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Lignum nicht zeichnen 25.06.2001
more-IPO.de
Die Experten von „more-IPO.de“ empfehlen die Aktien von Lignum (WKN 529720) nicht zu zeichnen.
Auf den ersten Blick erscheine der Börsengang der Lignum Technologie AG moderat gepreist. Die Preisspanne sei auf 12,00 bis 15,00 Euro festgelegt worden, ursprünglich seien um die 20 Euro angedacht gewesen. Damit sei man jetzt mit rund 403 bis 504 Mio. Euro bewertet. Lignum habe im vergangenen Jahr einen Umsatz von 718 Mio. Euro erwirtschaften können, wobei ein EBIT von 64,6 Mio. Euro verzeichnet worden sei. Damit würden KGV und KUV allesamt sehr moderate Eckdaten aufweisen.
Aber auf den zweiten Blick offenbare sich, dass bei der Emission, bei der insgesamt (inklusive Greenshoe) 13.950.568 Aktien ausgeschüttet würden, nur 4,47 Mio. Papiere aus einer Kapitalerhöhung stammen, der Rest stamme aus den Schatullen der Altaktionäre. Im günstigsten Fall würden für den schwäbischen Holzmaschinenbauer selbst nur rund 70 Mio. Euro übrigbleiben.
Die Experten stellen die Frage, was man mit so „wenig“ Geld eigentlich anfangen will. Vor allem angesichts von 158 Mio. Euro Verbindlichkeiten. Die Erlöse würden noch nicht einmal ausreichen, um die Verschuldung abzubauen, geschweige denn großartige Expansionspläne umzusetzen. Die Zeichnungsfrist laufe vom 19. Juni bis 2. Juli.
Nach Einschätzung der Experten könnte die Aktie für konservative Anleger interessant sein, da es eine berechtigte Hoffnung auf spätere Aufnahme in den MDAX gebe. Alle anderen sollten das Papier dagegen vergessen - nicht zeichnen.
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