Suche
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Zertifikate
 Optionsscheine
 Optionen & Futures
nach Artikeln
alle Artikel
nur Analysen
nur News
als Quelle
 
WKN/ISIN/Symbol/Name

Login Depot + Forum
 
Passwort vergessen?


   
Aktuelle Kursinformationen ()
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
-   -   0 0 % /
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
-   -  
 
 
 

Conergy verkaufen


08.08.2008
SES Research

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von SES Research, Dr. Karsten von Blumenthal, bewertet die Aktie von Conergy (ISIN DE0006040025 / WKN 604002) unverändert mit dem Rating "verkaufen".

Conergy habe Halbjahreszahlen vorgelegt, die zwar beim Umsatz und EBIT die Erwartungen deutlich übertroffen, beim Nettoergebnis hingegen enttäuscht hätten. Der Umsatz in Q2 sei deutlich höher als erwartet gewesen, da Großprojekte in Spanien und Südkorea sich deutlich stärker ausgewirkt hätten. Allein das spanische Großprojekt El Calaverón habe 138 Mio. zum Umsatz beigetragen. Dies dürfte ein Einmaleffekt gewesen sein. In 2009 sollten solche Großprojektaufträge angesichts des geplanten Caps in Spanien von 300 MW, davon nur 100 MW für Freiflächenanlagen, unwahrscheinlich sein. Ähnlich dürften sich die verschlechterten Rahmenbedingungen in Südkorea auswirken.

Die Rohertragsmarge sei mit 14,1% deutlich geringer als erwartet (19,2%). Wesentlicher Grund seien Finanzierungsschwierigkeiten beim spanischen Großprojekt gewesen. Zwar habe Conergy in Q2 ein leicht positives EBITDA ausgewiesen, angesichts des stark gestiegenen Umsatzes erscheine die operative Leistungskraft allerdings weiterhin schwach. Höhere Zinsaufwendungen und Steuerzahlungen hätten dazu geführt, dass das EPS mit EUR -0,68 unter den Erwartungen gelegen habe.

Die Restrukturierung mache in einigen Bereichen Fortschritte. So werde Conergy über Entlassungen und discontinued operations die Mitarbeiterzahl um ca. 800 reduzieren, deutlich mehr als die ursprünglich geplanten 500. Entsprechend höher sollte die Entlastung bei den Personalkosten sein. Bis zum Verkauf der discontinued operations würden die in diesen Bereichen beschäftigten Mitarbeiter allerdings weiterhin das Nettoergebnis belasten. Zudem solle die Windturbinenproduktion in Bremerhaven auch verkauft werden. Die Fokussierung auf das Solargeschäft werde damit fortgesetzt. Organisatorisch werde das gesamte Fotovoltaikgeschäft, auch die Großprojekte, bei Conergy PV angesiedelt. Bei EPURON würden die Großprojekte aus den Bereichen Wind, Bioenergie und Solarthermie bleiben.

Allerdings würden auch manche Probleme bestehen bleiben. So suche Conergy weiterhin einen Partner für den Problemfall Solarfabrik in Frankfurt/Oder und habe nicht bekannt gegeben, wie hoch die Produktion der Fabrik in Q2 gewesen sei. Da Conergy nach eigener Aussage die Fabrik im Vergleich zu den entstehenden großen 500 MW - 1GW-Fabriken nicht für wettbewerbsfähig halte, seien keine weiteren Investitionen in den Produktionsbereich geplant.


Gleichzeitig würden auch neue Probleme hinzukommen: Angesichts der prekären finanziellen Lage habe Conergy Schwierigkeiten, Banken zu finden, die Währungen für Conergy hedgen. Hier schlummere ein nur schwer bezifferbares Risiko, da Conergy viele Module aus Japan und China erhalte und damit gegenüber dem Japanischen Yen und dem USD Währungsrisiken eingehen müsse. Im ersten Halbjahr hätten die Nettowährungseffekte EUR -6 Mio. betragen.

Die Bilanzstruktur des Unternehmens bleibe schwach: Die Eigenkapitalquote habe sich weiter auf 6,3% verringert und die Finanzschuld liege weiterhin bei hohen EUR 546 Mio. Dazu sei die Working Capital Quote zwar reduziert worden, bleibe aber mit 53% nach wie vor sehr hoch.

Der Newsflow sollte durch die geplante massive Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 450 Mio., die deutlich höher sei als die gegenwärtige Marktkapitalisierung von EUR 320 Mio., belastet werden. Bisher scheine das Interesse potenzieller Investoren gering zu sein. Gegenwärtig plane Conergy, die neuen Aktien Ende September zu emittieren. Jede Verzögerung wirke sich negativ auf das Finanzergebnis aus, da die Finanzschulden dann erst später reduziert werden könnten.

Die Schätzungen für 2008 seien beim Umsatz und EBIT erhöht, beim Nettoergebnis dagegen reduziert worden. Ein aktualisiertes DCF-Modell ergebe ein neues Kursziel von EUR 8,50 (alt: EUR 8,90).

Das Rating der Analysten von SES Research für die Conergy-Aktie lautet weiterhin "verkaufen". (Analyse vom 08.08.2008) (08.08.2008/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken
Weitere Analysen & News mehr
27.04.2009, Optionsschein Trader
Call auf Conergy hochspekulativ
18.08.2008, Optionsschein Trader
Call auf Conergy 1.163%-Gewinnchance
13.08.2008, HSBC Trinkaus & Burkhardt
Neuer Turbo-Optionsschein auf Conergy
25.07.2008, BNP Paribas
Neue Optionsscheine auf Conergy
24.06.2008, Optionsschein Trader
Unlimited Turbo Call auf Conergy interessant
 

Copyright 1998 - 2026 optionsscheinecheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG