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Bertrandt halten 28.06.2005
Invest Inside
Die Aktie der Bertrandt AG (ISIN DE0005232805 / WKN 523280) ist nach Ansicht der Experten von "Invest Inside" derzeit eine gute Halteposition.
Die Bertrandt AG sei Partner der internationalen Automobil- und Luftfahrtindustrie. Das Leistungsspektrum umfasse die gesamte Prozesskette: Von der Idee bis zur Serienreife entwickle Bertrandt mit rund 3.100 Mitarbeitern Lösungen für Karosserie, Innenraum, Fahrwerk, Motor, Elektrik/Elektronik und Aggregate - bis hin zur Serienanlaufbetreuung. An 20 Standorten in Europa und den USA sei die Bertrandt-Gruppe große Automobilhersteller in unmittelbarer Nähe.
Die Abhängigkeit von der Automobilbranche habe natürlich zu Problemen und Kursrückschlägen geführt. Dennoch falle auf, dass der Kurs der Aktie vergleichsweise stabil gewesen sei und die derben Einbrüche der Automobilhersteller und vieler anderer Zulieferer in dieser Form nicht mitgemacht habe. Dies spreche eher für die Qualität dieser Firma und werfe ein signifikantes Schlaglicht darauf, was möglich sein werde, wenn die Autoindustrie wieder in Fahrt kommen werde.
Zur Darstellung der durchgängigen Entwicklungsprozesskette sei das Leistungsspektrum in den vergangenen Jahren kontinuierlich kundenorientiert ausgebaut worden. Auf steigende Anforderungen im Projektgeschäft habe das Unternehmen das 'Bertrandt Engineering Network' implementiert. Durch die Differenzierung der Dienstleistungspalette solle der Kundennutzen erhöht werden.
Das Geschäftsjahr 2003/04 (30.09.) zeige einen auf 214 Mio. EUR leicht rückläufigen Umsatz (-2%). Dementsprechend habe auch das operative Ergebnis mit 5,9 Mio. EUR knapp unter dem Vorjahresniveau von 6,1 Mio. EUR gelegen. Aufgrund eines verbesserten Finanzergebnisses sowie geringerer Steuerzahlungen und trotz eines niedrigeren, negativen Ergebnisanteils Dritter sei jedoch der Jahresüberschuss von 1,9 Mio. EUR auf 2,3 Mio. EUR gestiegen. Das operative Ergebnis im ersten Quartal 2005 sowie das Vorsteuerergebnis hätten leicht gesteigert werden können und mit 1,7 Mio. EUR bzw. 1,2 Mio. EUR jeweils um rund 0,15 Mio. EUR über den Vergleichszahlen aus 2003/04 gelegen.
Das Ziel des Konzernvorstands, Standortbündelungen vorzunehmen sei zu begrüßen, würden hier doch sehr hohe Einsparpotenziale liegen. Sehr negativ zu bewerten sei die magere Unternehmenskommunikation des Hauses. Wichtige Entscheidungen würden immer erst kurzfristig bekannt gegeben, die Ausblicke würden wolkig bleiben.
Der Rückgang beim Betriebsergebnis resultiere nicht zuletzt aus den Verlusten des Blechteile-Herstellers ZR Zapadtka + Ritter GmbH + Co KG, Bretzfeld. Die hundertprozentige Tochter von Bertrandt gehöre zur Sparte "Physical Engineering", die im zweiten Quartal einen operativen Verlust von 0,089 Mio. EUR ausgewiesen habe, während sie im Vorjahreszeitraum noch einen Gewinn von 0,375 Mio. EUR geschrieben habe. Mit Wirkung zum Ende März habe Betrandt den gesamten Geschäftsbetrieb von Zapadtka + Ritter verpachtet.
Mit dieser Lösung sei die anhaltende Verlustsituation gestoppt und das operative wirtschaftliche Risiko ausgegrenzt worden, so Betrandt. Nahezu eine Halbierung des Gewinns habe sich in der Hoffnungsparte "Elektrik/Elektronik" ergeben: Das EBIT sei auf 0,217 (0,409) Mio. EUR zurückgegangen. Der Umsatz habe sich "entgegen den Erwartungen" auf 6,8 (7,2) Mio. EUR reduziert. Bertrandt gehe jedoch weiter davon aus, dass die Sparte wachsen werde.
Dies alles zeige, dass Bertrandt momentan in Schwierigkeiten stecke, die im weitesten Sinne mit der allgemeinen Konjunkturschwäche zu tun hätten. Zeige sich von dieser Seite aber Besserung, sei der Konzern gut aufgestellt. Die Aktie habe bei 10 Euro eine gute, feste Unterstützung. Hier sollte allerdings auch das Stopp-Loss-Limit liegen, denn falle das Papier unter diese Marke, sei der Weg zu neuen Tiefständen frei. Auf Jahressicht seien moderate Kurssteigerungen bis auf 11 Euro vorstellbar.
Dennoch sind die Experten von "Invest Inside" der Ansicht, dass die Aktie von Bertrandt eine Halteposition ist. Zukäufe oberhalb 10 Euro sollten daher erst einmal nur spekulativen Charakter haben.
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