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DEAG befreiender Wandel


04.12.2003
FOCUS-MONEY

Das Anlegermagazin "Focus Money" empfiehlt derzeit ein Engagement in die Aktien von DEAG Deutsche Entertainment (ISIN DE0005513907 / WKN 551390).

Auf dem Eigenkapitalforum in Frankfurt habe Chef Peter Schwenkow vergangene Woche die Details zu den derzeit laufenden Kapitalmaßnahmen präsentiert. Sie könnten einen Befreiungsschlag für den krisengeschüttelten Konzert- und Show-Veranstalter bedeuten. Alte Zöpfe seien abgeschnitten worden, das Debakel um die Musicalkette Stella sei komplett abgeschrieben. Die Holding-Kosten seien seit 2001 um 75 Prozent auf 2,8 Millionen Euro gesunken. 2004 seien weitere Einsparungen von 30 Prozent geplant. Die Arbeit trage bereits in diesem Jahr Früchte. Bei einem Umsatz von 120 Millionen Euro dürfte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mindestens 5 Millionen Euro betragen. Davon bleibe allerdings auf Grund der hohen Zinslast nicht viel hängen.


Werde die Kapitalerhöhung komplett gezeichnet, hätte DEAG keine Bankverbindlichkeiten mehr. Der Clou: Würden nicht alle Stücke platziert, sei die Kapitalerhöhung nichtig, niemand bleibe auf den Stücken sitzen. Gehe der Deal glatt, würden die Investoren Anteile an einem schuldenfreien Unternehmen halten. Das Risiko für Zeichner sei daher gering. Anfang der Woche solle Schwenkow bereits 70 Prozent der Kapitalerhöhung in der Tasche gehabt haben. Die Wandelanleihe erfreue sich auf Grund der attraktiven Bedingungen ohnehin höchster Beliebtheit.

Ohne Zinslasten dürfte DEAG im kommenden Jahr einen Nettogewinn von mindestens 5 Millionen Euro ausweisen. Durch die neuen Aktien werde er allerdings etwas verwässert. In drei Jahren sollten dann 23 Millionen Aktien auf dem Markt sein. Bei einem Kurs von 2,33 Euro entspreche das einem moderaten Kurs-Gewinn-Verhältnis von zehn. Der Gewinn könnte sogar noch höher ausfallen. Der Vertrag mit CTS Eventim über den Ticketverkauf sei ausgelaufen. Schwenkow glaube, dass er mit einem neuen Vertreiber einen Euro pro Ticket sparen könne. Bei 3,6 Millionen Karten im Jahr 2003 wäre allein das ein zusätzlicher Ertrag von 3,6 Millionen Euro.

Vor diesem Hintergrund rät das Anlegermagazin "Focus Money" zu einem Engagement in die Aktien von DEAG. Der Stoppkurs sollte bei 2 Euro platziert werden.




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