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Gericom Downgrade 21.10.2003
AC Research
Die Analysten von AC Research senken ihr Votum für die Aktien des im SDAX notierten Entwicklers, Produzenten und Vermarkters von Produkten aus dem Bereich der mobilen Computer- und Kommunikationstechnologie Gericom (ISIN AT0000729108 / WKN 565773) von vorher "kaufen" auf jetzt "halten".
Die Geschäftsleitung habe am heutigen Morgen vorläufige Zahlen für das abgelaufene dritte Quartal 2003 veröffentlicht.
Demnach habe die Gesellschaft in diesem Zeitraum im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode einen Umsatzrückgang von rund 33% auf etwa 90 Millionen Euro hinnehmen müssen. Als Grund hierfür habe das Management der Gesellschaft den sich ausweitenden Preiskampf im Notebooksegment sowie die anhaltende Kaufzurückhaltung der Kunden während der Sommermonate angegeben. Der Auftragsbestand habe sich hingegen nach Unternehmensangaben sehr positiv entwickelt und liege mit 114,4 Millionen Euro rund 20% über dem Vorjahresniveau. Aus diesem Grund sei die Geschäftsleitung weiterhin zuversichtlich, im Gesamtjahr 2003 das angestrebte Umsatzniveau von 500 Millionen Euro erreichen zu können.
Bereits im abgelaufenen zweiten Quartal habe die Gesellschaft trotz einer 20%-igen Steigerung der abgesetzten Stückzahlen einen Umsatzrückgang von 10,2% auf 110,5 Millionen Euro hinnehmen müssen. Dabei hätten die Vertragspartner in diesem Zeitraum aufgrund des schwachen konjunkturellen Umfeldes die vereinbarten Absatzzahlen nicht absetzen können. Daraufhin habe mit der Mediamarkt-Kette ein wichtiger Kunde der Gesellschaft von Gericom einen Beitrag gefordert, wenn die nicht verkauften Geräte in weiteren Verkaufsaktionen zu deutlich reduzierten Preisen verkauft werden sollten. Damit habe MediaMarkt seien Marktmacht gegenüber Gericom ausgespielt. Infolgedessen habe im zweiten Quartal mit -0,7 Millionen Euro ein negatives EBIT ausgewiesen werden müssen.
Hierin werde die Schwäche des Geschäftsmodells von Gericom deutlich. So sei das Unternehmen von wenigen Großkunden abhängig. Diese könnten dann ihre Marktmacht gegenüber Gericom ausüben und eine nachträgliche Rabattierung für nicht verkaufte Waren einfordern. Zudem habe sich das Unternehmen nach Ansicht der Analysten von AC Research zu stark auf den Notebookbereich konzentriert. So seien noch im ersten Halbjahr 2003 rund 80% der Gesamtumsätze mit Notebooks erzielt worden. Dies habe während der starken Wachstumsphase dieses Segmentes zu sehr guten Renditen geführt. Allerdings zeichne sich nunmehr eine Marktsättigung ab. Nunmehr leide das Unternehmen unter der zu geringen Diversifizierung der eigenen Produktpalette. Im diesen Effekt abzufedern, habe die Gesellschaft in der zweiten Jahreshälfte 2003 damit begonnen, "Home Entertainment-Produkte" zu vermarkten. Hierdurch solle der Notebookanteil am Gesamtumsatz und damit auch die Abhängigkeit von diesem Segment deutlich sinken.
Beim derzeitigen Aktienkurs von 8,70 Euro erreiche die Gesellschaft eine Marktkapitalisierung von rund 95 Millionen Euro. Aufgrund des Weihnachtsgeschäftes erscheine das Ziel der Gesellschaft, im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz von 500 Millionen Euro zu erzielen, erreichbar. Im kommenden Jahr solle der Umsatz der Gesellschaft nach Unternehmensangaben dann auf 650 Millionen Euro steigen. Dieses Ziel erscheine aufgrund der weiterhin hohen Abhängigkeit vom Notebookmarkt nach Ansicht der Analysten von AC Research sehr ambitioniert. Die Aktie erscheine mit einem KGV 2004e von 12 derzeit fair bewertet.
Die Analysten von AC Research senken ihr Votum für die Aktien der Gericom AG von vorher "kaufen" auf jetzt "halten".
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