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Porsche neutral


06.12.2002
Helaba Trust

Die Analysten von Helaba Trust bewerten die Porsche-Aktie (WKN 693773) mit "neutral".

Die Schlüsselzahlen für das Geschäftsjahr 2001/02 (30.07.) seien bereits Mitte Oktober bekannt gegeben worden. Nachgereicht worden sei das Ergebnis je Aktie, dass bei einem Umsatz von 4,86 Mrd. Euro (+9,6% gegenüber dem Vorjahr) und einem Vorsteuerergebnis von 829 (Vorjahr: 592) Mio. Euro auf 27,8 (Vorjahr: 17,2) Euro geklettert sei. Die Sonderdividende von 14 Euro, die neben regulären 2,94 Euro je Aktie ausgezahlt werde, solle nach Unternehmensangaben einmalig bleiben.

Für den Zeitraum von August bis November habe der Zuffenhausener Hersteller vorläufige Umsatzzahlen präsentiert. Demnach seien die Erlöse gegenüber dem Vorjahres-Zeitraum um 3,1% auf 1,31 Mrd. Euro gestiegen. Der Absatz habe dabei mit 14.717 verkauften Fahrzeugen nahezu auf Vorjahresniveau verharrt. Während der renditestärkere 911er ein Plus von +4,3% gegenüber dem Vorjahr verzeichnet habe, hätten sich die Boxsterverkäufe rückläufig gezeigt (-9,7% gegenüber dem Vorjahr). In den Absatzzahlen seien auch erstmals 327 Cayenne-Fahrzeuge enthalten.


Bis zum Ende des Geschäftsjahres sei allerdings mit einer Verschiebung des Produktmix hin zum Boxster zu rechnen. Während die Auftragseingänge für den kleineren Sportwagen derzeit über Vorjahresniveau lägen, hätten sich die Bestellungen für den 911er leicht abgeschwächt. Niedrigere Absatzzahlen im traditionellen Sportwagensegment würden aber in diesem Jahr durch die neue Baureihe überkompensiert. Porsche habe bekannt gegeben, dass bereits die erste Jahresproduktion des Cayennes von 25.000 Stück komplett an Kunden verkauft sei.

Im laufenden Geschäftsjahr 2002/03 gehe man von 17.000 abgesetzten Einheiten aus, da der Verkauf im deutschsprachigen Raum in dieser Woche starte und in anderen Exportmärkten erst in den kommenden Monaten anlaufe. Das Risiko für den Cayenne dürfte aufgrund der bereits verkauften Stückzahlen im laufenden Geschäftsjahr überschaubar sein. Die geplanten Auslieferungen könnten allein durch Produktionsprobleme gefährdet werden.

Für die beiden Sportwagenmodelle (911er, Boxster) allerdings erscheine die Absatzrisiken im derzeitigen konjunkturellen Umfeld als hoch. Es müsse sehr genau beobachtet werden, wie sich die Auftragseingänge des gewinnträchtigen 911ers in den kommenden Monaten entwickelten. In diesem Zusammenhang sei interessant, dass Porsche die Investitionen in 2002/03 auf 600 Mio. Euro (2001/02: 392 Mio. Euro) ausweiten werde. Unter anderem solle durch neue Modellvarianten die Nachfrage für die beiden alten Baureihen auch mittelfristig sichergestellt werden.

Vor dem Hintergrund der sich bereits im aktuellen Kursniveau widerspiegelnden hohen Ertragserwartungen erachten die Analysten von Helaba Trust das relative Kurspotential der Porsche-Aktie als begrenzt und raten weiterhin zu einer neutralen Gewichtung.




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