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| DE0005103006 |
510300 |
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ADVA kaufen 26.03.2007
SES Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Malte Schaumann, Analyst von SES Research, empfiehlt die Aktie von ADVA (ISIN DE0005103006 / WKN 510300) weiterhin zu kaufen.
Im Geschäftsjahr 2006 habe ADVA eine deutliche Umsatzsteigerung um knapp 47% auf EUR 192,7 Mio. erzielt. Das operative Pro-forma-EBIT habe mit EUR 13,1 Mio. unter dem Vorjahreswert von EUR 19,1 Mio. gelegen. Operativ belastend habe die Akquisition der amerikanischen Movaz Mitte 2006 gewirkt, die in der 2. Jahreshälfte zu einer Reduktion der Bruttomargen geführt habe. Hinzu seien gestiegene Abschreibungen auf aktivierte immaterielle Vermögensgegenstände im Rahmen der Akquisition (purchase price allocation) gekommen. Pro-forma-Angaben seien um nichtliquiditätswirksame Aufwendungen für Aktienoptionen sowie für Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände aus Akquisitionen bereinigt. Die unbereinigte EBIT-Größe habe bei EUR 0,9 Mio. gelegen.
Den Ausblick für das 1. Quartal 2007 habe ADVA bereits mit Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen angegeben. Nach einer Verschiebung von Umsatzerlösen aus Q4 06 in Q1 07 falle das 1. Quartal mit einer Umsatzsteigerung von knapp 11% quarter on quarter relativ stark aus. Dabei werde eine Pro-forma-Ergebnismarge von mindestens 10% erwartet.
Für das Gesamtjahr habe ADVA eine Umsatzsteigerung auf mindestens EUR 260 Mio. in Aussicht gestellt. Die Pro-forma-EBIT-Marge solle im zweiten Halbjahr auf ein Niveau von 10 bis 13% zurückkehren. Da ADVA die eigene Guidance nur noch als erwartete Mindestgrößen publiziere, sollte dieses Mindestniveau hinreichend konservativ gewählt worden sein. Auf Gesamtjahresbasis profitiere ADVA von der erstmaligen Vollkonsolidierung von Movaz. Auf rein organischer Basis erwarte man ein Umsatzwachstum von 26%. Hiermit sollte ADVA etwas über dem Wachstum des zugrunde liegenden Marktes von rund 20% liegen.
Der Markt für Transportlösungen für optische und Ethernetnetzwerke weise auch über die kommenden Jahre unverändert hohe Wachstumsraten von rund 20% auf. Die wesentlichen Wachstumstreiber für diese hohen Wachstumsraten seien notwendige Investitionen zur Erhöhung der Bandbreite vor dem Hintergrund von zunehmenden Triple-Play-Applikationen (Daten, Sprache, Video). Insbesondere der verstärkte Trend der Übertragung von Videosignalen vor allem mit Blick auf die Einführung von IP-TV treibe die Nachfrage. Hinzu komme eine Erhöhung der Servicequalität (Flexibilität, Überwachung, Steuerung, Skalierbarkeit), mit der Netzbetreiber Dienstleistungen für ihre Kunden anbieten könnten. Auch hierfür sei eine Umrüstung der Netzwerke durch entsprechende Hardware erforderlich.
Die Analysten von SES Research würden davon ausgehen, dass ADVA als Marktführer in Europa infolge der inzwischen deutlich erhöhten Präsenz im US-Markt am Marktwachstum partizipieren werde. Der jüngste Auftrag von British Telecom für deren 21CN-Projekt verdeutliche die hervorragende kompetetive Stellung von ADVA. Ihre Umsatzprognosen für die Jahre 2008 und 2009 würden die Analysten nicht als ausgereizt ansehen. Insbesondere die Beiträge der US-Tochter Movaz hätten sie angesichts der potenziell rückläufigen Erträge aus der Kooperation mit Lucent (nach der Fusion mit Alcatel) geringer angesetzt.
Mit der Integration von Movaz sollte ADVA in der zweiten Jahreshälfte das Ziel einer pro forma EBIT-Marge von 10 bis 13% erreichen. Entscheidend hierfür sei die Erhöhung der Bruttomargen. Über die kommenden Quartale sollte ADVA hier wieder auf deutlich über 40% zulegen können. Eine wesentliche Determinante für die tatsächliche EBIT-Größe würden weiterhin Abschreibungen im Rahmen der immateriellen Vermögensgegenstände aus Akquisitionen bleiben. Diese setze ADVA mit rund EUR 9 Mio. in 2007 an. Ab dem kommenden Jahr 2008 sollte es hier eine deutlichere Entlastung geben.
Positiv wirke die Aktivierung von Entwicklungskosten, die im laufenden Jahr insbesondere in der 1. Jahreshälfte anfalle. Auf Gesamtjahresbasis werde ein Einfluss von rund EUR 5 Mio. erwartet. Allerdings falle die Aktivierungsquote bereits ab dem 2. Halbjahr deutlich geringer aus, so dass sich vorerst kein weiterer positiver Effekt ergeben werde.
Die relativ deutliche Reduzierung der EBIT-Prognose der Analysten für 2008 sei auf veränderte Annahmen der F&E-Aufwendungen zurückzuführen. Zum einen gehe man davon aus, dass ADVA für die F&E-Vollkosten zunächst ein Niveau von 13% vom Umsatz nicht wesentlich unterschreiten werde (zuvor 12%). Hiermit würden die F&E-Vollkosten rund EUR 3 Mio. höher ausfallen, als zuvor antizipiert. Zum anderen hätten die Analysten die Aktivierung von Entwicklungskosten geringer angesetzt. Das Pro-forma-EBIT erwarte man bei rund EUR 28 Mio. in 2007 und knapp EUR 33 Mio. in 2008.
Der News-Flow werde über die kommenden Quartale im Wesentlichen durch die erzielten Wachstumsraten und die Steigerung der Bruttomarge determiniert. Die wesentlichen Downsiderisiken seien eine schnellere Reduzierung der Umsätze mit Alcatel-Lucent und eine geringere Durchsetzung von Video-Applikationen, was verringerten Investitionsbedarf seitens der Netzwerkbetreiber zur Folge hätte. Über die kommenden Jahre werde ADVA weiter deutlich zweistellige Wachstumsraten aufweisen. Entscheidend bleibe die Rückkehr auf ein entsprechendes Ergebnisniveau.
Auf Basis eines DCF-Modells würden die Analysten ihr Kursziel mit EUR 9,50 je Aktie ansetzen.
Das Rating der Analysten von SES Research für die Aktie von ADVA lautet weiter "kaufen". (26.03.2007/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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