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VIVA Media Marketperformer


06.06.2003
Stadtsparkasse Köln

Die Analysten von der Stadtsparkasse Köln bewerten die Aktie von VIVA Media (ISIN DE0006171069 / WKN 617106) unverändert mit einem "Marketperformer"-Rating.

Im Rahmen seiner Unternehmensstrategie wolle VIVA eine größere Unabhängigkeit vom deutschen Werbemarkt schaffen. Durch den Eintritt in das TV-Produktionsgeschäft (Brainpool) habe VIVA bereits den Anteil der werbemarktabhängigen Erlöse von 89 auf 43% senken können. Mit einer im April gestarteten Programmoffensive, durch die sich VIVA stärker auf das Segment General Entertainment ausrichte, wolle das Unternehmen neue Umsatz- und Ertragsquellen erschließen.

Insgesamt würden zehn neue Formate sukzessiv in das Abendprogramm von VIVA eingeführt werden. Angesichts erster positiver Indikationen bei den Einschaltquoten sei VIVA zuversichtlich, zukünftig Marktanteilserfolge erzielen zu können. Zudem plane VIVA die Übernahme des Popkomm.-Veranstalters Musik Komm. In diesem Zuge werde ein neues Geschäftsfeld "VIVA Media Enterprises" gegründet, das die Bereiche Merchandising, Licensing und Event-Management umfassen werde.


Das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres sei erwartungsgemäß schwach verlaufen. Der Umsatz sei im Vergleich zum Vorjahresmonat um 17,8% auf 21 Mio. EUR gesunken, wobei sich insbesondere das Musik-TV-Geschäft auf Grund des anhaltend schwierigen Werbemarktes schwach entwickelt habe (Umsatz .4% auf 10,6 Mio. EUR). Während das deutsche Musik-TV-Geschäft einen Umsatzrückgang um 21% auf 7,5 Mio. EUR verzeichnet habe, habe der Umsatz des internationalen Musik-Geschäftes u.a. durch die Konsolidierung der niederländischen Aktivität "The Box" und von VIVAswizz auf 3,1 Mio. EUR mehr als verdoppelt werden können.

Im Segment TV-Produktion, das einen Umsatzrückgang von 14 Mio. EUR auf 10,3 Mio. EUR verzeichnet habe, hätten sich bereits die Kosten für die Vorproduktion von TV-Formaten niedergeschlagen, die erst im zweiten und dritten Quartal umsatz- und ergebniswirksam würden. Auf der Ertragsseite habe VIVA einen Rückgang des EBITDA von 2 Mio. EUR auf 0,7 Mio. EUR verbucht, das EBIT habe sich von 0,3 auf .1,5 Mio. EUR verschlechtert (Musik-TV von .0,3 auf 2,5 Mio. EUR, TV-Produktion dagegen +37,5% auf 1,1 Mio. EUR). Das Konzernergebnis sei auf.1,2 (0,3) Mio. EUR zurückgegangen. In den Vergleichszahlen des Vorjahres sei der Erlös aus dem Verkauf der VIVA-Plus-Anteile an AOL Time Warner bereits bereinigt worden.

Für das laufende Jahr gehe VIVA nicht von einer wesentlichen Erholung des Werbemarktes aus. Für den Musik-TV-Bereich werde daher lediglich eine Stabilisierung erwartet. Der internationale Musik-Bereich sollte sich jedoch u.a. auf Grund von Kosteneinsparungen besser entwickeln. In der TV-Produktion rechne VIVA mit einer Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr. Konzernweit erwarte das Unternehmen im laufenden Jahr eine stabile Umsatzentwicklung und - bereinigt um den Sondereffekt aus dem AOL-Erlös - eine operative Ergebnisverbesserung.

Das 1. Quartal eines Geschäftsjahres verlaufe bei VIVA traditionell eher schwach, daher würden die nun veröffentlichten Zahlen nicht überraschen. Neben der positiven Auswirkungen der im 1. Quartal produzierten Formate auf Umsatz und Ertrag, sollten auch die im April gestarteten Programmoffensiven in den folgenden Quartalen positive Beiträge erbringen. Daneben entwickele VIVA neue Geschäftsmodelle mit der Musikindustrie, die eine weiter gehende Abkoppelung der Umsätze vom Werbemarkt schaffen sollten. Diese Bemühungen seien zu begrüßen, der Erfolg daraus bleibe jedoch zunächst abzuwarten.

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bleiben für die Aktie von VIVA Media bei ihrer Einschätzung "Marketperformer".




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