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Turbo Put-Optionsschein auf LEONI: Anleger sollten short bleiben - Optionsscheineanalyse 11.07.2019
ZertifikateJournal
Schwarzach am Main (www.optionsscheinecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe einen Turbo Put-Optionsschein (ISIN DE000DF2YVR5/ WKN DF2YVR) der DZ BANK auf die Aktie von LEONI (ISIN DE0005408884/ WKN 540888) vor.
Der Autozulieferer LEONI wolle sich mit einem Umbau aus der Krise befreien. Kernelement sei die Trennung von der Sparte zur Produktion von Kabeln und Verbindungslösungen (WCS). Dabei würden ein Börsengang oder ein Verkauf vorbereitet. Nach einer möglichen Trennung würde sich LEONI in erster Linie auf die Entwicklung des Bordnetzbereiches (Wiring Systems Division; WSD) konzentrieren. Hierbei stehe der Ausbau der Kompetenzen in Sachen Energie- und Datenlösungen und Dienstleistungen im Fokus. Die Entscheidung leuchte ein. Schließlich sehe der Vorstand von LEONI aktuell nur sehr geringe Synergien zwischen den beiden Divisionen und beabsichtige, deren operative Unabhängigkeit zu erhöhen.
Derweil verlaufe das im Herbst eingeleitete Sparprogramm nach Unternehmensangaben plangemäß. Dabei sollten die Bruttokosten bis 2022 nachhaltig um 500 Mio. Euro pro Jahr gesenkt werden. Während der angestrebte Effekt auf die EBIT-Marge zwei bis drei Prozentpunkte betrage, solle sich das Verhältnis von Free Cashflow zu Umsatz um vier bis fünf Prozentpunkte verbessern. Rund 75 Prozent der Einsparungen würden voraussichtlich im Unternehmensbereich WSD realisiert. Ein Warnsignal sei der letzte Satz in der Ad-hoc-Meldung: "Zudem arbeitet das Unternehmen derzeit am bestehenden Refinanzierungsbedarf und zieht dabei nach eigenen Angaben alle Optionen in Betracht." Mit anderen Worten: Eine größere Kapitalerhöhung, die den Aktienkurs belasten dürfte, sei sehr wahrscheinlich.
Anleger sollten daher trotz der neu aufgekommenen Fantasie bezüglich des WCS-Verkaufs auf der Shortseite bleiben, zum Beispiel mit dem Turbo Put der DZ BANK aus ZJ 21/2019, so die Experten vom "ZertifikateJournal". (Ausgabe 27/2019) (11.07.2019/oc/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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