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DE0006305006 630500 -   € -   €
 
 
 

DEUTZ-Aktie: Q3 enttäuscht, Nachfrage weiterhin schwach


08.11.2012
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Christian Ludwig, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die DEUTZ-Aktie (ISIN DE0006305006 / WKN 630500) unverändert mit dem Rating "verkaufen" ein.

Die Q3-Zahlen von DEUTZ seien umsatz- und ergebnisseitig enttäuschend gewesen. Die Gesellschaft habe 5.700 weniger Motoren als von den Analysten erwartet im Q3 verkaufen können und auf Grund des operativen Leverages ein entsprechend niedrigeres EBIT ausgewiesen.

Noch schlechter als in der GuV sehe es bei der Liquidität aus. Trotz des Umsatzrückgangs von knapp 14% nach 9M habe die Gesellschaft ein Working Capital, das 23% über dem Vorjahr liege. Der Free Cash-flow sei mit -50,9 Mio. Euro um 35 Mio. Euro schlechter als im Vorjahr und die Verschuldung sei entsprechend um 23,5 Mio. Euro angestiegen.


Zwar sei die Gesellschaft überzeugt, dass das Q4 deutlich besser werden solle, aber die nackten Zahlen könnten das nicht belegen: Auftrageingang in Q3 -30,4% - eine deutliche Verschlechterung des Trends, denn nach 9M sei man "nur" 17,9% hinten. Auftragsbestand nach 9M auf 219 Mio. Euro gesunken - das seien 12% weniger als nach H1 und 32% weniger als im Vorjahr.

Dass die Guidance nicht angepasst worden sei, liege einzig an dem Verkaufserlös der 25%-Beteiligung an dem Abgassystem-JV mit Bosch und Eberspächer. Hier dürfte in Q4 ein Erlös von ca. 10 Mio. Euro (BHLe) anfallen. Und selbst damit erwarte DEUTZ jetzt nur noch ein Ergebnis in der unteren Hälfte der Bandbreite (Umsatz 1,3 bis 1,4 Mrd. Euro; EBIT-Marge 3,0 bis 4,0%).

Die Analysten hätten ihre Schätzungen nochmals nach unten angepasst. Das neue Kursziel betrage 2,90 Euro (zuvor: 3,00 Euro).

Die Analysten vom Bankhaus Lampe bestätigen damit ihre Verkaufsempfehlung für die DEUTZ-Aktie. Ein schneller Turn-around sei nicht zu erwarten und ein Anziehen der Nachfrage in China werde sich frühestens Mitte nächsten Jahres in den DEUTZ-Zahlen bemerkbar machen, da die Dealerbestände noch sehr hoch seien. (Analyse vom 08.11.2012) (08.11.2012/ac/a/nw)



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