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SOLON Rücksetzer nutzen


09.11.2007
Geldanlage-Report

Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Geldanlage-Report" empfehlen bei der Aktie von SOLON (ISIN DE0007471195 / WKN 747119) jeden Rücksetzer zum Kauf zu nutzen.

Was hätten sich SOLON-Aktionäre nicht alles anhören müssen: Dramatische Überbewertung, typischer Short-Kandidat, eine Million Aktien würden nach der Begebung einer Wandelanleihe auf den Markt kommen, die Kapitalerhöhung dürfte nur zu einem schlechten Kurs am Markt platziert werden können etc. Analysten hätten sich im Sommer mit Verkaufsempfehlungen überschlagen. Die US-Analysten Jefferies & Co. hätten noch Ende August ein Kursziel von nur 39 Euro gesehen und die Aktie auf "verkaufen" gestuft.

Die Realität sehe indes anders aus: Nicht nur, dass die Aktie von Hoch zu Hoch steige und am Donnerstag in der Spitze bis auf 94 Euro geklettert sei. Das alleine spreche nicht unbedingt für die Qualität einer Aktie. Auch eine Solarvalue, die operativ bisher vor allem durch nicht eingehaltene Versprechungen und Strategieänderungen aufgefallen sei, steige.

Bei SOLON steige mit dem Kurs aber auch das Handelsvolumen an, was darauf hindeute, dass viele institutionelle Anleger großes Interesse an dem Papier hätten. Kein Wunder, sei die Aktie doch bereits seit längerem ein fester Bestandteil des größten deutschen Technologie-Index, des TecDAX 30.

Besonders würde den Experten gefallen, dass die Führungsspitze sich nicht im Geringsten von der negativen Presse verrückt machen lasse. Konsequent werde am weiteren Wachstum gefeilt. Oberstes Ziel des Solarmodul-Produzenten sei dabei die Abdeckung der gesamten Wertschöpfungskette, um kein Opfer der oben beschriebenen Siliziumknappheit zu werden. Dies gelinge am Beginn der Produktionskette durch den Abschluss von Exklusivlieferverträgen mit Solarzellenproduzenten. Besonders steche hier der Deal mit ersol Solar Energy heraus, bereits der dritte und der bisher mit Abstand größte dieser Art.

SOLON sichere sich damit Solarzellenlieferungen im Wert von bis zu drei Milliarden Euro. Er sei auf einen Zeitraum von elf Jahren ausgelegt. Somit werde das Versorgungsrisiko auf den Zellenproduzenten verlagert. Einschränkend müsse allerdings gesagt werden, dass es für Außenstehende angesichts der verständlicherweise nicht veröffentlichten Vertragsbedingungen schwer zu entscheiden sei, ob vom Deal nun ersol Solar Energy oder SOLON mehr profitiere.


Solange die Branche sich derart rasant entwickle, dürfte aber SOLON der Hauptgewinner sein. Vor Kurzem habe das Unternehmen angekündigt, die Produktionskapazitäten bis Ende 2008 auf insgesamt 500 Megawatt auszubauen. Die Analysten hätten sich angesichts des in diesem Ausmaß nicht für möglich gehaltenen Ausbaus erstaunt gezeigt und die Kursziele für die Aktie danach angehoben.

Die durch die Kapitalerhöhung gesicherten finanziellen Spielräume nutze man zur Beteiligung an strategisch wichtigen Unternehmen. Erst am Montag habe SOLON eine 41 Prozent-Beteiligung an ml&s, einem Komplettdienstleister für die Elektronikindustrie gemeldet. In den nächsten Jahren dürfte ml&s damit vor allem PV-Module produzieren.

Wenige Tage zuvor hätten die Berliner bereits ihre Beteiligung am österreichischen Solarzellenhersteller Blue Chip Energy von 19 bis auf 47 Prozent erhöht. Somit könne der Eigenanteil bei der Solarzellenproduktion vergrößert werden. Später solle dann Blue Chip in ein gemeinsames Joint Venture mit Ecoventures, einem niederländischen Beteiligungsunternehmen, eingebracht werden. Ecoventures selbst würden wiederum ihren 60%-Anteil an dem französischen Silizium-Hersteller Silicium de Provence einbringen.

Kritiker würden meinen, SOLON könnte sich mit den vielen Transaktionen etwas übernehmen. Klar sei: Durch die höhere Verschuldung steige das Risiko, wenn es nicht nach Plan laufe. Gleichzeitig steige aber durch den entstehenden Leverage-Effekt auch das Gewinnpotenzial. Im Erfolgsfall würden sich also die Margen erhöhen.

Wichtig sei aus der Sicht der Experten in erster Linie, dass eine klare Strategie hinter dem Handeln erkennbar sei. Und das sei beim Trend-Trader-Musterdepotwert ohne Zweifel der Fall. Das Unternehmen nutze die Expansionschancen in einer kommenden Multi-Milliarden-Industrie konsequent. Es setze alles daran, die Wertschöpfungskette voll abzubilden, um sich unabhängig von Zulieferern und Abnehmern zu machen.

Das Management wisse genau, dass es in der jetzigen - teilweise von Euphorie geprägten - Stimmung, das notwendige Kapital quasi nachgeschmissen bekomme und nutze dies clever aus. 08.11.07

Die Experten vom "Geldanlage-Report" raten bei der Aktie von SOLON jeden Rücksetzer zum Kauf zu nutzen. (Analyse vom 08.11.07) (09.11.2007/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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