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VIVA Media Marketperformer 26.01.2004
Stadtsparkasse Köln
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bewerten die VIVA Media-Aktie (ISIN DE0006171069 / WKN 617106) mit "Marketperformer".
Spekulationen um einen Verkauf der VIVA-Anteile durch die Anteilseigner Universal (15,3%) und Time Warner (30,6%) würden immer lauter. Time Warner habe bestätigt zu überprüfen, ob ihr VIVA-Engagement in die langfristige Konzernstrategie passe. Universal wolle einen Verkauf zum "richtigen Preis" nicht ausschließen. Als mögliche Interessenten für die Anteile würden die Sendergruppe ProSiebenSat.1 Media, die RTL Group, der Mutterkonzern des US-Konkurrenten MTV, Viacom sowie der US-Unterhaltungskonzern Disney gelten.
Brainpool und die Ladykracher TV-Produktion GmbH, ein Joint Venture zwischen der Comedy-Künstlerin Anke Engelke und Brainpool, hätten mit dem Sender Sat.1 einen Drei-Jahresvertrag zur Produktion einer Late-Night-Show mit Anke Engelke geschlossen. Das Gesamtproduktionsvolumen belaufe sich auf 43,2 Mio. Euro. Die neue Late-Night-Show solle im Frühjahr 2004 starten und viermal pro Woche auf dem 23.15 Uhr-Sendeplatz ausgestrahlt werden.
Im November 2003 hätten die VIVA-Sender ihren Marktanteil bei der Kernzielgruppe der 14- bis 29jährigen um 0,1% auf 3,3% (VIVA 1,9%, VIVA PLUS 1,5%) leicht steigern können. Damit habe die VIVA-Gruppe knapp vor dem Konkurrenten MTV. VIVA habe Dr. Ludwig Bauer, den ehemaligen Vorstand der ProSiebenSat.1 Media AG, als neuen TV-Vorstand für die nationalen und internationalen TV-Aktivitäten der Gruppe gewinnen können. Bauer werde seine Tätigkeit bei VIVA zum 1. Februar 2004 antreten. Das Vorstandsteam mit Dieter Gorny als Vorstandsvorsitzendem, Christian Gisy als Finanzvorstand, Jörg Grabosch als verantwortlichem Vorstand für die Produktion von Programmen und Ludwig Bauer für die VIVA-TV-Senderfamilie sei nun in der zum Herbst 2003 verabschiedeten neuen Führungsstruktur komplett.
Im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2003 habe VIVA weiterhin unter der Rezession auf dem Werbemarkt gelitten. Das Kölner Medienunternehmen habe einen Umsatz in Höhe von 21,3 Mio. Euro erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stelle dies einen Rückgang um ca. 21,9% dar. Den stärksten Umsatzrückgang (-42,8% auf 7,07 Mio. Euro) habe der Bereich TV-Produktion verzeichnet, was mit saisonalen Effekten (Sommerpause bei "TV total") und besonderen Abrechnungsmodi bei der TV-Tochter Brainpool begründet worden sei.
Das nationale Musik-TV-Geschäft sei von der anhaltenden Buchungszurückhaltung der Werbeindustrie belastet worden und habe daher einen Umsatzrückgang um 3,7% auf 10,98 Mio. Euro hinnehmen müssen, während das internationale Musikgeschäft einen Zuwachs um 7,7% auf 3,28 Mio. Euro habe verzeichnen können. Der Gewinn vor Steuern (EBIT) zum 30.06.2003 (4,2 Mio. Euro) habe nicht gehalten werden können; zum Ende des 3. Quartals habe VIVA ein negatives EBIT in Höhe von .2,8 Mio. Euro verbucht.
Im Zeitraum von Januar bis September 2003 habe VIVA einen kumulierten Umsatz von 71,5 Mio. Euro erreicht (-12,8% gegenüber 2002). Das EBITDA habe bei 3,3 Mio. Euro gelegen, das EBIT bei 2,6 Mio. Euro. Unter dem Strich habe VIVA einen Verlust in Höhe von 3,87 Mio. Euro ausgewiesen. Eine Vergleichbarkeit der Zahlen mit dem Vorjahreszeitraum sei auf Grund einiger Sondereffekte (Verkaufserlös aus Anteilsverkauf VIVA PLUS an Time Warner, Sonderabschreibungen auf Beteiligungen, Rückstellungen für Restrukturierungen und Umzug in neue Geschäftsräume) nur eingeschränkt möglich gewesen.
Für das Gesamtjahr 2003 werde VIVA statt eines ausgeglichenen Ergebnisses voraussichtlich einen operativen Verlust ausweisen. Zudem würden laut Unternehmensangaben nicht-operative Effekte wie Abschreibungen auf Firmenwerte ausländischer TV-Töchter und latente Steuern sowie eine Rückstellung für die mit Time Warner vereinbarte Kaufpreisanpassung für VIVA PLUS das Ergebnis belasten. Die Umsätze hätten voraussichtlich auf Vorjahresniveau stagniert. Die verschiedenen Strukturmaßnahmen, zu denen auch die im April 2003 gestartete Programmoffensive, Verstärkungen im Personalbereich und Maßnahmen zur Marken-Repositionierung zählen würden, sollten im Laufe des Jahres 2004 positive Effekte bringen.
Der schwache Werbemarkt habe die Geschäftsentwicklung der VIVA Media AG im vergangenen Jahr belastet. Die Zahlen zum 3. Quartal und die in diesem Rahmen verkündete Prognosesenkung für das Gesamtjahr hätten enttäuscht. Trotz erster hoffnungsbringender Erholungstendenzen am Werbemarkt würden die Spekulationen um eine mögliche Anteilstrennung durch Time Warner und Universal neue Unsicherheit schaffen.
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln behalten ihre "Marketperformer"-Einschätzung für VIVA Media bei.
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