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REpower unter der Lupe 05.05.2008
TradeCentre.de
Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" nehmen die Aktie von REpower (ISIN DE0006177033 / WKN 617703) unter die Lupe.
Eine rasante Rally lege die Aktie von REpower Systems aufs Parkett. In den letzten drei Jahren habe sich das Papier von seinen Tiefstkursen von 13 Euro fast verzwanzgifachen können. Seit Jahresbeginn stehe knapp eine Verdopplung des Aktienkurses zu Buche. Mit einem Kurs von 220 Euro stehe das Papier auf Rekordhoch: Von einer Krise an der Börse keine Spur.
Aber nicht nur die Aktie sei auf Rekordfahrt. Operativ brumme das Geschäft. Die Hamburger würden im Geschäftsjahr 2008/2009 per Ende März bei Umsatz und Gewinn neue Bestmarken erwarten. Finanzvorstand Pieter Wasmuth kündige im Gespräch mit TradeCentre.de für dieses Wirtschaftsjahr einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro und eine EBIT-Marge von 5,5 bis 6,5 Prozent an. Das entspreche einem operativen Gewinn zwischen 60 und 70 Millionen Euro.
Für das Folgejahr erwarte der Hersteller von Windenergieanlagen erneut ein sattes Umsatzplus von 40 bis 50 Prozent auf circa 1,6 Milliarden Euro. Mittelfristig wolle das Unternehmen wieder mit einstigen Rekordmargen von mindestens zehn Prozent wirtschaften. "Im Wirtschaftsjahr 2010/11 halten wir dieses Niveau für erreichbar", so Wasmuth. "Wir sind sehr optimistisch für die Zukunft. Unsere Branche wächst insgesamt sehr stark. Wir haben eine ungebrochen hohe Nachfrage nach unseren Anlagen", sage der CFO.
Das Beste: Das geplante Wachstum sei durch feste Aufträge sehr gut unterfüttert. Aktuell würden die Hamburger über einen Auftragsbestand über 1.500 Megawatt, gut 750 Windenergieanlagen oder knapp 1,5 Milliarden Euro Umsatz verfügen. Weitere feste Rahmenverträge würden hinzukommen, die sich ebenfalls auf circa 1.500 Megawatt belaufen würden. Mit der auf den Bereich Erneuerbare Energien spezialisierten RWE Inngoy, einer der Tochter des RWE-Konzerns, habe REpower zudem eine Absichtserklärung unterzeichnet, über die Verhandlung eines Rahmenvertrages mit einem Volumen von sage und schreibe rund 1.900 Megawatt.
In concreto gehe es bei diesem potenziellen Vertrag um etwa 250 Offshore-Windkraftwerke der Baureihe 5M/6M sowie weitere 200 Onshore-Windkraftanlagen der zwei Megawatt-Klasse. Ziel sei, dass sich die Parteien in den nächsten Wochen handelseinig würden, sage Wasmuth. "Mit unserer REpower 5M und 6M-Anlage sind wir für den Offshore-Betrieb gegenüber unseren Wettbewerbern ein erhebliches Stück weiter, die derartige Entwicklungsprojekte bisher nicht gestartet haben. Wir können ab Mai mit der Offshore-Produktion beginnen", erkläre Wasmuth.
Trotz erheblicher Investitionen, das Geschäft sei sehr kapitalintensiv, sei aktuell eine Kapitalerhöhung kein Thema. "Wir haben eine Eigenkapitalquote von mehr als 50 Prozent und finanzieren uns sehr gut über Eigen- und Fremdkapital. Bei einer Quote von 30 Prozent ist eine Kapitalerhöhung nicht auszuschließen".
Aber nicht das operative Geschäft, die starke Performance der Aktie oder der vielversprechende Ausblick seien aktuell am spannendsten bei REpower. Viel Spannung verspreche die Aktionärsstruktur in der Zukunft. Die indische Suzlon halte mehr als 86 Prozent der Stimmrechte an der Gesellschaft. Am Grundkapital sei Suzlon aber lediglich mit 33,6 Prozent beteiligt. Ende Mai solle eine Put-Option seitens der französischen AREVA wirksam werden. AREVA könnte ihren Anteil von rund 30 Prozent nach eigenen Angaben dann an Suzlon andienen. Allerdings: Der Andienungspreis dürfte nach den Berechnungen der Experten zwischen 170 und 175 Euro je Aktie liegen. Bei einem Kurs von 220 Euro eher unsexy. AREVA dürfte ihre Stücke Suzlon anbieten, allerdings beim Preis erheblich nachbessern. Kaufe Suzlon diese Stücke nicht ab, sei AREVA möglicherweise frei, die Anteile an einen anderen Investor zu verkaufen.
Analog verhalte es sich bei der portugiesischen Martifer, die mit 23 Prozent am Grundkapital von REpower beteiligt sei. Martifers Put-Option werde indes erst in 2009 wirksam, zu einem vermutlich deutlich geringeren Andienungspreis als der von AREVA. Insgesamt habe Suzlon daher nach der Einschätzung der Experten recht schlechte Karten. Um eine vollständige Kontrolle über REpower zu erhalten, müsste Suzlon also ganz tief in die Tasche greifen. Sollte Suzlon dies nicht wollen oder nicht können, wäre REpower für einen Big Player aus dem Energie-Bereich sicherlich ein attraktives Ziel.
Zum Beispiel könnte sich RWE das Unternehmen einverleiben. RWE sei zwar in der Regel nur als Betreiber aktiv, könnte aber aufgrund der Knappheit an Turbinen auch als Hersteller tätig werden und sich REpower kaufen. Ausnahmen bestätigen die Regel, so die Experten von "TradeCentre.de". Finanzierbar für RWE sei der Deal locker. Vor dem Hintergrund der Absichtserklärung mit RWE Innogy um einen Milliardenvertrag sei eine Übernahme gar nicht abwegig. Chef von RWE Innogy sei übrigens Fritz Vahrenholt, ehemaliger CEO von REpower, der das Unternehmen sicherlich gerne bei der RWE sehen würde. Schließlich habe Vahrenholt im Jahr 2005 sich bereits vergeblich darum bemüht, dass Siemens REpower übernehme und das Unternehmen "deutsch" bleibe.
Die Aktie habe ein sehr starkes Momentum. Ertragstechnisch sei das Papier jedoch nicht mehr günstig.
Weitere Übernahmefantasie könnte die Repower-Aktie aber noch weiter nach oben treiben, so die Experten von "TradeCentre.de". (Analyse vom 05.05.2008) (05.05.2008/ac/a/t)
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