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LUDWIG BECK-Aktie: fortgesetzte Ergebnissteigerung 22.10.2012
GBC AG
Augsburg (www.aktiencheck.de) - Die Analysten der GBC AG, Felix Gode und Philipp Leipold, stufen die Aktie von LUDWIG BECK (ISIN DE0005199905 / WKN 519990) unverändert mit "kaufen" ein.
Der deutsche Textileinzelhandel habe sich in den ersten neun Monaten 2012 durchwachsen gezeigt, wobei in der Mehrzahl der Monate ein Rückgang der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahreszeitraum habe hingenommen werden müssen. Insbesondere in den Monaten April bis August sei ein verhaltenes Kaufverhalten zu beobachten gewesen.
Jedoch hätten die nasskalten Temperaturen Ende September und Anfang Oktober schlussendlich zu einer Belebung der Nachfrage nach Herbstbekleidung geweckt, sodass in den Kalenderwochen 39 und 40 jeweils deutlich positive Vorzeichen von jeweils +13% registriert worden seien. Dies habe der Umsatzentwicklung des Textileinzelhandels zu einem kräftigen Plus von 5% im September verholfen. Jedoch sei dabei zu erwähnen, dass die Steigerung hinsichtlich einer Vorgabe von -13% im Vorjahr nicht überbewertet werden dürfe.
Dennoch habe der gute September den auf das gesamte Jahr 2012 kumulierten Umsatzrückgang auf nunmehr nur noch -1% nach oben gehoben. Entsprechend sehe der deutsche Textileinzelhandel eine gute Chance, dass das Jahr 2012 noch mit einem Pari abgeschlossen werden könne. Dafür müsste das Q4 2012 jedoch recht stark ausfallen, denn das Weihnachtsgeschäft in den Monaten November und Dezember im Vorjahr sei mit Umsatzzuwächsen um 2%, respektive 5%, durchaus zufrieden stellend gewesen.
Die LUDWIG BECK AG habe sich, wie bereits in den Vorquartalen, erneut überdurchschnittlich gegenüber dem Markttrend entwickeln können. So habe das Unternehmen eine Steigerung des Bruttoumsatzes um 1,2% auf 70,4 Mio. Euro erreicht, wenngleich das Q3 2012 mit 24,5 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr keine weitere Steigerung erfahren habe. Dabei sei zu berücksichtigen, dass durch die Schließungen der Filialen in Augsburg Anfang 2011 sowie im Olympiaeinkaufszentrum in München Ende Juni 2012 Umsatzbeiträge entfallen seien. Bereinigt um diese Effekte, wären die Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten sogar um 3,6% geklettert. Auch im Q3 wären dann Zuwächse zu verzeichnen gewesen.
Diese nochmals deutlich höhere bereinigte Wachstumsrate mache einmal mehr die starke Positionierung des Stammhauses am Münchner Marienplatz deutlich. Das Stammhaus habe in den ersten neun Monaten einen Umsatzanstieg um 4,1% erzielt und damit den wesentlichen Wachstumstreiber dargestellt.
Auch ergebnisseitig habe die LUDWIG BECK AG erneut überzeugt. Dank der Umsatzzuwächse und einem anhaltend stringenten Kostenmanagement habe das Unternehmen das EBIT in den ersten neun Monaten 2012 abermals klar überproportional zu den Umsatzerlösen um 22,7% auf 7,6 Mio. Euro gesteigert. Dabei sei zu berücksichtigen, dass im Vorjahr einmalige Sondereffekte im Zusammenhang mit dem 150-jährigen Firmenjubiläum in Höhe von saldiert 0,7 Mio. Euro angefallen seien. Bereinigt um diese wäre der Anstieg mit rund 10% jedoch noch immer zweistellig ausgefallen. Die EBIT-Marge habe ebenfalls weiter auf nunmehr 12,8% zugelegt, ein Anstieg um 2,2 Prozentpunkte gegenüber dem gleichen Zeitraum 2011.
Bei ihren Prognosen würden die Analysten im Zuge der starken Neunmonatszahlen keine Veränderungen vornehmen. Unverändert würden sie davon ausgehen, dass die LUDWIG BECK AG einen Umsatzzuwachs um 1,5% auf 104,8 Mio. Euro erreichen werde. Die entspreche einem filialbereinigten Wachstum von rund 3,0%, womit die Analysten vom Erreichen der oberen Prognosespanne des Vorstandes ausgehen würden.
Auch das Ergebnis betreffend, würden die Analysten das Erreichen der oberen Prognosespanne erwarten, welche ein EBT von 10 bis 12 Mio. Euro vorsehe. Nachdem der Vorjahreswert von 11,3 Mio. Euro durch verschiedene einmalige Sondereffekte belastet gewesen sei und sich das Konsumumfeld in Deutschland erwartungsgemäß auch in Q4 2012 stabil zeigen werde, würden sie ein EBT von 12,0 Mio. Euro für sehr wahrscheinlich halten.
Von einem wesentlichen Übertreffen der 12,0 Mio. Euro würden die Analysten indes nicht ausgehen. Dies sei insbesondere vor dem Hintergrund des für Mitte November geplanten Starts der ecommerce-Plattform für Kosmetikartikel zu sehen, welcher in Q4 2012 das Ergebnis noch leicht belasten dürfte.
Die LUDWIG BECK AG habe auch in Q3 2012 einmal mehr ihre herausragende Positionierung unter Beweis gestellt und gezeigt, dass sie auch unter verhaltenen Marktbedingungen starke Wachstumsraten bei Umsatz und Ergebnis aufweisen könne.
Auf Basis der Analystenschätzungen errechne sich für das Gesamtjahr 2012 - trotz der guten Kursentwicklung der Aktie im bisherigen Jahresverlauf - ein KGV in Höhe von lediglich 11,7. Angesichts der operativen Ertragskraft sowie der hohen Kapitalrenditen und Cashflows würden sie dieses Bewertungsniveau weiterhin als zu niedrig erachten.
Die Analysten der GBC AG bestätigen vor diesem Hintergrund das Rating "kaufen" sowie ihr Kursziel von 28,50 Euro für die LUDWIG BECK-Aktie. (Analyse vom 22.10.2012) (22.10.2012/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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