzten Wochen dränge sich nun aber die Frage auf, ob die positiven fundamentalen Daten und Erwartungen bereits im Kurs enthalten seien. So scheint sich der jüngst erreichte Widerstand bei 7,00 Euro, der aus dem Zwischenhoch vom September 2008 resultiere, als hartnäckige Hürde zu erweisen, die eventuell zu Gewinnmitnahmen verleitet, so die Experten der "BÖRSE am Sonntag". Sich an der Charttechnik orientierende Investoren würden aus diesem Grund erst einen nachhaltigen Ausbruch darüber abwarten, um neue spekulative Long-Positionen einzugehen.

Für langfristig fundamental orientierte Investoren könnte nach Meinung der Experten der "BÖRSE am Sonntag" dagegen eine eventuelle Korrektur, die den Kurs zunächst bis in den Bereich von 6,00 Euro, aber auch bis zu den Unterstützungen bei 5,27 und 5,00 Euro führen könnte, eine gute Gelegenheit darstellen, um erste Positionen in der Aktie von Wirecard aufzubauen. Nachhaltig unter die Marke von 5,00 Euro sollte es jedoch nicht gehen, sodass spätestens kurz darunter eine Absicherung erfolgen sollte. (Ausgabe 21 vom 24.05.2009) (25.05.2009/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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