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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
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10,08 € |
+0,56 € |
+5,56 % |
17.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0006305006 |
630500 |
- € |
- € |
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DEUTZ spekulativ 29.07.2004
Wirtschaftswoche
Die Wertpapierexperten der "Wirtschaftswoche" sehen die DEUTZ-Aktie (ISIN DE0006305006 / WKN 630500) als spekulative Empfehlung.
Im Mai habe DEUTZ unerwartet eine Rückstellung für die Kosten des Konzernumbaus in Höhe von 40 Mio. Euro angekündigt. In Folge dessen sei der Kurs des Motorenbauers stark unter Druck geraten. Zugleich sei der Kurs durch eine neue Wandelanleihe belastet worden, die dem Unternehmen 53,8 Mio. Euro gebracht habe. In den kommenden fünf Jahren solle die Wandelanleihe dem Unternehmen möglichst Eigenkapital zuführen. Dafür müsste der Kurs von aktuell 2,87 auf mindestens 3,40 Euro steigen.
Am Dienstag habe DEUTZ Halbjahreszahlen bekannt gegeben. Der Auftragseingang sei demnach um 12,2 Prozent auf 683 Mio. Euro gestiegen, der Absatz habe um 12,3 Prozent auf 87.843 Motoren zulegen können. Das operative Ergebnis sei um fast 16% auf 25 Mio. Euro geklettert. Zu berücksichtigen sei jedoch, dass die Rückstellung von 40 Mio. Euro das Nettoergebnis auf minus 32,2 Mio. Euro getrieben habe. Damit seien die Schätzungen, die in diesem Jahr einen Gewinn je Aktie von 18 Cent erwartet hätten, überholt. Der Konzern dürfte auch im Gesamtjahr einen Verlust erzielen. Die Eigenkapitalquote sei auf nur noch 13,2% gesunken.
Zudem schöne DEUTZ sein Zahlenwerk legal nach den Regeln des Handelsgesetzbuches. So genannte Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebes stünden noch mit 29,4 Mio. Euro in der Bilanz. Im kommenden Jahr werde der Motorenhersteller auf internationale Bilanzregeln umstellen, womit die 29,4 Mio. Euro dann ein abschreibungsgefährdeter Posten sein könnten.
Bei einem Marktwert von 275 Mio. Euro und Nettofinanzschulden von 231 Mio. Euro koste DEUTZ nur ein Drittel des erwarteten Umsatzes, der bis 2007 auf 1,5 Mrd. steigen solle.
Der Wert sei aus seinem mittelfristigen Aufwärtstrend gefallen. Unterstützung böten nun die Marken 2,80 und 2,40 Euro. Werde die 2,40 Euro-Marke nach unten gebrochen, würden deutliche Verluste drohen.
Den Experten der "Wirtschaftswoche" zufolge ist die DEUTZ-Aktie ein spekulatives Investment.
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