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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 30,78 € |
31,06 € |
-0,28 € |
-0,90 % |
22.04/11:40 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0005158703 |
515870 |
- € |
- € |
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Bechtle kaufen 11.07.2008
SES Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von SES Research, Tim Wunderlich, stuft die Aktie von Bechtle (ISIN DE0005158703 / WKN 515870) unverändert mit "kaufen" ein.
Bechtle habe heute die Übernahme von Madras Computer, einem österreichischen Systemhausbetreiber mit einem Systemhaus in Wien, bekannt gegeben. Madras unterstütze seine Kunden bei der Planung und Integration ihrer IT-Infrastruktur. 2007 sei ein Umsatz von EUR 6,7 Mio. und ein EBIT von ca. EUR 0,15 Mio. erzielt worden (SESe).
Bechtle dürfte für die Akquisition einen Betrag von gut EUR 0,8 Mio. bezahlt haben - eine wertschöpfende Übernahme, die sich in einem FCF-Yield von 19% auf den EV von Madras widerspiegele. Zwar erscheine die Profitabilität von Madras auf den ersten Blick niedrig, die Effizienz des Unternehmens werde sich jedoch nach der Eingliederung in die äußerst effiziente Struktur von Bechtle verbessern, da Madras auf die überlegene Logistik und Lagerhaltung von Bechtle zurückgreifen könne und von der starken Kaufkraft des Unternehmens profitiere.
Trotz des geringfügigen Umsatzbeitrags sei die Übernahme aus mehreren Gründen ein strategisch ausgezeichneter Schritt: Mit der Akquisition von Madras betrete Bechtle das letzte deutschsprachige Land, für das ein Eintritt mit dem IT-Systemhaussegment geplant gewesen sei. Da Madras Computer auf den (österreichischen) Mittelstand sowie die öffentliche Hand fokussiert sei, verfüge das Unternehmen über denselben Kundenfokus wie Bechtle - einer der Gründe für die im Vergleich zum Wettbewerb hohen EBIT-Margen von Bechtle. Da Madras in Wien aktiv sei, könne Bechtle sofort die Vorteile einer Region Österreichs genießen, in der sich die größte Anzahl von Unternehmen befinde.
Da es kein anderer Wettbewerber in Österreich mit der Größe und überlegenen Servicequalität von Bechtle aufnehmen könne, sollte es Bechtle gelingen, schnell Marktanteile und Absatzvolumen hinzuzugewinnen. Außerdem dürfte Bechtle weiterhin kleinere Wettbewerber akquirieren, um in 4 bis 5 Jahren in Österreich über ein umfassendes Netzwerk an Systemhäusern zu verfügen. Zu diesem Zeitpunkt dürfte das Unternehmen dann vom Marktpotenzial dieses Landes profitieren und allein in Österreich einen Umsatz von gut EUR 100 Mio. erzielen.
Damit sollte der Newsflow von weiteren Akquisitionen auf dem österreichischen Markt dominiert werden. Tatsächlich könne man davon ausgehen, dass sich Bechtle bereits nach weiteren Zielen mit einem Umsatz im Bereich von EUR 30 bis EUR 40 Mio. umsehe. Angesichts der hohen Liquidität von Bechtle (EUR 55 Mio.) und eines frei verfügbaren Kreditrahmens (gut EUR 40 Mio.), könnte das Unternehmen sogar sehr viel größere Übernahmeziele in Angriff nehmen.
Auf Basis von FCF-Yield 2008 und DCF-Modell ist die Aktie von Bechtle nach Ansicht der Analysten von SES Research weiterhin ein klarer Kauf. Das Kursziel sehe man unverändert bei EUR 34. (Analyse vom 11.07.2008) (11.07.2008/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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