Wallstreet Ausblick: Trump-Zölle erschüttern Apple und EU - Dow Jones &
Nasdaq im Fokus
Schockwellen durch Trumps Zollhammer: Apple und EU im
Fadenkreuz
US-Präsident Donald Trump hat am Freitagmorgen zwei folgenschwere
Entscheidungen verkündet, die die Finanzmärkte in Unruhe versetzen: Ab dem 1.
Juni sollen sämtliche iPhones, die nicht in den USA gefertigt wurden, mit einem
25-prozentigen Zoll belegt werden. Parallel dazu plant Trump Strafzölle von 50
Prozent auf Produkte aus der Europäischen Union. Diese Maßnahmen treffen vor
allem Technologieriesen wie Apple, aber auch zahlreiche exportorientierte
Industrieunternehmen aus Europa.
Die Wallstreet reagierte entsprechend nervös. Die Futures auf den Dow
Jones fielen vorbörslich um -0,55 %, die auf den Nasdaq 100 sogar um -0,73 %.
Anleger beäugen insbesondere die Auswirkungen auf Lieferketten, Margen und
globale Handelsbeziehungen.
Trump-Zoll auf Apple-iPhones: Produktionsdilemma und
Kostenexplosion
Apple steht nach Trumps Anordnung unter massivem Druck. Die Aktie
verlor vorbörslich -3,44 % auf 194,60 US-Dollar. Der Großteil der iPhone-
Produktion erfolgt aktuell in China, mit wachsendem Anteil in Indien. Eine
Verlagerung der Fertigung in die USA würde laut Analyst Dan Ives (Wedbush)
den Stückpreis auf etwa 3.500 US-Dollar treiben. Derzeit liegt der Preis für das
iPhone 16 Pro bei rund 1.000 US-Dollar.
Die Trump-Regierung begründet den Schritt mit dem Ziel, mehr heimische
Produktionskapazität zu schaffen. Das Risiko für Apple: Absatzprobleme durch
steigende Preise, Druck auf die Gewinnmargen und geopolitische Spannungen
mit China. Analysten rechnen mit erheblichen Auswirkungen auf Umsatz und
Profitabilität.
Trump-Zollschock gegen die EU: 50 % Aufschlag für
Exportprodukte
Ebenso folgenschwer ist die Ankündigung von 50% Zöllen auf EU-
Produkte. Betroffen sind insbesondere deutsche Automobilhersteller,
Maschinenbauer und Chemiekonzerne. Die Märkte antizipieren starke
Auswirkungen auf Exportumsätze und Industrieproduktion in der EU.
Die europäischen Börsen gaben deutlich nach. In Deutschland verlor der
DAX bis zum Mittag -1,85 % auf 23.553,90 Punkte. Aktien wie BMW, Mercedes-
Benz, BASF und Siemens zählten zu den großen Verlierern. Die Anleger stellen
sich auf eine Phase wirtschaftlicher Unsicherheit und sinkender
Unternehmensgewinne ein.
Dow Jones vorbörsliche Gewinner und Verlierer des Tages
- Gewinner:
- Pfizer (US7170811035, 852009, PFE): +1,55 % – Geringe Abhängigkeit
von Zöllen und starker Q1-Ausblick. - Chevron (US1667641005, 852552, CVX): +1,20 % – Profitiert von
steigenden Ölpreisen, unabhängig von EU-Handel. - Johnson & Johnson (US4781601046, 853260, JNJ): +1,12 % – Stabiler
Gesundheitssektor, geringe EU-Abhängigkeit.
- Verlierer:
- Apple (US0378331005, 865985, AAPL): -3,44 % – 25 % Zoll auf
ausländische iPhones belasten massiv. - Caterpillar (US1491231015, 850598, CAT): -2,05 % – Starke Exporte
nach Europa, empfindlich für Zölle. - Boeing (US0970231058, 850471, BA): -1,95 % – EU-Markt wichtig für
Flugzeugauslieferungen.
Nasdaq100 vorbörsliche Gewinner und Verlierer des Tages
- Gewinner:
- Vertex Pharmaceuticals (US92532F1003, 882807, VRTX): +1,85 % –
Biotech-Titel immun gegen Zölle. - Regeneron Pharmaceuticals (US75886F1075, 881535, REGN): +1,52 %
– Keine China-Produktion, starker Ausblick.
- Verlierer:
- Apple (US0378331005, 865985, AAPL): -3,44 % – Zentrales Ziel der
neuen Zollpolitik. - Qualcomm (US7475251036, 883121, QCOM): -2,75 % – Eng verflochten
mit asiatischer Lieferkette. - NVIDIA (US67066G1040, 918422, NVDA): -1,90 % – Mögliche
Einbrüche bei Europa-Verkäufen.

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