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Gericom Downgrade


11.04.2003
Erste Bank

Die Analysten der Erste Bank reduzieren ihr Rating für die Aktien von Gericom (ISIN AT0000729108 / WKN 565773) auf "accumulate".

Die Bekanntgabe der endgültigen Zahlen 2002 habe erkennen lassen, dass die Umsatzzahlen den vorläufigen Zahlen entsprochen hätten und somit im Rahmen der Erwartungen gelegen hätten, jedoch das Ergebnis, bedingt durch eine sehr schwache Margenentwicklung in Q4/02, niedriger als erwartet ausgefallen sei. Insbesondere in Q4/02 habe sich das Unternehmen mit einem härteren Wettbewerb vor allem im Hauptmarkt Deutschland konfrontiert gesehen. Trotz geringerer Rückstellungen sei das EBIT in 2002 um 10,3% auf EUR 23,8 Mio. gegenüber 2001zurückgegangen. Die EBIT-Marge sei von 4,9% in 2001 auf 4,4% in 2002 gesunken. Wenngleich sich Gericom als No.1 am deutschen Markt habe behaupten können, so habe der Kampf um Marktanteile einen signifikanten Rückgang im EBIT, ROE und ROCE bewirkt. Ein höherer Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr sei durch die niedrigere Steuerrate möglich gewesen.


In 2002 sei das Notebook-Geschäft für 83,7% des Umsatzes verantwortlich gewesen. Bedingt durch den verschärften Wettbewerb und einem erhöhten Margendruck werde eine Erweiterung der Produktpalette sowie eine neue Marketingstrategie in Erwägung gezogen, wobei eine diesbezügliche Entscheidung im April zu erwarten sei. Der Notebook-Bereich solle in 2003 somit nur mehr einen Anteil von 75% am Umsatz haben. Zielmärkte der Expansion außerhalb Deutschlands seien in 2003 weiterhin West- und Südeuropa. Als Zukunftsmärkte würden die osteuropäischen Länder und China gesehen, wobei vor 2004 oder 2005 mit keinem substantiellen Umsatzbeitrag gerechnet werden könne. In Westeuropa sei für die nächsten drei Jahre mit einer zufriedenstellenden Nachfrage im Notebook-Markt zu rechnen, wobei Gericom für 2003 einen Umsatzzuwachs von 15% erwarte.

Weiterhin starker Wettbewerb und Preisdruck sei im Hauptmarkt Deutschland zu erwarten. Gericom gehe somit in 2003 von einer EBIT-Marge von 4-4,5% und einem Jahresüberschuss auf dem Niveau von 2002 aus. Der verstärkte Wettbewerb, ein sich deutlich erhöhter Margendruck sowie der Ausblick des Management über eine flache Ergebnisentwicklung geben Anlass die Gewinnschätzungen für 2003 von EUR 2,06 auf EUR 1,70 sowie für 2004 von EUR 2,26 auf EUR 1,83 zu korrigieren, so die Analysten der Erste Bank.

Infolge des derzeit geringen Aufwärtspotenzials der Gericom-Aktie haben die Analysten der Erste Bank Anfang der Woche ihre Kauf-Empfehlung auf "accumulate" zurückgenommen.




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