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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0005565204 556520 -   € -   €
 
 
 

Dürr verkaufen


02.03.2005
Bankhaus Lampe

Die Analysten vom Bankhaus Lampe bestätigen ihre Verkaufsempfehlung für die Dürr-Aktie (ISIN DE0005565204 / WKN 556520).

Dürr habe vor wenigen Tagen bekannt gegeben, seine Konzernstruktur zum 1. März neu auszurichten. In diesem Zusammenhang werde die Gesellschaft in zwei statt bisher fünf Unternehmensbereiche aufgegliedert. Die Unternehmensbereiche Paint Systems und Final Assembly Systems, die beide im System- und Anlagengeschäft tätig seien, würden im neuen Unternehmensbereich Paint and Assembly Systems (Pro forma-Umsatz 2004: 1.411 Mio. Euro, Auftragseingang 2004: 1.063 Mio. Euro) zusammengeführt. Die auf den Maschinenbau und die Prozesstechnik ausgerichteten Unternehmensbereiche Ecoclean und Measuring Systems (Schenck) würden dann den neuen Unternehmensbereich Measuring and Process Systems (Pro forma-Umsatz 2004: 488 Mio. Euro, Auftragseingang 2004: 500 Mio. Euro) bilden.

Dürr habe vor wenigen Tagen zudem die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2004 bekannt gegeben. Zu beachten sei, dass die nun genannten Zahlen erstmals nach IFRS (bislang: US-GAAP) publiziert worden seien. Die Daten würden umsatzseitig einen Rückgang um 6% auf 2.132 Mio. Euro (wechselkursbereinigt: -3%) zeigen. Der Auftragseingang habe 1.820 Mio. Euro erreicht, nachdem im Vorjahr auf Grund eines Großauftrags (GM) 2.356 Mio. Euro hätten verbucht werden können. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) liege mit 11,3 Mio. Euro (Vorjahr -5,7 Mio. Euro) im oberen Bereich der im November veröffentlichten Prognose (8 - 12 Mio. Euro) und somit auch über den letzten Schätzungen der Analysten von 9 Mio. Euro. Einschließlich der Firmenwertabschreibung in Höhe von 26 Mio. Euro betrage das Nettoergebnis 2004 -25 Mio. Euro bzw. -1,78 Euro je Aktie.

Einen konkreten Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2005 habe das Management im Zuge der Vorlage der vorläufigen Daten 2004 nicht gegeben. Die Bereinigung des Portfolios sowie die Optimierung der Geschäftsprozesse und der Zusammenarbeit im Konzern sollten jedoch für eine höhere Ertragskraft im Geschäftsjahr 2005 sorgen, was angesichts der Zahlen für 2004 und den Sonderaufwendungen nicht wirklich sonderlich überrasche.


Die aktuell vorgelegten Daten zum Geschäftsjahr könnten insgesamt nicht wirklich überzeugen, auch wenn auf Bereichsebene noch keine expliziten Ergebniszahlen publiziert worden seien. Auch wenn der Bereich Services geringere Synergien als von der Gesellschaft selber erwartet habe erzielen können, bleibe festzuhalten, dass dieser Bereich in den letzten Jahren die höchsten Margen des Konzerns gehabt habe und auch in 2004 im Umsatz und Auftragseingang deutlich habe zulegen können.

Hingegen würden die anderen Geschäftsbereiche zum Großteil niedrigere Umsätze sowie rückläufige Auftragseingänge zeigen und somit die derzeitige Marktverfassung mit zurückhaltenden Investitionsentscheidungen, aber auch ungünstigen Währungsrelationen widerspiegeln. Die Wertpapierexperten würden zudem glauben, dass der Margendruck der Automobilindustrie auch in den kommenden Perioden weiter anhalten sollte. Zwar würde sich eine Ausweitung auf den Non-Automotive-Bereich hier positiv auswirken, bei einem Konzernanteil von rund 20% werde sich aber der Entlastungseffekt nur unterproportional auswirken.

Auch wenn das Ertragssteigerungsprogramm bereits positive Ergebnisse liefere und die jetzt vorgestellte Neuausrichtung des Konzerns auch Kostensparmöglichkeiten aufzeigen werde, glaube man, dass auf Grund des weiterhin hohen Margendrucks in den kommenden Jahren die Gefahr weiterer Anpassungen der Geschäftsprozesse latent vorhanden sei, so dass es zukünftig wieder zu Restrukturierungskosten kommen könnte.

Im aktuellen Kapitalmarktumfeld zeige der Peer-Group-Vergleich der Analysten mit anderen deutschen Maschinen- und Anlagenbauern insgesamt eine Unterbewertung (EV/EBIT für 2006: 11 gegenüber bei den Peers; KGV für 2006e: 14 gegenüber 11 bei den Peers), wobei zu beachten sei, dass sie ihre Planungen auf Grund der Enttäuschungen der letzten Jahre bewusst konservativ gehalten hätten. Da Dürr zudem nur im Auswahlindex SDAX notiert sei, glaube man unverändert, dass es gerechtfertigt sei, einen Abschlag von etwa 10% auf den errechneten Fair Value von rund 15,60 Euro vorzunehmen.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe bestätigen daher insgesamt ihr Kursziel auf Jahressicht von 13,50 Euro und stufen die Dürr-Aktie weiterhin mit "verkaufen" ein.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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