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VIVA Media Marketperformer


28.04.2004
Stadtsparkasse Köln

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln stufen die Aktie von VIVA Media (ISIN DE0006171069 / WKN 617106) mit "Marketperformer" ein.

Wie vorab angekündigt habe VIVA das abgelaufene Geschäftsjahr 2003 mit einem Verlust abgeschlossen. Auf Grund außerordentlicher Abschreibungen auf die Firmenwerte ausländischer Tochtergesellschaften, der Kaufpreisanpassung in Zusammenhang mit dem Verkauf der VIVA-Plus-Anteile an Time Warner und Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern habe VIVA einen Nachsteuerverlust in Höhe von 43,2 Mio. Euro (Vorjahr +0,859 Mio. Euro) verbucht.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe bei -0,471 Mio. Euro im Vergleich zu +30 Mio. Euro im Vorjahr gelegen. Im 2002er Wert sei allerdings zu berücksichtigen, dass ein Ertrag in Höhe von 29,7 Mio. Euro aus dem anteiligen Verkauf von VIVA Plus an Time Warner verbucht worden sei. Bereinige man diese Position, so habe der Vergleichswert bei +0,325 Mio. Euro gelegen. Das EBITA habe VIVA mit -4,4 (26 bzw. ohne TW-Erlös -3,7) Mio. Euro angegeben. Rechne man die nichtoperativen Belastungen des Jahres 2003 heraus, hätte sich ein EBITA von 2,0 Mio. Euro ergeben.

Für den Bereich TV-Produktion sei 2003 ein Rekordjahr gewesen. Der Umsatz sei auf 60,3 Mio. Euro (+9%) gestiegen, das EBIT sei von -6,7 auf +7,6 Mio. Euro verbessert worden. Für 2004 und teilweise darüber hinaus seien zahlreiche TV-Formate verkauft worden. Unter anderem sei der Vertrag von "tv total" mit ProSieben bis Ende 2005 verlängert worden.


Mit Sat.1 habe Brainpool einen Drei-Jahresvertrag im Volumen von 43,2 Mio. Euro zur Produktion einer Late-Night-Show mit Anke Engelke geschlossen. Die neue Show starte im Frühjahr und werde viermal pro Woche auf dem 23.15 Uhr-Sendeplatz ausgestrahlt. Die Auftragslage im Segment TV-Produktion lasse für 2004 einen stabilen Umsatz erwarten, das operative Ergebnis solle deutlich positiv ausfallen.

Das Segment Musik-TV sei vor allem im nationalen Bereich weiterhin vom schwachen Werbeumfeld und der Strukturkrise der Musik-Industrie geprägt gewesen (Umsatz -4,6% auf 53,4 Mio. Euro). Unter der Führung des neuen TV-Vorstands Dr. Ludwig Bauer sollten verschiedene Strukturmaßnahmen für den Musik-TV-Bereich umgesetzt werden, zu denen auch die bereits im April 2003 gestartete Programmoffensive, Verstärkungen im Personalbereich und Maßnahmen zur Marken-Repositionierung zählen würden. Diese sollten im Laufe des Jahres 2004 positive Effekte bringen.

Konzernweit erwarte VIVA für 2004 einen stabilen Konzernumsatz und eine deutliche Verbesserung des EBITA. Mit liquiden Mitteln in Höhe von 22,7 Mio. Euro verfüge VIVA noch über ein komfortables Liquiditätspolster, auch wenn sich der Bestand auf Grund verzögerter Kundenzahlungen gegenüber dem Vorjahr (44,2 Mio. Euro) deutlich reduziert habe.

Der schwache Werbemarkt und die Strukturkrise in der Musik-Industrie hätten die Geschäftsentwicklung der VIVA Media AG im vergangenen Jahr stark belastet. Die weitere Entwicklung hänge im Wesentlichen davon ab, ob sich der Werbemarkt erholen werde. Die Werbemarktentwicklung habe erheblichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung sowohl des Musik-TV-Bereiches als auch der TV-Produktion, da die TV-Sender als Abnehmer der Brainpool-Formate unmittelbar von der Werbekonjunktur abhängen würden. VIVA verstärke zunehmend seine Bemühungen, eine größere Unabhängigkeit vom Werbemarkt zu schaffen und neue Erlösquellen zu erschließen. Die Erfolge aus den entsprechenden Maßnahmen würden abzuwarten bleiben.

Die VIVA Media-Aktie wird von den Analysten der Stadtsparkasse Köln weiterhin mit dem Rating "Marketperformer" bewertet.




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