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Borussia Dortmund meiden


16.11.2000
fnet.de Research

Der Fußballbundesligist Borussia Dortmund (WKN 549309) folgte als erster deutscher Verein dem Beispiel europäischer Spitzenklubs wie Chelsea London, Lazio Rom und Manchester United und wagte den Sprung vom Fußballplatz auf das Börsenparkett. Doch wie in der Bundesliga gibt der BVB auch an der Börse momentan keine gute Figur ab, so die Analysten von fnet.de Research.

Am 31.10.2000, dem ersten Handelstag, habe die Schlussnotierung bereits rund 10 Prozent unter dem Ausgabepreis von 11 Euro gelegen. Danach habe der Kurs zunächst nur eine Richtung: gekannt abwärts! Hierzu dürfte auch die peinliche Niederlage gegen den FC Bayern beigetragen haben. Die Borussen seien aus den Rängen gerutscht, die zur Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb berechtigen. Nur massive Stützungskäufe durch die konsortialführende Deutsche Bank hätten zunächst ein weiteres Absinken des Kurses verhindern können. Mittlerweile halte das größte deutsche Kreditinstitut 10,26 Prozent an der Borussia Dortmund GmbH & Co KGaA. Nach dem 2:0 Sieg gegen Hertha habe die Talfahrt der BVB-Aktie zunächst gestoppt werden können.


Hieran werde sehr deutlich, dass sich die Aktie wegen der hohen Korrelation zu den fußballerischen Ergebnissen sehr volatil bewegen werde und nicht für konservative Anleger geeignet sei. Um diese Abhängigkeit zukünftig zu reduzieren, verfolgen die Dortmunder die Strategie der Investition in „Steine und Beine“. Bisher habe der 1909 gegründete Klub den Großteil des Umsatzes durch Werbeeinnahmen erzielt und sei daher auf die Teilnahme an der lukrativen Champions League, die die Dortmunder 1997 gewannen, angewiesen. Zukünftig sollten auch Einnahmen in den anderen Geschäftsfeldern erwirtschaftet werden.

Mit den Erlösen aus dem Börsengang soll der Anteil am Westfalenstadion von 46,2 Prozent auf 75 Prozent erhöht werden. Weitere Geschäftsfelder seien der Sportartikelhersteller goool.de, die Internet-Agentur Absolute Sports, die unter anderem die Heimspiele der Borussia live im Internet übertrage, das Reisebüro B.E.S.T. sowie eine Beteiligung an der Orthomed Medizinisches Leistungs- und Rehabilitationszentrum GmbH.

Doch auch in der Zukunft werde der professionelle Fußballsport und die mit ihm verbundenen Einnahmequellen den Löwenanteil zu Umsatz und Ergebnis beisteuern. Ob die Dortmunder jedoch in der kommenden Saison wieder auf europäischer Fußballebene vertreten sein werden, sei noch fraglich. Die Analysten von fnet.de Research gehen daher auch weiterhin von einem sehr volatilen Kursverlauf der BVB-Aktie aus. Daher würden die Analysten den Anlegern raten, die Aktie zu meiden.




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