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buch.de spekulativ 04.11.1999
AC Research
Die Analysten von AC Research sehen in den Aktien der buch.de AG (WKN 520460) neben guten Chancen nicht unerhebliche Risiken und raten deshalb nur spekulativ eingestellten Investoren zur Zeichnung.
Der Titel werde ab dem 8. November am Neuen Markt in Frankfurt notiert sein. Nur noch bis einschließlich heute könnten interessierte Anleger die Papiere in einer Spanne von 8 bis 10 Euro zeichnen. Im Konsortium seien die NordLB, HSBC Trinkaus sowie M.M. Warburg.
buch.de, ein Zusammenschluß 30 kleinerer Verlage und 20 Buchhändler, sei mit aktuell 40 000 Kunden, 15 000 bestellten Büchern monatlich und einem Marktanteil von ca. 2,5% die Nummer 4 in einer Branche, die in den nächsten Jahren rasantes Wachstum verzeichnen und allein hierzulande die Umsätze in den nächsten drei Jahren auf etwa 1 Mrd. DM verfünffachen dürfte. Man selbst verspreche sich hierbei einen Erlösanstieg von 0,35 Mio. Euro in `98 auf rund 5 Mio. Euro im nächsten Geschäftsjahr.
Für das Unternehmen spreche neben einer etwa vier Millionen Einträge umfassenden Buchdatenbank, die u.a. zahlreiche internationale Titel sowie eine große Menge teurer Fachliteratur beinhalte, auch eine schnelle Suchmaschine. Außerdem habe die große Buchhandelskette und Douglas-Tochter bei Phoenix-Montanus erst kürzlich ihren Anteil an der noch kleinen Firma um fünf auf 19 Prozent aufgestockt, so daß auch in Zukunft niedrige Preise und schnelle Lieferungen gewährleistet werden sollten. Mit dem Emissionserlös, bis zu 20 Millionen Euro, die in erster Linie dem Unternehmen zuflössen, beabsichtige man, ins deutschsprachige Ausland sowie nach Italien, Frankreich und in die Niederlande zu expandieren, und die Angebotspalette auf die Bereiche CDs und DVDs auszuweiten.
Nicht zu unterschätzende Risiken bestünden jedoch z.B. in der Tatsache, daß das Erreichen der Gewinnschwelle zwar für das Jahr 2001 geplant, dies jedoch noch nicht abzusehen sei. Zudem sei die Konkurrenz im Online-Buchmarkt mit finanzstarken und etablierten Konkurrenten wie dem Branchenprimus Amazon, bol.de (Bertelsmann) oder auch buecher.de fast übermächtig, und den Beweis, daß in der Branche neben hohen Umsätzen auch echte Gewinne erwirtschaftet werden können, sei zuletzt sogar die Nummer 1 mit seinen enttäuschenden Quartalszahlen schuldig geblieben.
Insgesamt erschienen die geplanten Umsatzwerte dank der aussichtsreichen Kooperation mit Phoenix-Montanus zwar durchaus erreichbar, und auch die zur Emission erreichte Umsatzbewertung sei mit einem Faktor von 16 im Vergleich zur Konkurrenz nicht zu teuer, jedoch stelle sich hier immer wieder die Frage, ob nicht die gesamte Branche aufgrund des immensen Margendrucks überbewertet sei und die Gewinnerwartungen, auf die es letztendlich ankomme, erfüllt werden könnten. Alles in allem sollten Positionen nur von spekulativen, risikobewußten Anlegern aufgebaut werden, so die Analysten, und diese auch nur zu Kursen bis 10 Euro.
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