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Energiekontor nicht zeichnen 18.05.2000
GoingPublic-Online
Noch bis zum 23. Mai können die Aktien der Energiekontor AG (WKN 531350) laut GoingPublic innerhalb einer Bookbuildingspanne von 28 bis 32 Euro gezeichnet werden.
Die erstmalige Handelsaufnahme am Neuen Markt ist den IPO-Experten zufolge für den 25. Mai vorgesehen. Der Börsengang werde von NordLB (Lead), Société Générale sowie Merck Finck & Co. begleitet.
Emittiert würden 0,88 Mio. Aktien, die zu 80 % aus einer Kapitalerhöhung stammen. Darüber hinaus stehe ein Greenshoe von weiteren 0,1 Mio. Aktien bereit. Nach Ausübung der Mehrzuteilungsoption liege der Free Float bei knapp 28 %.
Die 1990 gegründete Energiekontor AG plane und finanziere Windparks in Deutschland, Griechenland und Portugal. Das Leistungsspektrum erstrecke sich dabei von der Standortwahl über die technische Planung bis hin zur Abwicklung der Genehmigungsverfahren und der Finanzkonzeption. Den Betrieb der Windparks übernehmen Gesellschaften, deren Anteile Energiekontor noch während der Projektdurchführung an private Investoren verkauft, so GoingPublic.
Der Erlös habe im letzten Jahr bei 33,2 Mio. Euro gelegen. Im laufenden Geschäftsjahr sei ein Anstieg auf rund 80 Mio. Euro geplant, bei einem Ergebnis je Aktie von 1,49 Euro. 2001 strebe das Unternehmen eine Umsatzausweitung auf ca. 130 Mio. Euro sowie einen Ergebnisanstieg auf 2,38 Euro pro Aktie an.
Einen Ausgabepreis von 32 Euro angenommen, ergebe sich zur Emission ein KGV auf Basis 2001 von 13,4. Angesichts eines geplanten Ergebniswachstums bis 2002 (CAGR) von durchschnittlich 41 % p.a. sei dies eine nicht übertriebene Bewertung. Der bereits notierende Wettbewerber Plambeck werde derzeit mit dem 20fachen des für 2001 erwarteten Gewinns bewertet. Dabei müsse allerdings berücksichtigt werden, daß Plambeck neben dem Projektgeschäft im Stromhandel aktiv sei. Dies sei um so bedeutsamer, als das Gesetz zu erneuerbaren Energien (EEG), das die Attraktivität von Windkraftprojekten maßgeblich beeinflusse, noch geprüft werde. Das Gesetz lege die Einspeisungspreise für Windparkbetreiber auf 5 Jahre fest. Würden diese zu niedrig angesetzt, könne dies bei Energiekontor zu starken Umsatzeinbußen führen.
Mit einem Engagement sollte daher nach Meinung der Experten bis zur Inkrafttretung des EEG abgewartet werden. Falle dieses positiv aus, dann böte sich auch ein Engagement in Energiekontor an.
18.05.2000 d+s online zeichnen GoingPublic
Vom 17. bis zum 19. Mai können interessierte Anleger Aktien der d+s online AG (WKN 533 680) in einer Spanne von 22 bis 25 Euro zeichnen, so GoingPublic.
Angeboten werden den IPO-Experten zufolge 1,76 Mio. Stückaktien, von denen 1,65 Mio. aus einer Kapitalerhöhung und 110.000 aus dem Besitz der Altaktionäre stammen. Darüber hinaus bestehe die Möglichkeit, einen Greenshoe in Höhe von 165.000 Aktien aus einer Kapitalerhöhung zu plazieren. Inklusive der Mehrzuteilungsoption werde der Free Float nach der Emission bei rund 33 % liegen. Am 23. Mai solle d+s online zum ersten Mal am Neuen Markt gehandelt werden. Neben dem Konsortialführer DG Bank gehörten die BfG Bank und VEM Virtuelles Emissionshaus zum Konsortium.
Die in Hamburg ansässige d+s online AG sei in zwei Geschäftsfeldern tätig. Im Bereich e-Commerce vertreibe das 1984 gegründete Unternehmen Software-Lösungen für den Aufbau und den Betrieb von Internet-Shops an. Zu den Kunden zählen hier Stella, Bauhaus und Einkauf24. Auf dem zweiten Tätigkeitsgebiet Communication Center biete d+s online Call Center- und Service-Dienstleistungen für Kunden wie die Deutsche Telekom, Gruner+Jahr und DeTeMedien an. In Zukunft sollten beide Bereiche unter dem Begriff "e-Transaction-Center" verschmelzen. Geplant sei die Einführung einer Internet-Plattform, die den Kunden individuelle Informationen gebe, während sie im Internet einkauften. Eine intelligente Software erkenne, wann ein Kunde Hilfe bei der Auswahl oder der Bestellung von Produkten benötige. Per Videoübertragung werde dann ein Kundenbetreuer live auf den Bildschirm des Nutzers zugeschaltet. Auf Wunsch rufe der Betreuer beim Nutzer an und könne ihn per Telefon weiter durch das Internet-Angebot führen. Allerdings seien für diesen Dienst zwei Telefonleitungen, wie sie etwa bei ISDN zur Verfügung gestellt würden, notwendig.
Im Jahr 1999 habe d+s online einen Gewinn von 0,47 Mio. Euro bei einem Umsatz von 13,5 Mio. Euro erzielt. Im laufenden Jahr würden aufgrund verstärkter Investitionen Verluste von 2,2 Mio. Euro und Erlöse von 33 Mio. Euro erwartet. Im kommenden Jahr dürfte den Experten zufolge der Umsatz 62 Mio. Euro und der Fehlbetrag 0,7 Mio. Euro betragen. 2002 solle wieder die Gewinnzone mit einem Jahresüberschuss von 4 Mio. Euro bei Umsätzen von 105 Mio. Euro erreicht werden. Mit dem Emissionserlös wolle das Unternehmen vor allem Akquisitionen und den Ausbau der Marketing- und Vertriebsaktivitäten finanzieren.
Die d+s online AG verfolge mit der Kombination von e-Commerce-Produkten und telefonischen Service-Dienstleistungen eine vielversprechende Strategie. Durch die breite Produktpalette könne das Unternehmen seinen Kunden umfassende und individuelle Lösungen für den Handel über das Internet bieten. Die Idee einer personalisierten Online-Hilfe für Nutzer dürfte nicht nur zu einer höheren Kundenzufriedenheit führen, sondern auch die Umsätze der Online-Shops steigern, so GoingPublic. Viele Transaktionen kämen heute nicht zustande, weil technisch unerfahrene Kunden an der Bedienung der Internet-Seiten scheiterten.
Am oberen Ende der Bookbuilding-Spanne liege das KUV auf Basis des Umsatzes des Jahres 2001 bei rund 2,2. Aufgrund der geplanten Wachstumsraten von etwa 60 % p.a. bis zum Jahr 2004 bei den Erlösen erscheine diese Bewertung gerechtfertigt. Daher rät GoingPublic trotz des verhaltenen Starts des vorbörslichen Handels zur Zeichnung der Aktien.
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