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VIVA Media Marketperformer 31.03.2003
Stadtsparkasse Köln
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bewerten die VIVA Media-Aktie (ISIN DE0006171069 / WKN 617106) mit Marketperformer.
Im Rahmen seiner Unternehmensstrategie wolle VIVA weiterhin eine größere Unabhängigkeit vom deutschen Werbemarkt schaffen. Durch den Eintritt in das TV-Produktionsgeschäft (Brainpool) habe VIVA bereits den Anteil der werbemarktabhängigen Erlöse von 89 auf 43% senken können. Für die Zukunft sei geplant, mit einer neuen Programmoffensive, durch die sich VIVA stärker auf das Segment General Entertainment ausrichte, neue Umsatz- und Ertragsquellen zu erschließen. Zur Ausgestaltung der Programmoffensive seien noch keine Details genannt worden; diese sollten in den nächsten Wochen bekannt gegeben werden. Zudem plane VIVA die Übernahme des Popkomm.-Veranstalters Musik Komm. In diesem Zuge werde ein neues Geschäftsfeld "VIVA Media Enterprises" gegründet, das die Bereiche Merchandising, Licensing und Event-Management umfassen werde.
Die Expansion in Europa sei durch die Übernahme des niederländischen TV-Sender "The Box" erfolgreich fortgeführt worden. Zudem sei hierdurch eine neue Erlösquelle durch interaktive Mehrwertdienste (Telefon, Internet, SMS) erschlossen worden. VIVA sei außerdem eine Programmkooperation mit dem litauischen Sender LRF eingegangen. Zudem sei der Anteil an der schweizerischen Tochter VIVAswizz auf 96% aufgestockt worden. Durch die Zusammenarbeit mit AOL erhoffe sich VIVA Vorteile bei einer möglichen Expansion außerhalb Europas. Ein erster Schritt habe bereits in China erreicht werden können, wo ein Programmzuliefervertrag mit dem asiatischen Fernsehsender CETV geschlossen worden sei.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2002 habe VIVA mit einem Umsatz von 113,0 Mio. Euro eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (112,8 Mio. Euro) vorweisen können. Aufgeteilt nach Segmenten sei im Bereich "Musik-TV national" auf Grund der anhaltenden Schwäche des deutschen Werbemarktes ein Umsatzrückgang von 51,9 auf 45,2 Mio. Euro verbucht worden. "Musik-TV international" habe dagegen ein Wachstum von 6,4 auf 10,8 Mio. Euro verzeichnen können. Der Umsatz des Bereiches "TV-Produktion" sei von 52,7 auf 55,4 Mio. Euro gestiegen. Neben den bestehenden Shows hätten hier vor allem neue Comedy-Serien zum Erfolg beigetragen. Das EBITDA habe bei 30,0 (.13,5) Mio. Euro und das EBIT bei 18,0 (-31,5) Mio. Euro gelegen.
Insgesamt seien die im Sommer 2002 nach unten revidierten Prognosen (Umsatz 109 Mio. Euro, EBITDA 26 Mio. Euro, EBIT 15 Mio. Euro) deutlich übertroffen worden. Vor Steuern habe das Ergebnis bei 12,6 (-39,3) Mio. Euro, der Jahresüberschuss bei 0,9 (-28,8) Mio. Euro gelegen. Das Ergebnis sei jedoch stark von Sondereffekten geprägt worden. So sei durch den Verkauf des 49%-VIVA-Plus-Anteils an AOL Time Warner ein Erlös von 29,7 Mio. Euro verbucht worden. Negativ hätten Einmalbelastungen unter anderem durch die Insolvenz des Spieleherstellers Westka, Abschreibungen auf Beteiligungen und Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Umzug in neue Geschäftsräume zu Buche geschlagen. Die Liquidität sei mit 44,2 Mio. Euro erfreulich und biete ausreichenden Spielraum, um die internationale Expansion fortzusetzen.
Für das laufende Jahr gehe VIVA nicht von einer wesentlichen Verbesserung des Werbemarktes aus. Für den Musik TV-Bereich werde daher lediglich eine Stabilisierung erwartet. Der internationale Musik-Bereich sollte sich jedoch unter anderem auf Grund von Kosteneinsparungen besser entwickeln. Im Segment TV-Produktion zeichne sich bereits eine sehr gute Auftragslage ab, so dass hier eine Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr erwartet werde. Konzernweit erwarte VIVA im laufenden Jahr eine stabile Umsatzentwicklung und - bereinigt um den Sondereffekt aus dem AOL-Erlös - eine operative Ergebnisverbesserung. Im Auslandsgeschäft wolle VIVA dieses Jahr die Gewinnschwelle erreichen.
Mit der Show "Rent a Pocher" mit dem VIVA-Moderator Oliver Pocher setze VIVA erstmals sein strategisches Ziel um, Künstler, die von VIVA entdeckt und gezielt gefördert würden, in von Brainpool produzierten Shows zu vermarkten. Dabei diene der Sender VIVA zunächst als Testplattform für neue Brainpool-Formate, die später an Vollprogrammsender verkauft würden. Oliver Pocher sei zuvor in einer Personality-Show auf dem VIVA-Sender zu sehen. Die neue Show "Rent a Pocher" werde ab April 2003 wöchentlich auf dem TV-Sender ProSieben ausgestrahlt.
Die strategischen Bemühungen des VIVA-Managements, eine immer weiter gehende Abkoppelung der Umsätze vom Werbemarkt zu schaffen, sei sehr positiv zu werten. So hätten sich die Auswirkungen der Brainpool-Übernahme und damit der Diversifizierung der Umsätze in den Zahlen für 2002 bereits deutlich positiv bemerkbar gemacht. Der Erfolg der angekündigten weiteren Maßnahmen, insbesondere der Programmoffensiven zur Ausrichtung auf das Segment General Entertainment würden jedoch zunächst abzuwarten bleiben.
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bestätigen ihre Einschätzung Marketperformer für VIVA Media.
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