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WMF kaufen


22.02.2001
Die Telebörse

Die Experten vom Anlegermagazin „Die Telebörse“ empfehlen die Aktien des konservativ geführten Unternehmens WMF (WKN 780300) zum Kauf.

Vor dem Hintergrund eines 4%igen Schrumpfens des Haushaltswaren-Marktes hätten sich die Württemberger nicht schlecht geschlagen. WMF habe, unter der Leitung von Ralf Allmendinger, in 2000 den Umsatz um 2% auf 538 Mio. Euro steigern können. Küchengeräte, Tisch-Deko und Bestecke hätten in Deutschland nicht mehr so viele Abnehmer gefunden, dafür aber in Übersee. Die Nachfrage der Hoteliers und Gastwirte – diese mache 30% der WMF-Erlöse aus – habe stagniert. Bislang habe man sich bei den Gewinnprognosen für 2000 noch nicht festlegen wollen. Voraussichtlich werde der Gewinn aber auf Vorjahresniveau (18 Mio. Euro) liegen, so Allmendinger.


Nach Ansicht des Unternehmenschefs solle die Belebung des privaten Verbrauchs in 2001 helfen, den Umsatz bzw. Gewinn kräftig zu steigern. Diese Annahme könne sich jedoch als Irrtum erweisen, denn den Verbrauchern sitze das Geld nur locker, wenn es um Stereoanlagen, Fernseher oder Handys ginge. Der Markt für Haushaltswaren und Tisch-Accessoires hingegen wachse kaum. Daher werde bei WMF auch auf „Lifestyle“ gesetzt. Mit Design wolle WMF Salzstreuer und Wasserkessel auch für junge Leute interessant machen.

Wachstum mittels Akquisitionen komme dagegen derzeit nicht in Frage. Nach dem Fehlschlag mit dem Hamburger Glashaus (2000 wieder verkauft), und weil die Silit-Tochter noch Minus mache, sei Allmendinger vorsichtig geworden.

Die Stagnation im Einzelhandel sei – noch – ein Manko. Doch die Ausweitung des Kundenkreises und die soliden Zahlen würden positiv stimmen.




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