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Gericom halten 06.06.2003
Erste Bank
Die Analysten der Erste Bank stufen die Gericom-Aktie (ISIN AT0000729108 / WKN 565773) mit "halten" ein.
Im ersten Quartal 2003 habe Gericom die Umsätze um beachtliche 42% auf EUR 125 Mio. gesteigert. Etwa 85% des Umsatzes sei hierbei mit dem Vertrieb von Notebooks erwirtschaftet worden. Das Wachstum habe Gericom sowohl im Kernmarkt Deutschland als auch im restlichen Westeuropa erzielen können. Der starke Wachstumstreiber sei für Gericom aber nach wie vor die Expansion außerhalb des deutschsprachigen Raums gewesen. Da Gericom einer der preisaggressivsten Anbieter am Markt sei, sei das Unternehmen auch im ersten Quartal 2003 mit schwachen Margen konfrontiert worden.
Die EBIT Marge sei deshalb im ersten Quartal 2003 auf 3,9% nach 4,9% im Vergleichsquartal 2002 zurück gegangen. Der Anstieg des EBIT habe somit - im Gegensatz zum Umsatz - nur 11,8% im Jahresvergleich betragen. Steuerlich habe Gericom von der Auslagerung der Assemblierung nach Asien profitieren können, so dass der Jahresüberschuss um rund 19% (EUR 3,7 Mio.) über dem Vorjahresergebnis gelegen habe. Im ersten Quartal 2003 habe Gericom in Deutschland mit einem Marktanteil von 9,7% auf Platz 4 gelegen. Stark gewinnen können habe im ersten Quartal 2003 laut Gartner Group vor allem A-Brand Anbieter (z.B.Fujitsu Siemens, Acer, HP) sowie das Vermarktungs- und Brandunternehmen Medion. In den kommenden Monaten werde weiterhin mit einer starken Nachfrage nach Notebooks in Westeuropa gerechnet. Trotz der guten Nachfrage sei aber mit einem weiter steigenden Preis- und Marktanteilskampf zu rechnen.
Gericoms Ziel für die kommenden Monate sei laut Aussage des Managements nach wie vor Umsatzwachstum und die Gewinnung von Marktanteilen. Es sei bei den Analysten auch der Eindruck entstanden, dass gerade Gericom einer der preisaggressivsten Anbieter am Markt sei. Aufgrund des Schwerpunkts auf Umsatzwachstum sei nach Meinung der Analysten in den kommenden Monaten bei Gericom von niedrigeren Margen auszugehen. Eine leichte Stabilisierung der Margen solle laut Gericom mit der geplanten Erweiterung der Produktpalette in der zweiten Jahreshälfte 2003 erreicht werden (z.B. Flachbildschirme oder Plasma TV).
Gericom halte trotz des hohen Umsatzzuwachs im ersten Quartal für das Gesamtjahr 2003 weiterhin an einem Umsatzwachstum von nur 15% fest. Aufgrund des Festhaltens an diesem Umsatzziel - trotz Nachfrage und Diskussion - bestätige man die Schätzungen für die Jahre 2003, 2004 und 2005. Die Gewinne je Aktie würden für die jeweiligen Jahre EUR 1,70, 1,83 und 1,85 betragen. Da nach Meinung der Analysten das Lager - trotz Gericoms Justin-Time Modell - eine nicht unbeachtliche Höhe besitze, die klassischen Garantierückstellungen auf niedrigem Niveau seien und die aggressive Preisstrategie auch weiterhin verfolgt werden solle, sehe man nach den Zahlen des ersten Quartals 2003 eine sinkende Prognosesicherheit für das Erreichen der Schätzungen. Man sehe deshalb das Aufwärtspotential der Aktie - trotz aktuell günstigen KGVs und EV/EBIT Multiples - als gering an.
Die Analysten der Erste Bank nehmen deshalb ihre Empfehlung für die Gericom-Aktie von "akkumulieren" auf "halten" zurück.
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