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BAUER-Aktie: Prognose runter nach Halbjahresverlust


20.08.2012
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Marc Gabriel, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von BAUER (ISIN DE0005168108 / WKN 516810) unverändert mit dem Votum "kaufen" ein.

Die BAUER Gruppe habe aufgrund eines schwachen Baumaschinengeschäfts und Problemen bei einzelnen Projekten die Nettogewinnprognose vor Anteilen Dritter für 2012 von 35 Mio. EUR auf 25 bis 30 Mio. EUR reduziert.

Die Ergebnisse seien etwas besser als von den Analysten befürchtet gewesen, wobei die Ursachen nicht überrascht hätten. Zum einen habe das Brunnenbohrprojekt in Jordanien im Bereich Resources belastet, sodass der Bereich zum Halbjahr nur ein EBIT von 1 Mio. EUR nach 2,8 Mio. EUR im Vorjahr erzielt habe. Insgesamt seien für erwartete zusätzliche Kosten für Großprojekte (HongKong, Panama und Jordanien) 7,5 Mio. EUR Vorsorge getroffen worden, sodass das Nettoergebnis mit -2,3 Mio. EUR zum Halbjahr um insgesamt 6,8 Mio. EUR niedriger ausgefallen sei als im Vorjahr.


Der Grund für die Prognosereduzierung sei zudem auf eine schwächere Baumaschinennachfrage zurückzuführen. Nachdem sich das EBIT im Maschinenbereich zum Halbjahr mit 11,6 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr halbiert habe, sehe der Konzern für das Gesamtjahr ein EBIT in dem Maschinensegment von 35 Mio. EUR (Vj. 53,2 Mio. EUR) als neue Zielmarke an. Die Kunden würden sich mit Bestellungen zurückhalten und damit würden die BAUER-Standorte weiter nicht voll ausgelastet bleiben.

Die Analysten würden mit einem Umsatzrückgang von 10% auf 482 Mio. EUR in 2012 rechnen und hätten ihre EBIT-Erwartung für das Maschinensegment um 10 Mio. EUR auf 36 Mio. EUR reduziert. Kompensiert werde dieser Rückgang jedoch von einem deutlich besseren EBIT im Bausegment (BHLe: 33 Mio. EUR, nach H1: 6,4 Mio. EUR) und dem EBIT im Resources-Bereich (BHLe: 3 Mio. EUR).

BAUER habe sich zuversichtlich gezeigt, das aktuelle W/C von 725 Mio. EUR auf 600 bis 650 Mio. EUR sowie die hohe Nettofinanzverschuldung (H1: 822 Mio. EUR) zu reduzieren. Alleine aus den drei o.g. Projekten würden in H2 60 bis 70 Mio. EUR kommen. Des Weiteren werde die BAUER Gruppe wohl die Kreditbedingungen (EBITDA/ Nettofinanzverschuldung <=4) neu verhandeln müssen, um etwas Luft für die Abarbeitung des Rekordauftragsbuch von 779 Mio. EUR zu erhalten.

Nichts was die Analysten vom Bankhaus Lampe aktuell beunruhigt, sodass sie die Kaufempfehlung für die BAUER-Aktie bestätigen. Das Kursziel werde von 23,00 EUR auf 22,00 EUR reduziert. (Analyse vom 20.08.2012) (20.08.2012/ac/a/nw)




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