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Conergy verkaufen 07.02.2008
AC Research
Westerburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst Henning Wagener von AC Research senkt sein Rating für die Aktien von Conergy (ISIN DE0006040025 / WKN 604002) von zuvor "reduzieren" auf jetzt "verkaufen".
Die Gesellschaft habe vorläufige Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2007 bekannt gegeben.
Demnach habe das Unternehmen die vorläufigen Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 93 Millionen Euro auf 845 Millionen Euro gesteigert. Nach neuer Rechnung, nach der die Bilanzierungsmethode für fortzuführende Großprojekte geändert worden sei, habe der Umsatzanstieg bei 30 Millionen Euro auf 712 Millionen Euro gelegen. Der Rohertrag sei gleichzeitig um 13 Millionen Euro auf 94 Millionen Euro gesunken. Das EBIT habe sich um 229 Millionen Euro auf nun -210 Millionen Euro verschlechtert. Der Nachsteuerverlust habe sich auf 194 Millionen Euro belaufen.
Die vorgelegten vorläufigen Zahlen hätten deutlich unter den Erwartungen der Analysten von AC Research gelegen. Dabei habe die Gesellschaft ihre erst im Dezember gesenkte Prognose für den EBIT-Verlust von 150 bis 200 Millionen Euro noch verfehlt.
Des Weiteren habe die Gesellschaft bekannt gegeben, von der Commerzbank und Dresdner Kleinwort eine Zusage über eine Zwischenfinanzierung in Höhe von 240 Millionen Euro erhalten zu haben. Die zusätzlichen finanziellen Mittel wolle der Konzern im Wesentlichen für den laufenden Liquiditätsbedarf, notwendige Investitionen, den frühzeitigen Materialeinkauf für die Solarfabrik in Frankfurt (Oder) und für Vorfinanzierungen von Projekten der Tochtergesellschaft EPURON einsetzen. Zur Rückführung der Zwischenfinanzierung sei in erster Linie noch im laufenden Jahr eine Kapitalerhöhung im Umfang von rund 250 Millionen Euro vorgesehen. Einzelheiten hinsichtlich des Zeitpunktes oder der Konditionen der Kapitalerhöhung würden aber noch nicht feststehen.
Für das laufende Geschäftsjahr 2008 rechne der Konzern unter Berücksichtigung von wesentlichen Einmal- und Sondereffekten sowie Abschreibungen bei einem Umsatzanstieg auf über eine Milliarde Euro mit einem negativen EBIT in einem deutlich zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Der Vorsteuergewinn werde durch erheblich steigende Zinszahlungen zusätzlich belastet werden.
Insgesamt befinde sich das Unternehmen derzeit in einer kritischen Lage. Zwar scheine die Liquidität vor dem Hintergrund der gewährten Zwischenfinanzierung zunächst gesichert. Auf der anderen Seite sei aber zu befürchten, dass auch die Lieferanten die Zahlungsbedingungen für Conergy verschärfen würden. Zudem habe die Gesellschaft durch das katastrophale Abschneiden im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 sowohl bei Aktionären als auch bei potenziellen Kunden einen deutlichen Imageschaden erlitten. Dies könne sich in den kommenden Quartalen erheblich negativ auf die weitere operative Geschäftstätigkeit des Konzerns auswirken.
In den kommenden Monaten müsse sich der Konzern vor allem auf die Umstrukturierung konzentrieren. Dabei wolle sich das Unternehmen zukünftig auf das Solargeschäft fokussieren und sich von den Aktivitäten in den Bereichen Biomasse und Solarthermie trennen. Zudem plane Conergy, sich von der Produktion von Windanlagen zu trennen. Allerdings würden über die Tochter EPURON weiter Windparks projektiert.
Beim gestrigen Schlusskurs von 13,16 Euro erscheine das Unternehmen vor dem Hintergrund der sehr schwachen Zahlen für 2007 und des enttäuschenden Ausblicks für 2008 ambitioniert bewertet. Zudem sei durch die angekündigte Kapitalerhöhung mit einer massiven Gewinnverwässerung zu rechnen. Insgesamt sehe man auf dem aktuellen Kursniveau bei einem Investment in die Aktie ein negatives Chance-Risiko-Verhältnis.
Die Analysten von AC Research senken ihr Rating für die Aktien von Conergy von zuvor "reduzieren" auf jetzt "verkaufen". (Analyse vom 07.02.2008) (07.02.2008/ac/a/t)
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