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Tiscon zeichnen


07.10.1999
Wirtschaftswoche

Eine Zeichnungsempfehlung sprechen die Analysten der Wirtschaftswoche für die Aktien der Tiscon AG (WKN 745880) aus.

In letzter Zeit seien v.a. die Kurse von Informationstechnik (IT)-Dienstleistern gefallen. Auf den ersten Blick habe Tiscon also eher schlechte Karten: Das Unternehmen sei ein klassisches IT-Haus, das für Kunden wie Hewlett-Packard oder Debis Software entwickele und installiere.


Vorstand Reinhold Holstein habe keine Angst, den Börsengang verschieben zu
müssen – dank seines Hoffnungsträgers Chameleon. Chameleon sei eine Art Internet-Suchmaschine und Datenbank für die Industrie, die Einkäufern 80 Prozent ihrer Suchkosten sparen solle. Bisher habe ein Unternehmen im Schnitt 600 Faxe und Emails verschicken müssen, ehe es eine Bezugsquelle für ein Produkt gefunden habe. Das koste viele Gesellschaften Millionen, rechne Vorstand Holstein vor. Chameleon unterstütze die direkte Suche nach Produkten, Rohstoffen und Dienstleistungen – weltweit und über alle Branchen, so Holstein.

Entwickelt worden sei es mit dem Maschinenbaukonzern Voith Sulzer, der jährlich Produkte im Wert von rund einer Milliarde Euro einkaufe. Dessen Manager hätten ihre wichtigsten Lieferanten überredet, ebenfalls in die Datenbank zu gehen.

Gespräche mit anderen Industriekonzernen liefen laut Holstein vielversprechend.
Bis Jahresende wolle Tiscon Anbieter mit einem Einkaufsvolumen von 25 Milliarden Euro angeschlossen haben.

Den 1999er Umsatz von knapp 18 Millionen Euro wolle Holstein bis 2001 verdreifachen. Rund 17 von insgesamt 51 Millionen Euro solle dann Chameleon beisteuern. Der Tiscon-Vorstand lasse allerdings durchblicken, daß die Gewinne
eher vorsichtig kalkuliert wurden, da Chameleon erhebliches Potenzial habe. Floppe der Service, bleibe dem Anleger noch ein Softwarewert mit gesunder Substanz, der 1998 immerhin schon 2,6 Millionen Euro Gewinn vor Steuern gemacht habe. Ein Kurs/Gewinn-Verhältnis auf Basis des Gewinns im Jahr 2000 von rund 45 wäre allein dafür zur Zeit aber zu hoch. Anleger, die zeichneten, gingen also eine Wette auf den Erfolg von Chameleon ein.




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