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Ludwig Beck verkaufen


12.05.2003
Independent Research

Die Analysten von Independent Research empfehlen weiterhin, die Aktien der Ludwig Beck AG (ISIN DE0005199905 / WKN 519990) zu verkaufen.

Die Geschäftsleitung habe Zahlen für das abgelaufene erste Quartal 2003 veröffentlicht.

Demnach habe die Gesellschaft in diesem Zeitraum aufgrund des schwachen konjunkturellen Umfeldes einen Rückgang beim Bruttoumsatz auf 20,2 Millionen Euro, einen EBIT-Verlust von 0,9 Millionen Euro und einen Periodenfehlbetrag von einer Millionen Euro oder 0,34 Euro je Aktie hinnehmen müssen. Die Zahl der Mitarbeiter habe sich von 572 auf 485 verringert.


Die Gesellschaft habe sich besser als die Textilhandelsbranche entwickelt. Diese habe im ersten Quartal einen Rückgang von 7% hinnehmen müssen. Dabei habe das Unternehmen aber auf das in diesem Jahr verspätete Ostergeschäft hingewiesen. Unterhalb der eigenen Planungen dürfte nach Ansicht der Analysten von Independent Research die im letzten Jahr neu gegründete Ludwig Beck Vertriebs GmbH gestartet sein. Der Umsatz sei hier um 0,3 Millionen Euro auf 1,4 Millionen Euro angewachsen. Der Umsatzrückgang habe sich trotz der bereits im letzten Geschäftsjahr vollzogenen Einsparmaßnahmen auf das Ergebnis durchgeschlagen.

Zur Senkung des Break Even habe die Geschäftsleitung weitere Einsparmaßnahmen beschlossen. Durch dieses Paket sollten nach dem Willen der Geschäftsleitung weitere 2 Millionen Euro eingespart werden. Zudem hoffe die Gesellschaft, durch die Verlängerung der Ladenöffnungszeiten am Samstag bis um 20 Uhr infolge der guten Innenstadtlage des Unternehmens im Vergleich zum Wettbewerb überproportional profitieren zu können.

Im letzten Geschäftsjahr sei der Rohertrag strukturell von über 48% auf 45,8% gesunken. Gleichzeitig habe sich die EBIT-Marge von 6,1% auf 3% verringert. Im laufenden Geschäftsjahr erwarte man durch die Einsparmaßnahmen eine leichte Verbesserung der Margen. Allerdings müsse vor einem deutlichen Ergebnissprung die Konsumbereitschaft deutlich zulegen. Damit sei im laufenden Geschäftsjahr aber nicht mehr zu rechnen.

Das Erreichen der Profitabilität wie im Vorjahr sei weiterhin möglich. Aufgrund der geographischen Lage sei das Unternehmen besser positioniert als die Wettbewerber. Die Unsicherheit in diesem Wert werde aufgrund der rückläufigen Q1-Zahlen aber weiterhin steigen.

Die Analysten von Independent Research empfehlen weiterhin, die Aktien der Ludwig Beck AG zu verkaufen.




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