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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A0JL9W6 A0JL9W -   € -   €
 
 
 

VERBIO-Aktie: Unternehmen kann sich in schwierigem Marktumfeld behaupten


09.10.2012
Montega AG

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Wais Samadzada und Alexander Drews, Analysten der Montega AG, nehmen nach einem Treffen mit dem Vorstand der VERBIO AG (ISIN DE000A0JL9W6 / WKN A0JL9W) auf einer Analystenkonferenz in Frankfurt die Coverage mit dem Rating "halten" wieder auf.

Das Risikoprofil der Aktie sei nach Erachten der Analysten mittlerweile well-balanced. Hierfür würden insbesondere folgende positive Punkte sprechen: Die Guidance sei bestätigt worden. Für das laufende Geschäftsjahr 2012/13 erwarte VERBIO eine leichte Ergebnisverbesserung (Umsatz 750 bis 850 Mio. Euro, EBIT 15 bis 20 Mio. Euro).

VERBIO profitiere aufgrund seiner strategischen Ausrichtung vom Vorschlag der EU-Kommission zu einer verstärkten Nutzung von Biokraftstoffen aus Abfällen (2nd Generation). Die Analysten würden die nachhaltige Produktion (geringe CO2-Emissionen) und den "Early Mover"-Effekt als klare Wettbewerbsvorteile sehen.

VERBIOs Auslastung im Biodiesel-Segment sei im zweiten Kalenderhalbjahr 2012 wieder angestiegen. Grund hierfür sei die fehlende Wintertauglichkeit von Soja- und Palmöl-Biodiesel aus Argentinien und Indonesien, die zu den größten Biodiesel-Importeuren in der EU zählen würden (Winterware in Deutschland basiere auf Raps).

Die Marktpreise für Biodiesel und Bioethanol seien seit Ende Juli um ca. 10% bzw. 20% angestiegen. Insbesondere im Biodieselsegment seien die Rohstoffkosten in den letzten Wochen deutlich rückläufig bei weiterhin steigenden Biodieselpreisen.


Aufgrund der billigen Biodieselimporte aus Argentinien sei ein Anti-Dumpingverfahren bei der EU-Kommission eingeleitet worden. Zuvor habe bereits die europäische Bioethanolvereinigung ePure das gleiche Verfahren gegen US-Bioethanol beantragt. Sofern die Klagen erfolgreich seien, könnte dies im nächsten Jahr einen Trigger für die VERBIO-Aktie darstellen.

Trotz dieser positiven Meldungen seien die Risiken für das Geschäftsmodell von VERBIO jedoch weiterhin nicht vollständig ausgeräumt: Sollten die vorgeschlagenen iLUC Faktoren (indirekte Landnutzungsänderung) bei der Klimabilanz von Biokraftstoffen Anwendung finden, würde dies laut dem Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie das Aus für Biodiesel bedeuten (im aktuellen Entwurf der EU-Kommission werde Biodiesel eine deutlich schlechtere Klimabilanz attestiert als Bioethanol).

Argentinien habe zunächst die Ausfuhrsteuer auf Biodiesel erhöht, aufgrund des hohen Drucks der argentinischen Biodieselproduzenten Ende September jedoch erneut gesenkt (Einführung einer variablen Ausfuhrsteuer, so genannte sliding scale tax). Dies könnte den Preisdruck ab dem Frühjahr 2013 wieder erhöhen und bei den deutschen Produzenten zu Absatzrückgängen führen (keine Gefahr im Winter, da Soja-Biodiesel nicht wintertauglich sei).

VERBIO dürfte mittelfristig von seinem nachhaltigen Produktionsverfahren profitieren, dies würden die Entwürfe der EU-Kommission belegen. Allerdings sei von einer signifikanten Margenverbesserung erst mit der Erweiterung der Biogaskapazitäten auf 105 MW ab 2014 auszugehen. Bis dahin befinde sich das Unternehmen in einer Ramp-up Phase. Der Kursverlauf dürfte folglich vor allem durch politischen Newsflow bestimmt werden, weshalb ein erneuter Kursrücksetzer in Folge der anhaltenden Diskussion um Biokraftstoffe möglich wäre.

Im Rahmen der Neubewertung der Aktie hätten die Analysten ihre Ergebnisprognosen gesenkt und die Risikoprämie erhöht. Dies reflektiere zum einen die weiterhin schwierige Wettbewerbssituation durch Importe aus Argentinien/Indonesien und auf der anderen Seite die Unsicherheit bezogen auf das Marktumfeld (Second Generation Förderung, anhaltende "Tank oder Teller Diskussion" bzw. negative Berichterstattung über Biokraftstoffe).

Die Analysten der Montega AG nehmen die Coverage für die VERBIO-Aktie wieder auf, vergeben allerdings trotz der attraktiven Bewertungsmultiplikatoren (KGV 2013/2014e: 8,7x; 2014/2015e: 4,4x) zunächst das Urteil "halten". Sollte sich die Visibilität erhöhen, würde dies eine Neueinschätzung notwendig machen. Das DCF-basierte Kursziel betrage 2,20 Euro. Dies entspreche einem Ziel-KGV für das laufende Gesamtjahr 2012/13e von 16,9x. (Analyse vom 09.10.2012) (09.10.2012/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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