|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
EPCOS Underperformer 08.09.2005
LRP
Thomas Hofmann, Analyst der LRP Landesbank Rheinland-Pfalz, stuft die Aktie von EPCOS (ISIN DE0005128003 / WKN 512800) unverändert mit "Underperformer" ein.
Nachdem EPCOS sich nach der geplatzten TMT-Blase im letzten Geschäftsjahr wieder auf dem Weg der Normalisierung befunden habe, sei 2004/05 bisher ein herber Rückschlag gewesen. Trotz umfangreicher Maßnahmen zur Verbesserung der Rentabilität, die in der Summe im Gesamtjahr zu Kosteneinsparungen in Höhe von 150 Mio. Euro führen würden, dürfte unter dem Strich ein Verlust von knapp 60 Mio. Euro bzw. 0,90 Euro je Aktie ausgewiesen werden.
Verantwortlich gewesen bzw. seien vor allem folgende Punkte: allgemeine Nachfrageschwäche, Lagerbereinigung bei Kunden, stärker als erwartet ausgefallener Preisverfall, nachteilige Auswirkungen der Wechselkursentwicklung, überplanmäßige Aufwendungen für die Schließung des Ferrite-Werks in Bordeaux, Firmenwertabschreibung im Geschäftsbereich Ferrite (12 Mio. Euro), Wertberichtigung der aktiven latenten Steuern (25 Mio. Euro) und hohe Steuerquote aus der ungünstigen regionalen Ergebnisverteilung.
2005/06 werde EPCOS allerdings nach Erachten der Analysten der LRP wieder die Rückkehr in die Gewinnzone gelingen. Die Gründe hierfür seien neben einer Verbesserung der Branchensituation die wegfallenden ergebnisbelastenden Sondereffekte sowie weitere Produktivitätsverbesserungen, die wiederum zu dreistelligen Kosteneinsparungen aus Einkauf, Prozessoptimierung sowie Produktionsverlagerungen führen sollten. Zusätzlich erwarte man spürbare Effekte von den Hoffnungsträgern Piezo-Aktuatoren sowie Tantal Polymer Kondensatoren, die zunehmend an Umsatzdynamik gewinnen und positiv zur Ergebnisentwicklung beitragen dürften.
Im Folgejahr würden die Analysten der LRP mit einer weiteren Ergebnisverbesserung rechnen, die überwiegend von den neuen Produkten geprägt sein sollte. Der Optimismus der Analysten der LRP halte sich allerdings in Grenzen. Mit 5,5% werde die EBIT-Marge nach Erachten der Analysten immer noch deutlich unter den zweistelligen Werten aus der zweiten Hälfte der neunziger Jahre liegen. Die Bilanzrelationen würden sich vor dem Hintergrund rückläufiger Investitionen, eines weitaus weniger dynamisch steigenden Working Capital sowie steigender Mittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft schon im nächsten Geschäftsjahr wieder verbessern, nachdem sie 2004/05 deutlich an Qualität eingebüßt hätten.
Mittel- und längerfristig stelle sich für EPCOS allerdings die Frage, ob die Kapitalkosten mit der bisherigen Aufstellung des Unternehmens nachhaltig verdient werden könnten. Obwohl EPCOS in einigen Produkten/Produktgruppen eine führende Marktstellung einnehme, im Branchenvergleich eine überdurchschnittliche FuE-Quote aufweise und in ausgesprochenen Wachstumsmärkten tätig sei, sei es letztmalig 2001 gelungen den Unternehmenswert zu steigern.
Die Wertvernichtung werde dank Ergebnissteigerungen in den nächsten beiden Geschäftsjahren abnehmen, der Turnaround hin zur Wertsteigerung dürfte allerdings nicht gelingen. Erst wenn das Unternehmen stärker auf anwendungsorientierte Produkte setze und sich somit dem Preiswettbewerb im Commodity-Bereich stärker entziehe, würden die Analysten der LRP hierfür Chancen sehen. Erste Schritte in diese Richtung seien bereits unternommen worden (Ferrite), mit Blick auf die hohen Kostenbelastungen eines schärferen Einschnitts und damit verbundenen Nachteilen auf der Beschaffungsseite sei eine schnelle Lösung allerdings nicht absehbar.
Vor diesem Hintergrund orientieren sich die Analysten der LRP bei der Formulierung ihres Kursziels von 9,50 Euro per Ende 2005 weiterhin am Buchwert der Aktie von EPCOS und bewerten den Titel weiterhin mit "Underperformer".
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|