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Air Berlin-Aktie: Größter Kostentreiber in Q2 war erneut der Treibstoff 16.08.2012
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Sebastian Hein, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von Air Berlin (ISIN GB00B128C026 / WKN AB1000) unverändert mit "verkaufen" ein.
Air Berlin habe nach den vorläufigen Zahlen jetzt auch das finale Zahlenwerk veröffentlicht. Das EBIT sei erneut negativ gewesen, so dass sich die operativen Verluste zum Halbjahr auf 178,7 Mio. EUR summiert hätten.
Das Unternehmen habe im zweiten Halbjahr erneut deutliche Kapazitätskürzungen vorgenommen. Die angebotenen Sitze hätten bei -5,8% im zweiten Quartal und kumuliert bei -7,6% gelegen. Gleichzeitig sei der Sitzladefaktor zum Halbjahr auf 77,20% (+1,93 pp yoy) gestiegen, in Q2 habe der Anstieg bei 0,46 pp (77,82%) gelegen. In der Folge hätten sich die operativen Erfolgskennziffern verbessert (Umsatz/ASK +3,6% zum Halbjahr, Yields +7,5%). Der Anstieg der Yields sei auch durch strukturelle Effekte wie dem höheren Anteil an Langstrecken getrieben worden.
Auf der Kostenseite habe die Gesellschaft auch im zweiten Quartal unter den Treibstoffkosten gelitten (+30 Mio. EUR nach Verbesserungen durch das Effizienzprogramm Shape+Size), während alle übrigen direkten operativen Kosten rückläufig gewesen seien. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sei durch eine Erhöhung der EDV-Aufwendungen (+38%) und Werbeausgaben (+11%) getrieben worden. Auch die Personalaufwendungen hätten um 4,4% über dem Vorjahr gelegen. Hier solle die Mitarbeiterzahl bis zum Jahresende um etwa 100 reduziert werden.
Insgesamt seien die Verbesserungen aus Shape+Size (über 50 Mio. EUR in Q2, ebenfalls über 50 Mio. EUR bereits in Q1) nicht ausreichend gewesen, um die Gewinnzone zu erreichen. Das Jahresziel für Shape+Size sei noch mal leicht von mehr als 225 Mio. EUR auf mehr als 230 Mio. EUR angehoben worden.
Für das zweite Halbjahr würden die Analysten mit einem positiven EBIT von gut 100 Mio. EUR rechnen, bedingt durch die verringerte Treibstoffrechnung und die Effizienzverbesserungen.
Trotz des zu erwartenden Aufwärtstrends im zweiten Halbjahr sollte 2012 erneut ein Jahr mit operativen Verlusten werden. Den break-even würden die Analysten unverändert erst für 2014 erwarten.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe bestätigen die Empfehlung "verkaufen" für die Air Berlin-Aktie. Das Kursziel werde weiterhin bei 1,40 EUR gesehen. (Analyse vom 16.08.2012) (16.08.2012/ac/a/nw)
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