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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 22,60 € |
22,00 € |
+0,60 € |
+2,73 % |
17.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0005565204 |
556520 |
- € |
- € |
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Dürr halten 08.10.2003
AC Research
Die Analysten von AC Research empfehlen weiterhin, die Aktien des im SDAX notierten Anbieters von Technologien und Systemlösungen rund um den Lackierprozess und die industrielle Teilereinigung Dürr AG (ISIN DE0005565204 / WKN 556520) zu halten.
Die Geschäftsleitung habe gestern mitgeteilt, dass die Tochtergesellschaft Carl Schenck AG ihre defizitäre Vorfertigung am Standort Darmstadt schließen werde.
Hierdurch würden bis Ende 2004 bei der Schenck Fertigung & Service GmbH insgesamt rund 350 Arbeitsplätze wegfallen. Der Grund für die Schließung des Vorfertigungsbereichs liege in der fehlenden Wettbewerbsfähigkeit. So habe das Unternehmen aufgrund von strukturellen Kostennachteilen wie unzureichender Auslastung und hoher Personalkosten seit Jahren defizitär gearbeitet. Eine Rückkehr in die Gewinnzone erscheine vor dem Hintergrund der strukturellen Nachteile nicht realistisch. Die Schenck Fertigungs- und Service GmbH liefere Vorprodukte und Komponenten vor allem an andere Unternehmensbereiche des Schenck-Konzerns.
Durch die Schließung der Schenck-Vorfertigung eröffne sich der Gesellschaft der Zugang zu anderen, kostengünstigeren Beschaffungsmärkten. Auf diese Weise könnten nach Ansicht der Analysten von AC Research langfristig deutliche Kostenvorteile erschlossen werden. Kurzfristig werde die Schließung der Schenck-Fertigung allerdings zu Einmalaufwendungen in Höhe von 18 Millionen Euro führen. Ohne Berücksichtigung von Einmalaufwendungen plane das Management der Gesellschaft, im laufenden Geschäftsjahr beim Vorsteuergewinn das Vorjahresniveau wieder zu erreichen. Dieses habe bei 22,6 Millionen Euro gelegen. Daher werde trotz der Einmalaufwendungen im Dürr-Konzern auf Jahressicht weiterhin mit einem Vorsteuergewinn gerechnet. Das Vorsteuerergebnis der Schenck AG werde allerdings aufgrund der Einmalaufwendungen deutlich negativ ausfallen.
Beim derzeitigen Aktienkurs von 17,40 Euro erreiche die Gesellschaft eine Marktkapitalisierung von knapp 250 Millionen Euro. Aufgrund eines insgesamt positiv verlaufenden Systemgeschäftes erscheine trotz der anstehenden Einmalaufwendungen nach Ansicht der Analysten von AC Research im laufenden Geschäftsjahr 2003 noch das Erreichen eines Vorsteuergewinns wahrscheinlich. Die Schließung der seit Jahren defizitären Schenck-Vorfertigung sei strategisch sinnvoll, da davon ausgegangen werden könne, dass sich diese Maßnahme langfristig positiv auf das Unternehmensergebnis auswirken werde. Im kommenden Geschäftsjahr erscheine ein Gewinn je Aktie von 1,15 Euro realistisch. Damit werde das Unternehmen derzeit mit einem KGV 2004e von rund 15 bewertet. Damit erscheine die Aktie weiterhin fair gepreist.
Die Analysten von AC Research empfehlen weiterhin, die Aktien der Dürr AG zu halten.
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