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Conergy verkaufen


12.12.2007
SES Research

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Dr. Karsten von Blumenthal, Analyst von SES Research, empfiehlt die Aktie von Conergy (ISIN DE0006040025 / WKN 604002) nach wie vor zu verkaufen.

Conergy habe die Guidance für 2007 erneut gesenkt. Das bisherige Umsatzziel von EUR 1 Mrd. dürfte nicht mehr erreicht werden. Statt eines EBIT von ca. EUR 40 Mio. gehe der Vorstand jetzt von einem EBIT zwischen EUR -150 und -200 Mio. aus. Wesentliche Gründe für das deutlich schlechtere Ergebnis seien ein signifikant schlechteres operatives Ergebnis, eine geänderte Bewertungsmethode bei Großprojekten, Abschreibungen bei verschiedenen Aktiva-Posten (SESe: Vorräte und Forderungen) sowie Kosten für das geplante Restrukturierungsprogramm.

Conergy plane, sich auf das Fotovoltaikgeschäft zu konzentrieren. Die Bereiche Biomasse und Solarthermie inklusive Wärmepumpen sollten verkauft werden (SESe Umsatzanteil in 2007: 5 bis 10%).

Ab dem 1. Januar 2008 werde eine Holdingstruktur mit den drei eigenständig operierenden Sparten - Components (Produktionsbereiche inkl. Solarfabrik), Sales & Systems (Conergy und Suntechnics) und Projects (Epuron) - geschaffen. Das Restrukturierungsprogramm sehe die Entlassung von 500 Mitarbeitern vor.

Die neue Holdingstruktur teile Conergy in eine Produktionssparte, eine Vertriebssparte und eine Projektsparte auf. Diese Unternehmensstruktur sollte der Neuaufstellung des Unternehmens gerecht werden. Die Zusammenlegung der bisherigen Sparten Conergy und Suntechnics bündle den Vertrieb an Großhändler, Projekt- und Endkunden. Die neu geschaffene Sparte Components bündle die Produktionsaktivitäten, die seit dem Bau der Solarfabrik in Frankfurt/Oder einen deutlich höheren Stellenwert im Unternehmen hätten.

Der geplante Verkauf der Bereiche Biomasse und Solarthermie sei ein erster Schritt hin auf die Ausrichtung als reines integriertes Fotovoltaikunternehmen. Conergy nehme damit Abstand von der bisherigen Strategie, sich als integrierter Anbieter aller erneuerbaren Energien aufzustellen, der das komplette Portfolio erneuerbarer Energien aus einer Hand vertreiben könne. Der Verkauf des Bereichs Biomasse dürfte schwierig werden, da Conergy in diesem Bereich auch Biotreibstoffanlagen projektiere, die angesichts der derzeitigen Überkapazitäten bei Biodiesel und Bioethanol nur zu niedrigen Preisen zu verkaufen sein dürften. Das Windgeschäft wolle Conergy vorerst behalten, ein späterer Verkauf sei aber nicht ausgeschlossen.


Der Vorteil der neuerlichen Umsatz- und Gewinnwarnung liege darin, dass die hohe Unsicherheit über die gegenwärtige Lage des Unternehmens jetzt ein Stück weit habe abgebaut werden können.

Allerdings sei die aktuelle Lage des Unternehmens noch schlechter als bisher von SES Research angenommen. Statt eines leicht negativen EBIT werde Conergy ein sehr hohes negatives EBIT zwischen EUR -150 Mio. und -200 Mio. ausweisen. Offensichtlich seien umfangreiche Bilanzberichtigungen notwendig gewesen. Außerdem laufe das operative Geschäft noch einmal deutlich schlechter als bisher angenommen - und das im traditionell starken vierten Quartal, das den größten Umsatzanteil (2006: 49%) beisteuere.

Zwar habe das Management für 2007 reinen Tisch gemacht, aber für 2008 würden die Risiken bestehen bleiben: Das Unternehmen habe bisher keine Guidance für das nächste Jahr gegeben. SES Research rechne mit einem Umsatzrückgang und einem negativen EBIT in Höhe von EUR -18 Mio. Im Jahr 2008 sollte in Deutschland eine kräftige Nachfrage nach Fotovoltaikprodukten vorherrschen, da die geplante Senkung der Einspeisevergütungen zu Vorzieheffekten führen sollte. Gerade in diesem Jahr dürfte Conergy noch sehr mit sich selbst beschäftigt sein und die Marktpotenziale nicht voll ausschöpfen können.

Die Kosten des Restrukturierungsprogramms seien nach wie vor nicht absehbar. Das erste Quartal sei traditionell umsatzschwach und weise eine hohe Working-Capital-Quote auf (Q1 2006: 216% des Umsatzes), die die Liquidität belaste. Hinzu komme, dass Ende Februar die zusätzliche Kreditlinie über EUR 30 Mio. auslaufe. Die integrierte Solarfabrik in Frankfurt/Oder scheine deutlich hinter dem Plan zu liegen und als Margentreiber für 2008 weitgehend auszufallen. Bisher dürfte nur der letzte Produktionsschritt, die Modulfertigung, komplett errichtet und funktionstüchtig sein.

SES Research passe ihre Prognosen für 2007 und die Folgejahre nach unten an. Das Kursziel laute weiterhin EUR 10,00, da ein Teil der Unsicherheit über die weitere Entwicklung des Unternehmens jetzt beseitigt sei. Daher sei das Beta von 2,3 auf 2,0 zurückgenommen worden.

Aufgrund der weiter vorhandenen Risiken empfehlen die Analysten von SES Research weiterhin, die Aktie von Conergy zu verkaufen. (Analyse vom 12.12.2007) (12.12.2007/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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