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Conergy verkaufen 09.05.2008
SES Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Dr. Karsten von Blumenthal, Analyst von SES Research, empfiehlt die Aktie von Conergy (ISIN DE0006040025 / WKN 604002) weiterhin zu verkaufen.
Conergy habe Q1-Zahlen gemeldet, die beim Umsatz und beim EBIT über den Erwartungen (Konsens: Umsatz: EUR 188 Mio., EBIT: EUR -35 Mio.) gelegen hätten, beim Nettoergebnis (Konsens: EUR -36 Mio.) aber enttäuscht hätten.
Der höhere Umsatz fuße auf einem deutlichen Anstieg des Umsatzes des Segments Conergy, der mit +65% höher ausgefallen sei als erwartet.
Wesentliche Gründe für die "besseren" operativen Ergebniszahlen seien ein erhöhter Lagerbestand in Höhe von EUR 33,6 Mio. und sonstige betriebliche Erträge von EUR 9,6 Mio. Ohne den Lageraufbau wären die operativen Ergebniszahlen deutlich schlechter ausgefallen. So habe allein die Materialkostenquote 100% des Umsatzes betragen.
Als ergebnisbelastend hätten sich die Einmalkosten für die Restrukturierung (EUR 5 Mio.), die Ramp-up-Kosten für die Solarfabrik in Frankfurt/Oder (EUR 3 Mio.) und die Währungseffekte (EUR 5 Mio.) ausgewirkt. Nach dem starken Anstieg der Personalkosten auf EUR 34 Mio. (Vorjahr: EUR 23 Mio.) sollte der Arbeitsplatzabbau im nächsten Quartal zu geringeren Personalkosten führen.
Das Finanzergebnis weise einen deutlich höheren Verlust aus als erwartet. Neben den Zinszahlungen in Höhe von EUR 8 Mio. seien Gebühren für Beratung in Höhe von EUR 6 Mio. angefallen. Hinzu würden Verluste aus nicht weitergeführten Geschäftsbereichen in Höhe von EUR 6 Mio. kommen. Das Nettoergebnis für 2008 dürfte daher unter dem bisher erwarteten liegen und werde daher auf EUR -75 Mio. gesenkt.
Das Working-Capital habe sich im Vergleich zum Vorjahresquartal von EUR 338 Mio. auf EUR 368 Mio. erhöht. Die Working-Capital-Quote bleibe mit 181% auf sehr hohem Niveau. Der operative Cashflow habe EUR -130 Mio. betragen. Der Mittelabfluss habe sich damit im Vergleich zum Vorjahresquartal (EUR -117 Mio.) nochmals erhöht. Die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel würden sich auf nur noch EUR 22 Mio. (Q4 2007: 62 Mio.) belaufen. Im zweiten Quartal sollten ca. EUR 80 bis 100 Mio. Cash aus zwei Großprojekten in Spanien und Korea etwas Luft verschaffen.
Der Konzern habe einen Großteil seiner Kreditlinien in Anspruch genommen. Die Finanzverschuldung belaufe sich auf insgesamt EUR 580 Mio. und verharre damit auf sehr hohem Niveau. Das Eigenkapital sei auf EUR 84 Mio. geschrumpft, im Vorjahresquartal habe es noch bei EUR 284 Mio. gelegen. Die Eigenkapitalquote liege bei nur noch gut 8%. Insgesamt habe sich die Bilanzstruktur damit deutlich verschlechtert.
Die Solarfabrik in Frankfurt/Oder dürfte bis Mitte 2009 unter Siliziummangel leiden und nicht ausgelastet sein. Gegenwärtig gebe es Ertragsprobleme aufgrund der Nutzung von minderwertigem Silizium. Der Zeitpunkt der geplanten Kapitalerhöhung von EUR 250 Mio. sei weiterhin ebenso ungewiss wie der Bezugspreis der jungen Aktien.
Die Visibilität der Geschäftsentwicklung bleibe gering. Das Jahr 2008 werde im Zeichen der Restrukturierung stehen. Erst 2009 sollte eine grundlegende Besserung zu erwarten sein. Ein aktualisiertes DCF-Modell ergebe weiterhin ein Kursziel von EUR 9,50.
Das Rating der Analysten von SES Research für die Aktie von Conergy bleibt "verkaufen". (Analyse vom 09.05.2008) (09.05.2008/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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