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Lignum Technologie nicht zeichnen


22.06.2001
Aktienservice Research

Die Analysten von Aktienservice Research empfehlen derzeit die Aktien von Lignum Technologie (WKN 529720) nicht zu zeichnen.

Lignum beschäftige derzeit 5.267 Mitarbeiter, sei Ende 1999 aus dem Zusammenschluss der Homag und IMA entstanden und sei mit einem Marktanteil von 24 Prozent der weltweit führende Hersteller von Maschinen für die holzverarbeitende Industrie. Rund 70 Prozent ihres Umsatzes erziele die in über 60 Ländern der Welt präsente Lignum-Gruppe im Ausland. Als Holding basiere das Geschäftsmodell der Lignum auf drei Säulen. Neben den beiden großen Maschinenbaueinheiten von Homag und IMA ergänze die schuler business solutions mit Kernkompetenzen in Consulting, Software und E-Business als Dienstleistungseinheit die Angebotspalette. Gestützt auf 40-jährige Erfahrung mit durchgängigen Maschinenlösungen für den kompletten Herstellungsprozess der Möbel-, Bauelemente- und Holzbauindustrie würden weltweit viele Büro-, Wohn- und Küchenmöbel, Parkettfußböden, Fenster, Türen, Treppen und Holzfertighäuser mit Hilfe der Software und Beratung von schuler business solutions entworfen, und auf Fertigungsstrassen von Homag und IMA produziert.


Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2000 (Umsatz plus 21 Prozent auf 1,4 Milliarden DM, EBIT plus 75 Prozent auf 127 Millionen DM, Überschuss plus 135 Prozent auf 54 Millionen DM) würden die Erstquartalszahlen zum 31.03.01 auch weiterhin Wachstumsdynamik und Ertragsstärke untermauern. So habe das Unternehmen den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 16 Prozent auf 350 Millionen DM verbessert. Unterstützt durch ergebniswirksame Synergieeffekte aus der Fusion sei eine überproportionale Ergebnisverbesserung (EBT) von 26,7 Prozent auf 22,3 Millionen DM erzielt worden. Der Börsengang diene vornehmlich der allgemeinen Wachstumsfinanzierung. Insbesondere wolle Lignum ihr weltweites Vertriebs- und Servicenetz ausbauen, die Produktpalette entlang der Prozesskette erweitern und den Dienstleistungsbereich erweitern. In den Geschäftsbereichen Pressen und Schleifen plane Lignum noch in diesem Jahr Akquisitionen.

Ungeachtet der hohen Abgabebereitschaft der Altaktionäre, die nun auf Kosten der Zeichner einen hohen Exit-Preis realisieren würden, handele es sich bei Lignum um ein wirtschaftlich interessantes Unternehmen. So sei der Umsatz seit 1995 durchschnittlich um 14 Prozent jährlich gestiegen, während das EBIT in diesem Zeitraum mit durchschnittlich über 30 Prozent p.a. deutlich überproportional gesteigert worden sei. Da Lignum parallel zum Börsengang auch ein Platzierung in den USA durchführe, seit es dem Unternehmen nicht gestattet, Planzahlen zu veröffentlichen. Mittelfristiges Ergebnispotenzial sehe Aktienservice Research durch den Abbau der Überschneidungsbereiche von IMA und Homag. Risiken sehe Aktienservice Research jedoch hinsichtlich der Einstufung des Titels als ausgeprägten Zykliker. So sehe Aktienservice Research die Gefahr, dass sich die weltweit anhaltend schlechten konjunkturellen Rahmenbedingungen negativ auf den Geschäftsverlauf des Unternehmens auswirken würden. Der im ersten Quartal 2001 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15 Prozent weggebrochene Auftragseingang scheine diese Befürchtung zu bestätigen.

Insgesamt sehe Aktienservice Research das Unternehmen mit weltweit umfassender Präsenz und einem komplementären Leistungsportfolio als umfassender One-Stop-Shop-Systemanbieter und Technologiepartner für die holzverarbeitende und Möbelindustrie vielversprechend positioniert. Der vom Konzern als wachstumsstark präsentierte Geschäftsbereich schuler business solutions trage derzeit jedoch lediglich 2,7 Prozent zum Umsatz bei. Hierbei handele es sich demzufolge noch um ein Engagement in einer sehr frühen Entwicklungsstufe mit entsprechenden Risiken, während der von Lignum abgedeckte Markt nicht als sonderlich wachstumsstark bezeichnet werden könne, sondern eher einen zwar fragmentierten, aber dennoch reifen und gewissermaßen auch arrivierten Markt darstelle. Ein konservativ veranschlagtes 01e-EPS von 0,82 vorausgesetzt, errechne sich auf Basis Obergrenze Bookbuildingspanne ein 01e-KGV von 18. Aktienservice Research halte den Titel auf dieser Basis für angemessen bewertet, sehe aber zunächst auch im Hinblick auf die vielfältigen Risiken wenig Bewertungsspielraum.

Vor diesem Hintergrund sehen die Analysten von Aktienservice Research keinen Handlungsbedarf.




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