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510300 |
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ADVA kaufen 09.11.2007
SES Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Malte Schaumann, Analyst von SES Research, empfiehlt die Aktie von ADVA (ISIN DE0005103006 / WKN 510300) nach wie vor zu kaufen.
Bei marginal geringer als erwartet ausgefallenen Umsätzen im dritten Quartal habe ADVA ein über der Prognose liegendes Pro-forma-EBIT berichten können. Das von ADVA angegebene Pro-forma-EBIT sei um liquiditätsneutrale Aufwendungen für Abschreibungen aus Unternehmenserwerben (EUR 2 Mio.) sowie Aufwendungen für Aktienoptionen (EUR 0,7 Mio.) bereinigt worden. Für das Gesamtjahr habe ADVA die Umsatzprognose von mindestens EUR 267 Mio. auf EUR 258 bis 263 Mio. reduziert. Dies resultiere aus einer temporär schwächeren Nachfrage im dritten Quartal sowohl in den USA als auch in Europa. ADVA habe bestätigt, dass sich bereits in Q4 die US-Nachfrage wieder deutlich belebe. Auch das Wachstum in Europa sollte kurzfristig wieder einsetzen.
Nachdem ADVA bereits mit der Berichterstattung des zweiten Quartals die Ergebnisprognose für das laufende Jahr habe korrigieren müssen, stoße die diesmalige Korrektur der Top-Line negativ auf. Ein Teil dieser Korrektur sei auf Unsicherheiten in Bezug auf den wichtigsten Kunden British Telecom zurückzuführen. Zwar werde auch dieser sein Next-Generation-Netzwerk weiter ausbauen, eine konjunkturell schwächere Entwicklung in UK könne dies jedoch verzögern. Allerdings: In einem Markt, der mit durchschnittlich 20% p.a. wachse und in dem Teilsegmente eine CAGR von 45% p.a. aufweisen würden und das Nachfrageverhalten sich teilweise kurzfristig ändere, sei die Visibilität des Wachstums naturgemäß eingeschränkt.
Unverändert gelte generell: Die Wachstumstreiber seien intakt. Netzwerkbetreiber müssten ihre Netze angesichts steigender Bandbreitenanforderungen von reinen Sprach/Daten-Netzwerken zu Videonetzwerken konvergieren. Dies bedinge hohe Investitionen in die Infrastruktur. Ethernet-Netzwerke würden dabei geringere Investitionen bei hoher Flexibilität und Skalierbarkeit ermöglichen. Über die kommenden drei Jahre resultiere hieraus ein Marktwachstum von mehr als 20% in den von ADVA fokussierten Märkten.
Die Analysten hätten ihre Wachstumserwartung für 2008 leicht auf +16,4% yoy reduziert und würden hiermit ein erst ab dem zweiten Quartal wieder einsetzendes stärkeres Wachstum antizipieren. Weiteren Investitionen in F&E sowie Vertrieb & Marketing stehe ein leichter operativer Leverage durch die Verwaltungskosten gegenüber. Die Pro-forma-Marge sollte von 6,3% in 2007 auf rund 8% in 2008 gesteigert werden (ADVA Guidance: 8 bis 8,5%). Mit einem verstärkten operativen Leverage würden die Analysten das Ziel von ADVA als realistisch ansehen, in 2009 wieder auf ein Margenniveau von 10 bis 13% zurückkehren zu können.
Obwohl die Analysten keinen Grund sehen würden, warum AVDA nicht am erwarteten Marktwachstum (über 20%) mindestens partizipieren sollte, hätten sie die Wachstumsrate in 2009 nochmals mit 15,6% konservativ angesetzt. Mit einer erwarteten Bruttomarge von 10% bleibe man ebenfalls am unteren Rand. Hier bestehe signifikanter Spielraum zum Übertreffen der Erwartungen.
Die tatsächlichen Ergebnisgrößen seien in hohem Maße durch die Abschreibungen auf aktivierte Vermögensgegenstände aus Akquisitionen in Höhe von rund EUR 9 Mio. in 2007 und EUR 5,5 Mio. in 2008 beeinflusst. Für 2007 würden die Analysten eine Abwertung auf immaterielles Vermögen in Höhe von EUR 2,5 Mio. für den Standort in Stockholm berücksichtigen.
Um das weitere Wachstum strukturell absorbieren zu können, habe ADVA den Vorstand nochmals erweitert. Christian Unterberger, mit langjähriger Tätigkeit für Siemens und Nokia Siemens, übernehme die Verantwortung für den Vertrieb. Eine Bereicherung stelle auch der Wechsel des CFO dar. Jaswir Singh mit mehr als 20-jähriger Branchenerfahrung, zuletzt bei Nokia Americas, übernehme ab sofort die Verantwortung für den Bereich Finanzen.
Kurzfristig stehe für ADVA im Vordergrund, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Spätestens ab dem zweiten Quartal 2008 sollten die hohen Wachstumsperspektiven wieder in den Vordergrund rücken. Gleichzeitig bleibe die graduelle Verbesserung der Ergebnisqualität von Relevanz. Durch die jüngste Übernahme von Atrica durch Nokia Siemens Networks könnten Übernahmespekulationen etwas in den Hintergrund rücken.
Das Kursziel auf Basis eines DCF-Modells laute unverändert EUR 8,30 je Aktie. Die Modellannahmen würden mit einer CAGR von 14% im Zeitraum von 2008 bis 2010 auf Basis von 2007 nicht die volle Ausschöpfung der sich bietenden Marktpotenziale zugrunde legen. Ein EV/Sales-Multiplikator von 1,1 für das laufende Jahr signalisiere aus der Sicht der Analysten angesichts der hohen Wachstumspotenziale und des überproportionalem Ergebniswachstums Bewertungsspielraum. Ein Bewertungspotenzial von rund 50% sei aus der Sicht der Analysten äußerst attraktiv.
Das Rating der Analysten von SES Research für die Aktie von ADVA lautet weiterhin "kaufen". (Analyse vom 09.11.2007) (09.11.2007/ac/a/t) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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