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Bertrandt halten 10.03.2005
Bankhaus Lampe
Die Analysten vom Bankhaus Lampe bewerten die Bertrandt-Aktie (ISIN DE0005232805 / WKN 523280) weiterhin mit "halten".
Das Geschäftsjahr 2003/04 (30.9.) zeige einen auf 214 Mio. EUR leicht rückläufigen Umsatz (-2%). Dementsprechend habe auch das operative Ergebnis mit 5,9 Mio. EUR knapp unter dem Vorjahresniveau von 6,1 Mio. EUR gelegen. Auf Grund eines verbesserten Finanzergebnisses sowie geringerer Steuerzahlungen und trotz eines niedrigeren, negativen Ergebnisanteils Dritter sei jedoch der Jahresüberschuss von 1,9 Mio. EUR auf 2,3 Mio. EUR gestiegen. Die zuletzt vorgestellten Zahlen zum ersten Quartal 2004/05 würden einen um 2,6 Mio. EUR rückläufigen Umsatz auf 53,2 Mio. EUR zeigen.
Auf Grund einer veränderten Projektstruktur mit geringeren Zukäufen von Fremdleistungen habe die Wertschöpfung auf 48,9 Mio. EUR leicht erhöht werden können, obwohl die Gesamtleistung um rund 5 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau (59,3 Mio. EUR) gelegen habe. Das operative Ergebnis sowie das Vorsteuerergebnis hätten dementsprechend ebenfalls leicht gesteigert werden können und hätten mit 1,7 Mio. EUR bzw. 1,2 Mio. EUR jeweils um rund 0,15 Mio. EUR über den Vergleichszahlen aus 2003/04 gelegen. Infolge erhöhter Steuerzahlungen sei jedoch das Periodenergebnis um 0,1 Mio. EUR auf 0,6 Mio. EUR gesunken, so dass auch der Gewinn je Aktie mit 0,06 EUR nach 0,07 EUR rückläufig gewesen sei.
Der Ausblick auf das Gesamtjahr 2004/05 seitens des Managements falle wie gewohnt sehr dürftig aus. Sollten sich freundlichere konjunkturelle Rahmenbedingungen einstellen, so sehe das Unternehmen selbst gute Perspektiven für Wachstum und Ertrag, ohne hier jedoch konkretere Prognosedaten zu nennen. Auch im laufenden Geschäftsjahr werde die Gesellschaft die eingeleiteten Ergebnisverbesserungsmaßnahmen weiter vorantreiben. So würden einzelne Auslandsaktivitäten gebündelt, wie z. B. die Zusammenlegung der französischen oder schwedischen Standorte. Auch in England prüfe das Unternehmen, inwieweit eine Standortkonzentration durchführbar sei. Nachdem im ersten Quartal 2005 noch 0,25 Mio. EUR Restrukturierungsaufwendungen (2003/04: 2 Mio. EUR) verbucht worden seien, dürfte diese Zahl in den kommenden Perioden nicht mehr so hoch ausfallen.
Für das laufende Geschäftsjahr würden die Analysten eine leichte Steigerung der Umsatzerlöse auf 220 Mio. EUR sowie in 2005/06 auf 225 Mio. EUR erwarten. Auf Grund der Kostenreduktionen sollte sich die EBIT-Marge von 2,7% in 2003/04 auf 3,5% in 2004/05 bzw. 4,9% im kommenden Geschäftsjahr verbessern. Bei einem verbesserten Finanzergebnis als Folge des weiteren Verschuldungsabbaus durch den positiven Cash-flow sowie einer immer noch hohen Steuerquote von 50% errechne man ein Ergebnis je Aktie von 0,32 EUR bzw. 0,49 EUR.
Die Treiber für die künftige Geschäftsentwicklung würden neben den Auswirkungen der Restrukturierungsmaßnahmen der letzten Monate und den Potenzialen des Segments Elektrik/Elektronik in dem zukünftigen Investitionsverhalten der Automobilhersteller und dem damit zusammenhängenden Auslagern von Ingenieurdienstleistungen liegen. Einflüsse von der Währungsseite sollten ebenso wie das deutliche Anziehen auf der Rohstoff- bzw. Materialseite zu vernachlässigen sein, da diese Faktoren bei Bertrandt nur eine untergeordnete Rolle spielen würden.
Auch wenn die Wertpapierexperten nicht an eine Übernahme der Gesellschaft durch einen der Großaktionäre glauben würden, würden sie trotzdem sehen, dass die Börse offensichtlich eine mögliche Akquisition in den Aktienkurs mit einpreise. Die Wertpapierspezialisten würden daher ein Kursziel knapp über dem aktuellen Kursniveau und damit rund 15% über dem errechneten Fair Value (9,50 EUR) setzen. Sie würden dann jedoch bei deutlich anziehenden Kursen zu Verkäufen raten, solange nicht erkennbar sei, dass sich die operative Basis deutlich verbessere und somit eine fundamental gerechtfertigte Bewertung einstelle.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe bleiben bei ihrem "halten"-Rating für die Bertrandt-Aktie, bei einem Kursziel von 11 EUR.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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