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Deutsche Wohnen AG verkaufen


28.06.2005
HSH Nordbank AG

Stefan Goronczy, Analyst der HSH Nordbank AG, stuft die Aktie der Deutsche Wohnen AG (ISIN DE0006283302 / WKN 628330) mit "verkaufen" ein.

Die operative Ertragslage habe sich in 2004 wieder verbessert. So sei der Gewinn um 2,4 Mio. Euro auf 13,1 Mio. Euro deutlich gestiegen. Der Turnaround sei vor allem auf geringere Zins- und Instandhaltungsausgaben zurückzuführen gewesen. So hätten die um 3,8 Mio. Euro niedrigeren Instandhaltungsausgaben den privatisierungsbedingten Rückgang bei den Mieteinnahmen von 2,8 Mio. Euro mehr als aufgefangen. In der Wohnungsprivatisierung habe man die hohe Absatzmenge aus 2003 bei nur etwas niedrigeren Preisen noch übertreffen können.

Wegen hoher Buchwerte der verkauften Wohnungen sei der Segmentgewinn aber um 1,2 Mio. Euro gesunken. Angesichts der Absatzerfolge würden die Analysten ihre Mengen- und Preisprognose in der Privatisierung leicht anheben. Zudem gingen sie nunmehr von kontinuierlicheren Zukäufen aus, die den Wohnungsbestand konstant halten würden.


Im ersten Quartal habe die Deutsche Wohnen AG zwei Konzerngesellschaften verschmolzen, um nachhaltig Ertragssteuern zu sparen. Die daraus resultierende einmalige Grunderwerbssteuerbelastung dürfte in diesem Jahr dazu führen, dass der Gewinn auf 8,5 Mio. Euro zurückgehe. Für die kommenden Jahre gingen die Analysten von einem moderateren Kreditzinsanstieg und niedrigeren Ertragssteuern aus, so dass sich ihre Gewinnschätzungen erhöhen würden. So würden sie für 2006 mit einem Jahresüberschuss von 16 Mio. Euro rechnen.

Obwohl die Gewinne für eine Dividendenkontinuität nicht ausreichen würden, gingen die Analysten weiterhin von Ausschüttungen von 8,75 Euro aus. Mit dem Wechsel in den REIT-Status dürfte sich die Dividende ab 2008 aber auf rund 6 Euro reduzieren. Die Senkung des NAV auf 196 Euro und die jüngste Kursrallye - ausgelöst durch Übernahmespekulationen - hätten den Discount zum NAV deutlich reduziert. Die Analysten würden die Deutsche Wohnen AG auf dem erreichten Kursniveau allerdings für geringfügig überbewertet halten, denn sie würden nach ihrem EVA-basierten Bewertungsmodell einen Fair Value von 166 Euro ermitteln. Die Übernahmespekulation würden vielmehr zu Gewinnmitnahmen einladen.

Die Analysten der HSH Nordbank AG stufen die Aktie der Deutsche Wohnen AG auf "verkaufen" herunter, bei einem Kursziel auf Sicht von 12 Monaten von 166 Euro.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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