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QSC halten 26.02.2008
SES Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von SES Research, Jochen Reichert, stuft die Aktie von QSC (ISIN DE0005137004 / WKN 513700) weiterhin mit "halten" ein.
Der Start in das neue Geschäftsjahr für QSC sei mit einem Auftragseingang bei DSL-Leitungen in Höhe von 293 Tsd. viel versprechend (Q1/07: 92 Tsd.) verlaufen. Dies habe sich bereits im abgelaufenen vierten Quartal 2007 abgezeichnet. In Q4/07 habe United Internet erstmalig DSL-Vorleistungsprodukte bei QSC bestellt. Als Folge sei sequentiell (von Q3/07 auf Q4/07) der Umsatz im Segment Wholesale um 23% auf EUR 39 Mio. gestiegen. Darüber hinaus habe das Segment Großkunden in Q4/07 an Stärke zurück gewinnen können und habe sequentiell den Umsatz um knapp 15% auf EUR 21,5 Mio. gesteigert.
Schließlich habe zu Beginn des Jahres 2008 die Bundesnetzagentur die Deutsche Telekom aufgefordert, die Bereitstellung von DSL-Leitungen (so genannte letzte Meile) zu beschleunigen und insbesondere noch nicht abgearbeitete Aufträge auszuführen. Hintergrund: Die Deutsche Telekom sei dem Vorwurf ausgesetzt, die Bereitstellung von DSL-Leitungen, die für Wettbewerber wie QSC essentiell seien, um Endkunden an das eigene Netz anbinden zu können, bewusst zu verzögern und damit die Wettbewerber zu schädigen bzw. zu schwächen.
Auf der Umsatzebene würden die Prognosen für 2008e um 6% auf EUR 380 Mio. (Guidance QSC: EUR 385 Mio. bis EUR 405 Mio.) und in 2009e um 4% auf EUR 410 Mio. erhöht. Die EBITDA-Schätzungen für 2008 und 2009 würden dagegen unverändert bleiben. QSC gehe davon aus, in 2008 ein EBITDA in Höhe von EUR 50 Mio. bis EUR 60 Mio. zu erzielen.
Jedoch bleibe QSC auch in 2008 weiter einer hohen Wettbewerbsintensität ausgesetzt: Konkurrierende Netzbetreiber (z.B. Arcor) sollten ihre Netze für Dritte öffnen und damit bei DSL-Vorleistungen in Konkurrenz zu QSC treten. Telefonica habe massiv die Netzkapazitäten erweitert und stehe bereits heute in unmittelbarer Konkurrenz bei DSL-Vorleistungen zu QSC. Neben der Bereitstellung von DSL-Vorleistungsprodukten terminiere QSC Internettelefonie-Minuten für United Internet. SES Research gehe davon aus, dass United Internet derzeit bei drei TK-Gesellschaften terminieren lasse. Dies könnte United Internet dazu veranlassen, Preisnachlässe gegenüber QSC auszuhandeln. Unternehmenskunden würden verstärkt herkömmliche Sprachtelefonie mit Voice Over IP ersetzen. Dieser Trend dürfte sich in 2008 weiter verstärken. Dies sollte im laufenden Geschäftsjahr zunächst den Umsatz belasten.
T-Systems habe im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 versucht mit einem aggressiven Pricing Unternehmenskunden zurückzugewinnen. Auch wenn sich der Preisdruck in 2008 abschwächen sollte, sei davon auszugehen, dass die Branche anhaltend von rückläufigen Preisen geprägt sein sollte.
Die anhaltend hohen Risiken würden sich auch im neuen Bewertungsszenario widerspiegeln: Im DCF-Ansatz bleibe zwar die steadystate EBIT-Marge bei 10% (2010e bis 2020e), jedoch werde die durchschnittliche Wachstumsrate für den Umsatz von 8,5% auf 3,5% reduziert. Das neue DCF-basierte Kursziel laute EUR 2,35.
Auf Grund der vier Risikofaktoren, weitere Netzbetreiber dürften ihre Netze für DSL-Vorleistungsprodukte öffnen, Substitution von Sprachtelefonie mit VOIP, anhaltend hoher Preisdruck bei Unternehmenskunden und mögliche Preisrisiken bei VOIP-Terminierung bleibt das Rating für die QSC-Aktie unverändert "halten" bei einem neuen Kursziel von EUR 2,35 (alt: EUR 3,20), so die Analysten von SES Research. (Analyse vom 26.02.2008) (26.02.2008/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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