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Air Berlin-Aktie: Kosteneinsparungen im Fokus 03.12.2012
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Sebastian Hein, stuft die Aktie von Air Berlin (ISIN GB00B128C026 / WKN AB1000) unverändert mit dem Rating "verkaufen" ein.
Im Rahmen der Roadshow der Analysten mit Dr. Ingolf Hegner (Leiter IR) im Rheinland sei ausführlich über Air Berlins Kostensenkungsmaßnahmen ("Shape & Size", "Turbine") sowie den anstehenden Teilverkauf des "topbonus"-Programms diskutiert worden. Bezüglich der Kosteneinsparungen gebe es folgende Entwicklungen: Ab dem 14. Januar 2013 werde das Netz um weitere unrentable Strecken reduziert.
In den USA würden die Destinationen an der Westküste durch den Codesharing Partner American Airlines bedient. Zudem streiche Air Berlin einige Kurzstrecken, insbesondere an den Standorten Wien und Palma de Mallorca. Trotz der Streckenreduktion positioniere sich Air Berlin durch Allianzen und Codeshare weiterhin als Full Service Airline, mit stärkerer Fokussierung auf die Hubs Düsseldorf und Berlin.
Das Unternehmen plane, seine Flotte weiter zu reduzieren. Die Analysten würden von einer Reduktion um mindestens 20 weitere Flugzeuge ausgehen. Dies solle zum einen durch auslaufende Leasingverträge sowie durch den Verkauf eigener Flugzeuge erreicht werden (aktuell stünden sieben Flugzeuge in der Bilanz zum Verkauf).
Im Zuge der Flottenreduzierung werde es zu einem Stellenabbau kommen. Die Höhe sei noch nicht beziffert. Aufgrund von kurzen Verträgen im Bereich des Bordpersonals (zumeist zwei Jahre) sollte ein Stellenabbau zeitnah durch auslaufende Verträge umgesetzt werden können.
Ziel des Managements sei es, mit Hilfe der Kosteneinsparungen in 2013 den break-even zu schaffen (BHLe break-even 2014). Weiterhin belastend wirke sich die Verschiebung des neuen Berliner Flughafens aus. Bis Herbst 2013 könnte Air Berlin ein Schaden im mittleren zweistelligen Millionen Euro Bereich entstehen. Zudem habe die geplante "topbonus"-Transaktion im Fokus der Gespräche gestanden: Das Meilenprogramm solle kurzfristig in ein Joint Venture eingebracht werden, an dem Air Berlin einen Minderheitsanteil halten solle.
Das Closing solle im vierten Quartal erfolgen. Die Ausgliederung des Meilenprogramms mit insgesamt ca. 3,2 Mio. Mitgliedern würden die Analysten angesichts der strategischen Komponente kritisch sehen. Auf der anderen Seite sollte Air Berlin aus ihrer Sicht mit der Transaktion eine Verbesserung der aktuell niedrigen Eigenkapitalquote (8%) erreichen.
Aufgrund gesunkener Peer-Bewertungen sinkt das Kursziel von 1,40 EUR auf 1,30 EUR, sodass die Air Berlin-Aktie eine "verkaufen"-Empfehlung bleibt, so die Analysten vom Bankhaus Lampe. (Analyse vom 03.12.2012) (03.12.2012/ac/a/nw)
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