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Rücker-Aktie: Gemischte Q3-Zahlen - Übernahme durch Aton geht in die Verlängerung


05.11.2012
Montega AG

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Hendrik Emrich, Analyst der Montega AG, stuft die Rücker-Aktie (ISIN DE0007041105 / WKN 704110) weiterhin mit dem Votum "verkaufen" ein.

Heute habe die Rücker AG die Q3-Zahlen 2012 veröffentlicht, die etwas unterhalb der Analysenprognosen gelegen hätten. So habe der Umsatz in Q3 mit 46,0 Mio. Euro lediglich um 4% zulegen können (+9% YTD).

In Q3 habe das EBIT nur 2,5 Mio. Euro (Marge 5,5%) betragen und damit rd. 18% unter dem Vorjahreswert gelegen, was zum Teil an Sondereffekten (projektbezogene Kosten und Aufwand in Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot von Aton) gelegen habe. So seien die Verwaltungskosten gegenüber dem Vorjahr infolge des Aufwands für die außerordentliche Hauptversammlung am 26.10. und höherer Anwaltskosten signifikant angestiegen, hätten jedoch mit 4,7 Mio. Euro in Q3 sequenziell auf Höhe von Q2 gelegen.

Nach Erachten der Analysten dürfte sich der strukturell höhere Verwaltungsaufwand auch auf das in Q1 eingeführte neue IT-System zur Personalrekrutierung beziehen, welches den Recruiting-Prozess beschleunigen solle. Dies scheine langsam Wirkung zu zeigen, immerhin habe Rücker in Q3 gegenüber Ende Juni insgesamt 110 zusätzliche Mitarbeiter einstellen können und 234 in den letzten zwölf Monaten.

Zudem habe der Vorstand für FY 2012 erstmals einen Ausblick gegeben, der ein Umsatzplus und ein im Vorjahresvergleich "leicht gesteigertes EBIT" vorsehe. Die Analysten hätten beides in ihren Prognosen bereits unterstellt, die sie für 2012 unverändert lassen würden, für die Folgejahre aufgrund der gestiegenen Unsicherheit im Automobilmarkt jedoch um gut 10% senken würden.


Ende August habe Aton Engineering ein öffentliches Übernahmeangebot für alle Rücker-Aktien zum Preis von 16 Euro abgegeben. Zum Ende der Annahmefrist am 01.11.2012 verfüge Aton erst über 62,3% der Aktien, inklusive der angedienten 58,9% des Firmengründers und CEOs Wolfgang Rücker.

Die bislang geringe Annahmequote überrasche die Analysten, wenngleich Rücker-Aktionäre nun innerhalb einer Nachfrist bis Mitte/Ende November die Möglichkeit hätten, ihre Stücke anzudienen, was sie angesichts des angemessenen Bewertungsniveaus (KGV 2012e: 22, EV/EBITDA: 10) auch empfehlen würden.

Wenngleich sich der zweite Großaktionär Heinz Ferchau (verfüge über rd. 26% der Aktien) möglicherweise weiterhin weigern werde, das Angebot anzunehmen, würden die Analysten nicht mit einer Aufstockung der Übernahmeofferte rechnen, da Aton (halte auch 100% des größten deutschen Ingenieursdienstleister EDAG) seine Ziele auch mit dem aktuellen Anteil erreichen könne.

Rücker und EDAG sollten künftig unter dem Dach der Holding gemeinsam, jedoch unter eigener Marke auftreten. Zwar erbringe Ferchau Engineering auch Entwicklungsleistungen im Fahrzeugbau, der Schwerpunkt liege jedoch eher im Maschinenbau, sodass die Überschneidungen zu Rücker/EDAG begrenzt seien.

Die Analysten der Montega AG bewerten die Rücker-Aktie unverändert mit dem Rating "verkaufen". Das Kursziel werde nach wie vor bei 16,00 Euro gesehen. (Analyse vom 05.11.2012) (05.11.2012/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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