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EMPRISE Einstieg abwarten 29.06.2004
TradeCentre.de
Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen vor einem Einstieg in die Aktie von EMPRISE (ISIN DE0005710503 / WKN 571050) abzuwarten.
Der Hamburger IT-Dienstleister wandle sein Geschäftsmodell vom Projekt- und Professional Service-Geschäft hin zum Lösungsanbieter. Wie Vorstandschef Joachim Regenbogen den Experten im Hintergrundgespräch mitgeteilt habe, seien die neuen Lösungstools Ende 2003 entwickelt worden und sollten mittelfristig mehr als ein Drittel des Geschäftsvolumens ausmachen. Den aktuellen Auftragsbestand im Lösungsgeschäft beziffere der CEO auf zwei Millionen Euro für dieses Jahr.
"Unser Lösungsansatz ist ein kräftiger Erfolg, der sich auf breiter Front durchschlägt. Unser Strategiewandel scheint zu funktionieren", sage Regenbogen. Dem Vernehmen nach, habe der Manager mehrere Deals mit größeren Firmen in der Pipeline, die in den nächsten Wochen und Monaten zum Abschluss gebracht werden sollten. Für das Gesamtjahr erwarte der Vorstandsvorsitzende mindestens fünf Millionen Euro Umsatz aus dem Lösungsbereich.
"Möglicherweise können wir das auch übertreffen“. Nicht ganz so flott verlaufe das Bestandskundengeschäft. Der CEO plane aus diesem Segment mit einem Umsatz von 27 Millionen Euro. "Stand heute sind durch unseren Auftragsbestand 23 bis 24 Millionen Euro Umsatz gesichert". Eventuell werde die Planzahl aus dem Bestandskundengeschäft nicht ganz erreicht. Im Konzern peile Regenbogen im Gesamtjahr sodann Einnahmen von 30 bis 32 Millionen Euro an. Beim EBIT strebe das Unternehmen einen Gewinn von 1,6 Millionen Euro an, sage der CEO. Netto dürfte ein Überschuss von bis zu 0,6 Millionen Euro in der Kasse klingeln.
In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres habe die EMPRISE Management Consulting AG Erlöse von 5,8 Millionen Euro erzielt. Das EBITDA sei mit 0,1 Millionen Euro knapp positiv ausgefallen. Vor Steuern und Zinsen habe der Verlust 50.000 Euro und netto 0,3 Millionen Euro betragen. In der laufenden Periode erwarte der Firmenchef einen Umsatz auf dem Niveau des ersten Quartals. Das EBIT solle besser ausfallen als in Q1, erkläre der CEO.
Regenbogen wolle mittelfristig eine kritische Umsatzgröße von mindestens 50 Millionen Euro erreichen. In den nächsten drei Jahren solle sich die EBIT-Marge auf acht bis zehn Prozent verbessern. Die Umsatzgrößenordnung wolle die Gesellschaft sowohl durch organisches als auch externes Wachstum erreichen. Gespräche fänden bereits mit kleineren Firmen statt, sage der EMPRISE-Chef. Angesichts der geringen Liquidität von nur 174.000 Euro und kurzfristigen Bankverbindlichkeiten von 1,6 Millionen Euro, sei ein Zukauf nur über eine Bar- oder Sachkapitalerhöhung möglich.
In einem ersten Schritt würde eine Erhöhung des Kapitals um zehn Prozent bei Kursen über zwei Euro ausreichen, erkläre Regenbogen. Um die schwache Bilanz wieder nach vorne zu bringen, hätten die Norddeutschen in 2003 drei Kapitalerhöhungen durchgeführt. Per 31. März sei das Eigenkapital wieder mit 1,8 Millionen Euro positiv. Dies sei neben der Eigenkapitalquote von 17 Prozent natürlich eine geringe Größe und gleichzeitig auch ein großes Risiko, falls die Planung des Unternehmens nicht aufgehe und der Konzern die Profitabilität verfehle.
EMPRISE sei sicherlich eine brandheiße Turnaround-Spekulation. Der Börsenwert von 13,5 Millionen Euro sei, sofern die Firma in 2004 ein EBIT von 1,6 Millionen Euro erwirtschafte, nicht zu ambitioniert. Das Unternehmen sei auf dem richtigen Weg.
Anleger sollten nach Ansicht der Experten von "TradeCentre.de" vor einem Einstieg in die EMPRISE-Aktie dennoch, noch ein bis zwei weitere Quartale abwarten. Die Experten würden die Anleger über die Entwicklung auf dem Laufenden halten.
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