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DEAG Outperformer 18.08.2005
SES Research
Frank Biller, Analyst von SES Research, stuft die Aktie von DEAG (ISIN DE0005513907 / WKN 551390) weiterhin mit "Outperformer" ein.
Die DEAG habe am 12.08.05 den Bericht zum zweiten Quartal vorgelegt. Das Unternehmen habe einen Umsatz von 22,8 Mio. Euro erzielt. Dies stelle gegenüber dem ersten Quartal 2005 einen Anstieg von 15,1 Mio. Euro dar. Zum Vorjahresquartal ergebe sich ein Rückgang von 12,7 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis habe im zweiten Quartal bei 0,5 Mio. Euro gelegen. Das entspreche zum Vorquartal einem Anstieg um 1 Mio. Euro und gegenüber dem Vorjahresquartal einem Rückgang um 3 Mio. Euro. Das EBIT des Vorjahres habe allerdings substanzielle Einmaleffekte enthalten.
Betrachtet nach Segmenten sei der Umsatzrückgang auf Konzernebene im Vorjahresvergleich vor allem auf das Segment Artists & Tours zurückzuführen. Der Umsatz sei hier von 31,2 Mio. Euro im zweiten Quartal 2004 auf 18,2 Mio. Euro zurückgegangen. Das EBIT des Segments habe sich von 1,5 Mio. Euro auf 0,7 Mio. Euro verringert. Das Segment Urban Entertainment habe hingegen die Umsatz- und Ergebnisgrößen steigern können.
Der Umsatz sei im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,5 Mio. Euro auf 3 Mio. Euro gestiegen. Das EBIT sei gleichzeitig um 0,2 Mio. Euro auf 0,9 Mio. Euro verbessert worden. Leichte Rückgänge habe das Segment Theatres verzeichnet. Der Umsatz habe 1,6 Mio. Euro nach 1,8 Mio. Euro im Vorjahr betragen, während sich das EBIT von -0,1 Mio. Euro auf -0,3 Mio. Euro reduziert habe.
Insgesamt hätten die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr die Erwartungen der Analysten nicht ganz erreicht. Allerdings stelle sich die Umsatz- und Ertragsentwicklung der DEAG im Kerngeschäft Artists & Tours branchentypisch auf Quartalsbasis recht volatil dar. Vor dem Hintergrund der volatilen Entwicklung in Abhängigkeit von einzelnen Tourneen, messe man den Abweichungen keine zu hohe Bedeutung bei. Durch die Verbesserung der finanziellen Situation und die Schaffung der Grundlage für eine verbesserte operative Profitabilität habe die DEAG in jüngerer Zeit Fortschritte erzielt.
Die zweite Jahreshälfte sollte den größeren Umsatz- und Ergebnisbeitrag bringen. Die DEAG gehe für die zweite Jahreshälfte von über der zweiten Jahreshälfte des Vorjahres und deutlich über der ersten Jahreshälfte des laufenden Jahres liegenden Umsatzerlösen aus. Positiv sollten sich in der zweiten Jahreshälfte der pünktliche Abschluss der Renovierungsarbeiten am Züricher Hallenstadion, Veranstaltungsserien im Klassik-Bereich sowie die von der 50%igen Tochtergesellschaft Marshall-Arts durchgeführte US-Tournee von Paul McCartney auswirken.
Mit dem Abschluss der Renovierung des Züricher Hallenstadions stehe der DEAG ab Anfang September eine wichtige Spielstätte wieder zur Verfügung. Die Halle stelle sich nach dem Umbau als hochwertige Spielstätte dar, allerdings sei sie jetzt auch für Events außerhalb des Entertainment-Bereiches nutzbar. Aufgrund der geringeren Umsatzerlöse in der ersten Jahreshälfte würden die Analysten ihre Prognosen für das laufende Geschäftsjahr zurücknehmen. Zudem berücksichtige man mit einer entsprechenden Auswirkung auf das Finanzergebnis die Wandlungsquote bei der ausstehenden Wandelanleihe von nahezu Null. Das erste Wandlungsfenster sei Mitte Juli abgelaufen.
Strategisch sinnvoll sehe man den geplanten Einstieg in das Internet-Ticketing mit einem starken internationalen Partner. Dies ermögliche der DEAG eine breitere Abdeckung der Wertschöpfungskette. Die zur Zeit in Deutschland erzielbaren Margen im Internet-Ticketing seien sehr attraktiv. Die Ticketing-Lösung der DEAG print@home werde wahrscheinlich in das Gemeinschaftsunternehmen eingebracht. Man gehe davon aus, dass die DEAG eine Minderheitsbeteiligung an dem zu gründenden Gemeinschaftsunternehmen halten werde. Das Potenzial aus dem Ticketing-Geschäft sei zur Zeit ohne Details nicht abschätzbar.
Mit den Quartalszahlen habe die DEAG ebenfalls das Ausscheiden des Finanzvorstandes Wingolf Mielke zum 31.08.05 bekannt gegeben. Die Trennung erfolge im Einvernehmen und planmäßig. Herr Mielke habe im vergangenen Jahr die Position des Finanzvorstandes mit dem Ziel übernommen, bei der DEAG in einer schwierigen Situation die notwendigen strukturellen Veränderungen vorzunehmen. Aus Sicht der Analysten habe Herr Mielke für die DEAG wichtige Impulse gebracht.
Der Nachfolger Dr. Ingo Stein bringe Führungserfahrung aus verschiedenen Medienunternehmen mit. Er sei bereits seit 3 Monaten freiberuflich für die DEAG tätig. Man gehe von einer reibungslosen Übergabe des Vorstandsressorts aus.
Das "Outperformer"-Rating für die DEAG-Aktie und den Fair Value von 3,00 Euro je Titel behalten die Analysten von SES Research bei.
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