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QSC weiterhin günstig


11.11.2003
TradeCentre.de

Die Experten von "TradeCentre.de" sind der Meinung, dass die Aktie von QSC (ISIN DE0005137004 / WKN 513700) nach wie vor günstig ist.

Markus Metyas, Finanzvorstand des Telekommunikationsanbieters QSC, habe auf Nachfrage der Experten bekräftigt, im laufenden Quartal, die Gewinnschwelle auf EBITDA-Basis zu erreichen. Die Umsatzprognose sehe der CFO auch unverändert bei über 115 Millionen Euro. Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen wollten die Kölner in diesem Jahr einen Verlust von "weniger als 25 Millionen Euro" einfahren. "Wir haben keinen Grund an unserer Prognose etwas zu verändern", sage Metyas. Zu Jahresanfang sei übrigens noch ein Verlust von 25 bis 30 Millionen Euro prognostiziert worden.

Erheblich besser als geplant, komme das Unternehmen bei der Reduzierung des Liquiditätsabflusses voran. Wie der Finanzchef betone, solle das Erreichen des Break-Even auf Cashflow-Basis bereits spätestens zur Jahresmitte 2004 gelingen. Ziel des Konzerns sei unverändert in jedem Quartal den Cashverbrauch um circa zwei Millionen Euro zu senken. Nach einem Mittelabfluss von gut elf Millionen Euro im ersten Quartal, seien es in der Folgeperiode nur noch 8,6 Millionen Euro gewesen. Nach eigenen Angaben sei das dritte Quartal voll nach Plan verlaufen. Man gehe daher von einem Cash-Burn in Q3 aus dem laufenden Geschäft von leicht über sieben Millionen Euro aus.


Damit falle der Geldverbrauch bereits zum zehnten Mal geringer aus, als in den Quartalen zuvor. Per Ende September dürften sich die liquiden Mittel auf 61 Millionen Euro belaufen. Zum Jahresende sollten in der Kasse in jedem Fall "mehr als 50 Millionen Euro Cash" liegen, erkläre der CFO.

Äußerst optimistisch zeige sich der ehemalige Investmentbanker von Morgan Stanley für die kommenden beiden Jahre. Metyas halte ein organisches Wachstum von knackigen 20 bis 30 Prozent für realistisch. Die nachhaltige EBITDA-Marge solle sich bei 25 bis 30 Prozent einpendeln. Man erwarte, dass diese Marge in etwa in 2005 erzielt werde. In Concreto bedeute dies: QSC dürfte in zwei Jahren knapp 200 Umsatzmillionen stemmen und auf operativer Ebene (vor Abschreibungen) 60 Millionen Euro verdienen. Steuern würden aufgrund der Verlustvorträge zunächst keine anfallen. Das Finanzergebnis sei positiv. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte beziffere man konservativ auf maximal 30 Millionen Euro.

Summa summarum errechne sich für 2005 ein Nettogewinn von starken 30 Millionen Euro. Bei diesen Aussichten sei es kein Wunder, dass das Management, Gründer und der Aufsichtsrat, sowie die Baker Group, die zusammen 62,3 Prozent der Aktien halten würden, nicht an Verkäufe denken würden. "Ich glaube nicht, dass unsere Großaktionäre im Entferntesten daran denken, auch nur eine Aktie auf aktuellem Niveau zu verkaufen". Für 2004 insgesamt müsse Metyas den Geschäftsbericht allerdings auf Nettobasis noch in Rot verfassen. Das EBITDA solle mit schwarzer Tinte geschrieben werden. Sobald im ersten Halbjahr 2004 der Cashflow drehe, wolle der CFO "Bargeld" verdienen.

Erklärtes Ziel des Unternehmens sei zudem in den TecDAX aufzusteigen. Die Chancen bei der nächsten Veränderung zu Beginn des kommenden Jahres, in das auserlesene Technologiesegment aufzusteigen, stünden sehr gut. QSC erfülle mittlerweile die Kriterien bei der Marktkapitalisierung für den ersehnten Ritterschlag, müsse aber noch etwas im Handelsumsatz zulegen. Seit dem Tief von nahezu 30 Cent habe das Papier um knapp 1.000 Prozent zugelegt. Die Empfehlung der Experten vom 12. Mai (im Bereich von einem Euro dem Depot beimischen) sei gerade noch rechtzeitig gekommen. Aktuelles Kursplus: 200 Prozent.

Es klingt zwar verrückt, aber die Aktie von QSC ist immer noch nicht zu teuer (KGV von zehn für 2005!), so die Experten von "TradeCentre.de". Rücksetzer seien Kaufkurse.




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